Mihai Eminescu Trust feierte sein 25. Jubiläum
Ausgabe Nr. 2932

Zu den Sehenswürdigkeiten in Malmkrog gehört zweifelsohne die schmucke Kirchenburg mit der evangelischen Kirche, deren flächendeckend größte mittelalterliche Wandmalereien man gesehen haben muss. Foto: Katharina KLOCKNER
Der Mihai Eminescu Trust (MET) feierte sein 25-jähriges Bestehen am Samstag in Malmkrog/Mălâncrav. Als Kulisse für dieses Jubiläum diente das von der Stiftung gerettete und aufwendig restaurierte Apafi-Gutshaus. Dieses historische Gutshaus, das während der kommunistischen Ära stark verfallen war, hat die Stiftung von dem rumänischen Staat angekauft und bis 2007 saniert. Heute dient das „Apafi Manor“ als touristischer Übernachtungsort, was beispielhaft für die nachhaltige Nutzung des Kulturerbes steht.
Die Kernaufgabe der Stiftung ist seit einem Vierteljahrhundert die Restaurierung von Baudenkmälern in Siebenbürgen. Dabei verfolgt der MET das Ziel, nicht nur die historische Substanz zu erhalten, sondern die neuen Bewohner für das kulturelle Erbe zu sensibilisieren und sie zur nachhaltigen Nutzung und Erhaltung zu befähigen. Ebenso wesentlich ist die Bewahrung und Kultivierung der Natur als Kulturgut. Anerkennung für dieses Engagement erfuhr die Stiftung u. a. durch vier Europa Nostra Awards.

Caroline Fernolend (rechts) begrüßt die MET-Gründerin Jessica Douglas-Home und deren Sohn Luke Douglas Home. Fotos: Max GALTER
Das Fest in Malmkrog würdigte die wichtigen Partner und Wegbereiter der Stiftung. Die Geschäftsführerin Caroline Fernolend sprach in ihrer Dankesrede allen Unterstützern und Mitarbeitern ihren tiefsten Dank aus. Eine besondere Ehrung galt Jessica Douglas-Home, der Malerin, Autorin und Gründerin des Mihai Eminescu Trust (1986), deren Engagement bereits vor der Wende begann.
Die Bedeutung strategischer Partner wie MET London und der Horizon Foundation, die die über 1.300 beendeten Projekte finanziell unterstützten, wurde hervorgehoben.
Zusätzlich unterstrich der britische Botschafter in Rumänien, Giles Portman, in seiner Rede die herausragende Rolle der Stiftung. Abgerundet wurden die Reden durch ein Klavierkonzert von Anamaria Stamp und ein Drei-Gänge Buffet.

Der Fahrzeugschuppen für die Freiwilige Feuerwehr aus Malmkrog.
Im Rahmen eines Dorfspaziergangs konnten die Gäste die praktischen Erfolge des MET besichtigen. Im Fokus stand das im Jahr 2019 begonnene Projekt eines Fahrzeugschuppens für die örtliche Freiwillige Feuerwehr, der auf Initiative der lokalen Gemeinschaft entstand und mit Unterstützung von Partnern wie der Horizon Foundation und dem Südtiroler Schützenbund realisiert wurde. Er dient der Schulung zukünftiger Feuerwehrleute und bietet einen Raum für kulturelle Veranstaltungen sowie einen Kinderspielplatz. Die Bauarbeiten wurden von lokalen Handwerkern durchgeführt, die teilweise vom MET ausgebildet wurden. Das Projekt löst nicht nur ein gemeinschaftliches Problem, sondern respektiert durch seine Gestaltung im Stil einer traditionellen Scheune auch das harmonische Ortsbild.
Der MET bekräftigte die Fortsetzung seiner Arbeit. Parallel zu seinen Kernaufgaben im Denkmalschutz zeigt das Projekt „Plant for the Planet” die langfristige Verpflichtung zum Umweltschutz. In Zusammenarbeit mit der AccorHotels-Orbis Gruppe wurden im Zeitraum 2009 bis 2020 über 2,5 Millionen Setzlinge gepflanzt. Dies demonstriert die Vision des MET für die Zukunft Siebenbürgens: eine sich selbst tragende Region, die ihr kulturelles Erbe und ihre Natur für kommende Generationen bewahrt.
Max GALTER