Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter bei ,,Militaria“-Konferenz in Hermannstadt geehrt
Ausgabe Nr. 2933

Zeno-Karl Pinter (stehend) bedankte sich bei den Anwesenden für die Festschrift. Unser Bild (v. l. n. r.): Helmut Lerner, Rudolf Gräf, Raluca Teodorescu, Anamaria Tudorie, Zeno-Karl Pinter, Sorin Radu und Thomas Șindilariu.
Foto: Cynthia PINTER
„Was ich von Zeno sehr früh gelernt habe, ist, dass Pünktlichkeit wichtig und eine Form von Respekt ist“, sagte Prof. Dr. habil. Ioan Marian Țiplic am Donnerstagabend bei der Eröffnung der diesjährigen 18. Auflage der internationalen Konferenz „Interethnische Beziehungen in Transsilvanien. Militaria Mediaevalia in Zentral- und Südosteuropa“, die vom 16.-19. Oktober in Hermannstadt stattgefunden hat. Im Programm der diesjährigen Konferenz standen u. a. Vorträge, eine Stadtführung und Studienausflüge.
Der Eröffnungstag war dem Hermannstädter Historiker und Archäologen Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter gewidmet, der vergangenes Jahr seinen 65. Geburtstag gefeiert hat. Im Rahmen der Veranstaltung wurde die zugeeignete Festschrift „Studia archaeologica et historiae medii aevi professori Zeno-Karl Pinter dedicata“ vorgestellt.
„Dieses Ereignis ist nicht nur ein Anlass, um das runde Jubiläum eines Menschen zu feiern, sondern auch eine Gelegenheit, ein Schicksal zu würdigen. Zeno Pinter hat gezeigt, dass die Geschichte und Archäologie des Mittelalters kein verstaubtes Forschungsgebiet sind, sondern ein lebendiges Abenteuer, dass Archäologie nicht nur Arbeit auf einer Ausgrabungsstätte ist, sondern eine Form des Dialogs mit der Vergangenheit, dass Professor zu sein nicht nur bedeutet, Informationen zu vermitteln, sondern Menschen zu formen. Mit 65 Jahren ist er immer noch dieselbe strahlende Persönlichkeit, ein Mensch, der die Vergangenheit erzählen, die Gegenwart genießen und in die Zukunft blicken kann“, schreibt Prof. Dr. Ioan Marian Țiplic in die Einleitung der oben genannten Festschrift über seinen Mentor.

Studienausflug in Deutsch-Kreuz, wo die Wehranlage der Kirchenburg gerade von der Michael Schmidt-Stiftung renoviert wird.
Foto: privat
Bei der Eröffnung der Konferenz richteten folgende Persönlichkeiten Grußworte an den Geehrten: Thomas Șindilariu, Unterstaatssekretär im Departement für Interethnische Beziehungen der Rumänischen Regierung, Prof. Dr. Sorin Radu, Rektor der Lucian Blaga Universität, Helmut Lerner, Hermannstadts Vizebürgermeister, Prof. Dr. Rudolf Gräf, Leiter des Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie, Dr. Anamaria Tudorie, Leiterin des Departements für Geschichte, Patrimonium und protestantischer Theologie der Lucian Blaga Universität und Dr. Raluca Teodorescu, Leiterin ad interim des Brukenthalmuseums. Im vollen Saal des „American Corner” der Astra Bibliothek seien mindestens 21 Generationen von Geschichtestudenten dabei gewesen, um Prof. Pinter die Ehre zu erweisen, so Dr. Răzvan Pop, Leiter der Astra Bibliothek und Moderator der Veranstaltung.
Der Geehrte war sichtlich gerührt von den vielen Lobesreden und der ihm gewidmeten von Ioan Marian Țiplic, Maria Crîngaci Țiplic und Claudia Urduzia herausgegebenen Festschrift und sagte zum Schluss: „Es ehrt einen Professor nichts mehr als die Widmung eines solchen wissenschaftlich inhaltsreichen Bandes, in dessen Inhaltsverzeichnis so große Namen der Forschung stehen. Ich freue mich, dass nach mir das Feld nicht unbestellt bleibt.“
Die internationale Konferenz, an der sich Teilnehmende aus Bulgarien, Litauen, Ungarn, Serbien, Kroatien, der Ukraine und Rumänien beteiligten, ging am Freitag mit spannenden wissenschaftlichen Vorträgen weiter, u.a. zu Themen wie: „Messer aus Litauischen Friedhöfen des 15. Jahrhunderts” (Dr. Paulius Bugys), „Die befestigte Kirchenburg von Honigberg/Hărman“ (Dr. Daniela Marcu Istrate, Drd. Sebastian Ovidiu Dobrotă, Drd. Cătălina State), „Überleben in der Nähe der Osmanen: Die Grafen von Zrin von der Schlacht von Krbava bis zur Schlacht von Mohács“ (Suzana Simon).
Am Samstag standen Studienausflüge nach Reps/Rupea, Fogarasch/Făgăraș, Deutsch-Kreuz/Criț und Keisd/Saschiz im Programm, während am Sonntag die Konferenzteilnehmer/innen eine Stadtführung durch Hermannstadt und den Besuch des Geschichtemuseums genossen. Hauptorganisatoren der vom Departement für Interethnische Beziehungen finanzierten Konferenz war das Departement für Geschichte, Patrimonium und protestantische Theologie der Lucian Blaga-Universität, mit Unterstützung des Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften, dem Brukenthalmuseum, dem ASTRA-Museum, der Astra-Bibliothek und dem Hermannstädter Verschönerungsverein AIOS.
Cynthia PINTER