„Mögen wir gastfreundliche Stationen sein“

Streiflichter von der Vertreterinnenversammlung der Frauenarbeit der EKR

Ausgabe Nr. 2617

Gruppenbild mit den 30 Teilnehmerinnen vor dem Eingang zum Hans Bernd von Haeften-Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen.                
Foto: Beatrice UNGAR

„Mögen wir gastfreundliche  Stationen auf dem Weg zu Gott sein“, wünschte in der Andacht zum Psalm 23 Pfarrerin Bettina Kenst sich und den Teilnehmerinnen an der Vertreterinnenversammlung der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR), die am Samstag im Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen in Neppendorf stattgefunden hat. Die Vertreterinnenversammlung stand unter dem Motto „Kommt, es ist alles bereit!“

Bei der Präsentation der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen.
Foto: Beatrice UNGAR

 

Das Motto war auch das Motto des Weltgebetstages 2019, und es bezieht sich auf Gastfreundschaft, darauf, wie man miteinander und mit sich selbst umgeht. Pfarrerin Kenst in die Runde: Reicht es, freundlich zu sein? Was ist der springende Punkt in Sachen Gastfreundschaft?“ und ermunterte die rund 30 anwesenden Vertreterinnen aus allen Kirchenbezirken der EKR, nicht zu verzagen, sondern von dem Besten lernen, wie Gastfreundschaft geht. Bei Gott muss ich nicht immer etwas leisten. Hier ist Verschwiegenheit und Urteilsfreiheit gesichert. Er ist der Gastgeber des großen Festmahls“.

Unter Anleitung der Mediascher Stadtkantorin Edith Toth (rechts außen) kamen Gesang…
Foto: Beatrice UNGAR

Das Referat zum Thema der Vertreterinnenversammlung hielt Gerhild Rudolf, Leiterin des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums. Sie stellte die Frage in den Raum, wann jemand denn bereit sei, Gemeinschaft zu pflegen, bereit, das Brot zu teilen, Zeit zu teilen usw. und leitete so über zur Arbeit in Kleingruppen.  Dabei ging es um Überlegungen zu Bibeltexten, in denen der Aspekt des Vorbereitet-Seins und des Bereit-Seins im Vordergrund steht. Die Präsentation der Ergebnisse der sieben Gruppen erfolgte größtenteils als Rollenspiel, wobei so manche Teilnehmerin echtes schauspielerisches Können an den Tag legte.

Im Anschluss legte die Vorsitzende der Frauenarbeit der EKR, Sunhild Galter, den Tätigkeitsbericht für das Jahr 2018 vor, wobei sie eingangs an die gelungene Vertreterinnenversammlung vor genau einem Jahr erinnerte, die  in Heltau unter dem Motto Brücken“ stattgefunden hat. Seither habe der Vorstand – Christiane Lorenz, Edith Toth, Bettina Kenst und als Beauftragte des Landeskonsistoriums Carmen Puchianu, die zum Jahresende infolge der Neuwahlen für das Landeskonsistorium der EKR von Carmen Schuster ersetzt wurde – ehrenamtlich und oft fast über die eigenen Kräfte hinaus“  erfolgreich gearbeitet. Dafür sprach Galter allen ein großes Lob aus und dankte auch der Ehrenvorsitzenden Henriette Guib für ihre Mithilfe bei der Planungsarbeit.

… und Tanz auch diesmal nicht zu kurz…                 
Foto: Beatrice UNGAR

Aus dem Jahresbericht ging erneut hervor, wie vielfältig die Tätigkeiten der Frauenarbeit sind, wobei der Weltgebetstag natürlich eine wichtige Rolle spielt. Diesbezüglich berichtete Sunhild Galter, dass es im Dezember 2018 gelungen sei, ein ökumenisches WGT-Komitee unter dem Dach des Ökumenischen Forums Christlicher Frauen in Rumänien zu gründen.  Als Ko-Vorsitzende seitens der EKR ernannte Bischof Reinhart Guib Mitte Januar 2019 Edith Toth.

Bischof Guib hatte auch ein Grußwort an die Vertreterinneversammlung gerichte, das die Vorsitzende vorlas und in dem es u. a. heißt: Durch euer vom Weltgegebetsland Slowenien 2019 geliehenes diesjähriges Motto – ‚Kommt, alles ist bereit!‘ – wird mir wieder bewusst, welch große Bereicherung und Segen ihr Frauen in unserer Kirche seid. Durch Euer Denken und Fühlen, Planen und Tun, Euren Einsatz an Kreativität und Phantasie, Aufmerksamkeit und Empathie, Freude und Liebe, Glaube und Hoffnung tragt Ihr erheblich und unverzichtbar bei, dass die Frauenkreise, die Gemeinden und unsere Kirche bereit werden für die Begegnung mit dem Herrn. Dafür danke ich Euch. Gott möge es Euch reichlich vergelten. Als Kirchenleitung sind wir bereit, die Frauenarbeit in Zukunft verstärkt zu unterstützen“.

Nach dem von der Geschäftsführerin Margit Kézdi gebotenen Rückblick auf das Jahr 2018, gab es ein Offenes Singen unter der Leitung und zur Gitarrenbegleitung von  Pfarrer Dietrich Galter.

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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