Alle riefen: „Allez, Sibiu, allez!“

Das Hermannstädter Team CSU Sibiu hat sich für die Halbfinalrunden qualifiziert
Ausgabe Nr. 2527

 

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Nach acht Jahren jetzt wieder im Halbfinale! Die Freude und der Jubel der Hermannstädter Basketballmannschaft CSU Sibiu war riesengroß, als am Dienstagabend der Schlusspfiff zu hören war und sie dadurch offiziell die Neumarkter Mannschaft BC Târgu Mureș besiegt hatten. Fünf Spiele waren notwendig gewesen. Es herrschte Gleichstand 2:2. Am Dienstagabend (25. April) hatten die Hermannstädter die ganze Transilvania-Sporthalle auf ihrer Seite. Da konnte einfach nichts schief gehen. Endresultat: 82-68.

Nächste Woche werden die ersten beiden Spiele, von insgesamt 5, gegen Steaua CSM Eximbank Bukarest am 1. bzw. 3. Mai ebenfalls in Hermannstadt stattfinden.

 

Die Atmosphäre in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Transilvania-Halle war grandios. Fast jeder Zuschauer trug ein gelbes T-Shirt als Zeichen seiner Loyalität zur Hermannstädter Mannschaft. Die Eintrittskarten für das Spiel am Dienstagabend waren in nur drei Stunden alle und das obwohl noch zusätzlich zwei kleine Tribünen hinter den Basketballkörben aufgebaut worden waren.

Zum Glück konnte man das Spiel aber auch im Fernsehen live mitverfolgen. Und was der Fernsehmoderator bei jedem Spiel treffend beobachtet, war auch dieses Mal der Fall: In Hermannstadt ist der Basketball die beliebteste Sportart mit der größten Fanbasis.

Begonnen hat das Entscheidungsspiel gegen BC Neumarkt sehr vielversprechend. Man sah, dass die von Dan Fleșeriu trainierten Spieler alles gaben. Die Abwehr der Hermannstädter war aggressiv, es wurde vor allem die Zonenverteidigung als Taktik eingesetzt. Beim Angriff gingen die Spieler, die von Teamkapitän Igor Mijajlovici angeführt wurden, auf Nummer sicher und warfen eher selten von der Drei-Punkte-Linie. Im ersten Viertel ging mal die eine, mal die andere Mannschaft in Führung.

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Ab dem zweiten Viertel fielen die Rebounds von Chris Cooper ins Gewicht. Der 2,05 Meter große Spieler amerikanischen Ursprungs wurde zum Dorn im Auge für die Neumarkter Spieler. Erstens war er verdammt gut beim Blocken der gegnerischen Bälle, zweitens war er auch als Angreifer nicht zu verachten. Seine Korbleger, die fast immer den Korb trafen, machten den Unterschied aus. In die große Halbzeitpause gingen die Hermannstädter mit einer 5-Punkte Führung: 42-37. Auch im zweiten Teil des Spiels blieb der Abstand zwischen 4 und 9 Punkten. Die größten Sorgen machten sich die Hermannstädter Zuschauer und der Trainer Dan Fleșeriu beim Punktestand 69-63, als die Gastgeber ganze vier Angriffe verspielten. Doch dann hatte der Trainer die gute Idee, Igor Mijajlovici wieder ins Spiel zu bringen. Er schaffte einen Drei-Punkte-Wurf und beendete eigentlich damit das Match. Igor Mijajlovic war auch der beste Spieler seiner Mannschaft mit 23 Punkten, gefolgt von Marcel Davis mit 17 Punkten. Somit besiegten die Hermannstädter die Vize-Champions von letztem Jahr und qualifizierten sich nach 8 Jahren wieder ins Halbfinale.

Am Montag, dem 1. Mai, beginnt um 20 Uhr das erste von fünf Halbfinalspielen gegen Steaua CSM Eximbank Bukarest. Zwei Tage später, am 3. Mai, wird das zweite Spiel, um 19 Uhr, ausgetragen. Eintrittskarten gibt es ausschließlich beim Sitz des Sportklubs CSU Sibiu (Rennes-Str. 2) zwischen 9 und 15 Uhr zu kaufen.

Bis zum nächsten Spiel freuen sich alle Hermannstädter über das Weiterkommen der Basketballhelden in Gelb.

Cynthia PINTER

 

Foto 1: Trainer Dan Fleșeriu (Bildmitte) freut sich riesig gemeinsam mit den Fans über die Qualifikation seiner Mannschaft ins Halbfinale der rumänischen Landesmeisterschaft. Der ansonsten selten unter den Fans weilende Hermannstädter sang sogar mit, als die Zuschauer die CSU-Hymne anstimmten, nach einem Text von Ioan Nenițescu.              

Foto 2: Die Hermannstädter Basketballer und ihr Nachwuchs vor dem Spiel.

Fotos: Cynthia PINTER

 

 

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