Baumdetektive im Erlenpark

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Grundschulkinder entdeckten die Natur mit allen Sinnen

Ausgabe Nr. 2982

Die Grundschülerinnen hatten Spaß.     Fotos: Elena Hămbășan

Im Rahmen der „Grünen Woche“ am Pädagogischen Fachkolleg „Andrei Șaguna“ in Hermannstadt (Päda) verwandelte sich der Erlenpark am 19. Oktober in ein grünes Klassenzimmer. 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse X D, deutsche Abteilung, pädagogisches Profil, organisierten ein besonderes Outdoor-Projekt für 72 Grundschulkinder der deutschen Abteilung der Praxis-Grundschule des Fachkollegs.

Unter dem Motto „Baumdetektive – Wir entdecken die Bäume in unserem Park!“ begaben sich die Grundschulkinder auf eine spannende Entdeckungsreise. Rund drei Stunden lang konnten sie die Bäume im Erlenpark aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen. In Sechsergruppen, begleitet von jeweils zwei Jugendlichen, durchliefen die Kinder fünf Stationen, an denen Beobachten, Forschen, Ausprobieren und Staunen im Mittelpunkt standen.

Eine Sechsergruppe erkundet eine Infotafel mit den Baumarten.

An der ersten Station „Wer bin ich?“ lernten die Kinder, verschiedene Baumarten anhand ihrer Blätter zu unterscheiden. An der zweiten Station „Der Fingerabdruck des Baumes“ erkundeten sie die unterschiedlichen Strukturen der Baumrinde und hielten diese mithilfe von Papier und Wachsmalstiften fest. Anschließend wurde an der dritten Station gemessen und verglichen: Wie dick ist ein Baumstamm und welcher Baum hat den größten Umfang? Die vierte Station widmete sich dem Baum als Lebensraum. Die kleinen Naturforscher entdeckten, dass Bäume zahlreichen Tieren Nahrung, Schutz und einen Platz zum leben bieten. An der letzten Station „Übernimm eine Baumpatenschaft!“ durfte jedes Kind einen Baum auswählen, ihn genauer kennenlernen und symbolisch die Verantwortung für seinen Schutz übernehmen. Auch das Umarmen der Bäume gehörte zu den besonderen Erlebnissen des Tages und ermöglichte den Kindern eine unmittelbare, sinnliche Begegnung mit der Natur.

Das Projekt verfolgte ein übergeordnetes Ziel: die Verbundenheit der Kinder mit der Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung zu stärken. Für die Schülerinnen und Schüler der X. D war der Projekttag zugleich eine wertvolle pädagogische Praxiserfahrung. Sie hatten die Aktivitäten vorbereitet, die Stationen gestaltet und übernahmen während der Durchführung die Rolle von Lernbegleitern.

Der Erlenpark wurde an diesem Tag zu einem Lernort, an dem sich Umweltbildung und pädagogische Praxis auf besondere Weise miteinander verbanden. Vor allem aber zeigte das Projekt, dass Naturerfahrungen nicht unbedingt weite Ausflüge erfordern. Manchmal genügt es, einen vertrauten Park mit offenen Augen zu erkunden, genau hinzuhören, einen Baum zu berühren – oder ihn einfach einmal zu umarmen.

Diana ZOPPELT

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Kinder, Schule.