Deutscholympiade in Schäßburg

105 Schüler aus Rumänien stellten ihre Deutschkenntnisse unter Beweis
Ausgabe Nr. 2527

 

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Schäßburg, Landesphase der Deutscholympiade 2017: Es war kalt und es hat geschneit, bis zur Schule sind 167 Treppen zu bewältigen und die Mobiltelefone sollten in den Schulen nicht verboten, sondern eher benutzt werden. Außerdem ist es doch vielleicht besser, dass die guten Schüler im Ausland studieren und sich dort einen Job finden. Das waren die Ideen, die sich bei der Vorstellung der Projekte wiederholten. 105 Schüler von der 7. bis zur 12. Klasse waren bei der diesjährigen Olympiade im Fach Deutsch als Muttersprache dabei. Die Landesphase der Deutscholympiade 2018 soll in Hermannstadt stattfinden.

 

Die Organisatoren vom Joseph-Haltrich-Lyzeum in Schäßburg, mit Unterstützung des Bildungsministeriums und des Schulinspektorats Muresch boten den Teilnehmern viel mehr als die Chance, ihre Deutschkenntnisse in einem Aufsatz zu beweisen: Ausflüge, eine Stadtrallye und ein Werkbesuch standen im Programm. So dauerte die Deutscholympiade eine knappe Woche, denn bereits am Dienstag wurden die Schüler in Schäßburg empfangen.

Am Mittwoch fand die offizielle schriftliche Probe der Olympiade statt, die Schüler mussten Aufsätze zu verschiedenen Themen und Aussagen behandeln. „Ein Wassertropfen erzählt seine Reise” und „Soll ich oder soll ich nicht? Diese Frage beschäftigte mich den ganzen Tag” waren die Themen für die jüngeren Schüler. „Die Menschen lassen sich lieber durch Lob ruinieren als durch Kritik bessern. – G. B. Shaw” und „Es gibt kein großes Genie ohne einen Schuss Verrücktheit” waren dann die Themen für die Lyzeaner.

Nach der schriftlichen Prüfung gab es ein reichhaltiges Programm, wobei im Mittelpunkt die Erarbeitung der Projekte stand. In Gruppen aufgeteilt wurde an zwei Themen gearbeitet. Die jüngeren Schüler – 7., 8. und 9. Klasse – machten sich Gedanken über die Schulregeln und die älteren Schüler über die Frage, was man nach dem Abschluss machen sollte, Job oder Studium, in Rumänien oder im Ausland. Die Ergebnisse dieser Projekte wurden am letzten Tag der Olympiade vorgestellt, für die Besten gab es dann auch Preise. Auch die Ergebnisse der Stadtrallye wurden bewertet, doch Hauptattraktion des Tages war die Preisverleihung der Olympiade. Diplome und Geld bekamen die besten Schüler vom Bildungsministerium, die Botschaft der Bundesprepublik Deutschland in Bukarest teilte Bücher aus und auch von den Sponsoren gab es Preise. Christian Dengel von der Brukenthalschule in Hermannstadt erhielt auch den Sonderpreis der Hermannstädter Zeitung, sein Text zum Thema „Ein Sandkorn macht noch keinen Strand, ist aber ein guter Anfang” hat unter den Zehntklässlern die meisten Punkte erhalten.

Applaus gab es allerdings nicht nur für die Gewinner, sondern für alle 105 Schüler, denn sie sind die Besten im Lande, aber auch für die 18-köpfige Kommission und für die Organisatoren, die trotz Ärger mit dem Wetter den Schülern eine schöne Zeit angeboten haben.

Ruxandra STĂNESCU

 

Gewinner

  1. Klasse: Catinca Cristiana Nistor (1. Platz, Voluntari); Annette Zikeli (2. Platz, Bukarest), Nick Harro (3. Platz, Hermannstadt).
  2. Klasse: Chantal Marquardt (1. Platz, Lugosch), Andreas Erick Lazăr (2. Platz, Bukarest), Anisia Ioana Chincea (3. Platz, Reschitza).
  3. Klasse: Verenea Hellmann (1. Platz, Kronstadt), Eva Plajer (2. Platz, Kronstadt), Ana-Maria Sari (3. Platz, Bukarest).
  4. Klasse: Christian Dengel (1. Platz, Hermannstadt), Vladimir Popa (2. Platz, Bukarest), Luise Hultsch (3. Platz, Schäßburg).
  5. Klasse: Diana Dehelean (1. Platz, Temeswar), Sarah Prohaska (2. Platz, Hermannstadt), Karla Fröhlich (3. Platz, Schäßburg).
  6. Klasse: Maya Isabela Kielhorn (1. Platz, Hermannstadt), Ştefana-Carina Rarău (2. Platz, Bukarest), Andreea-Maria Kajtar (3. Platz, Deva).

 

Christian Dengel, Schüler der 10. Klasse an der Hermannstädter Bruken-
thalschule, hat sowohl den 1. Preis erhalten, als auch den Sonderpreis der
Hermannstädter Zeitung. Die Präsidentin der Kommission, Prof. Univ. Dr. Maria Sass von der Hermannstädter Lucian-Blaga-Universität, hat ihm beide Preise überreicht und die passenden Diplome, gratuliert hat ihm auch Dr. Alexandru Szepesi, stellvertretender Direktor im Bildungsministerium (stehend, 3. v. l.).                          

Foto: Ruxandra STĂNESCU

 

 

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