Pflichtbewusst gedient

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Dr. Berthold Köber feierte Goldene Ordination

Ausgabe Nr. 2933

Dr. Berthold Köber (Bildmitte), Bischof Reinhart Guib (rechts) und Superintendent i. R. Karl Schick.                                                 Foto: Hans KÖNIGES

Golden glänzten die Sonnenstrahlen am 4. Oktober, Hoffnungsschimmer auf einen schönen siebenbürgischen Herbst. Mitten im Herbst des Lebens stehend, blickte an diesem Tag Pfarrer Dr. Berthold Köber auf fünfzig Jahre im Dienst der Kirche zurück. Gemeinsam mit ihm tat das eine Schar von Vertrauten aus Familie, Freundeskreis und Kirche, und feierte seine Goldene Ordination mit einem Dankgottesdienst in der Hermannstädter Stadtpfarrkirche und einem anschließenden Fest im Michelsberger Elimheim.

Es war der Beginn einer vielversprechenden Laufbahn, als der junge Theologe im gerade erfüllten kanonischen Alter in den Dienst der vormals siebenbürgischen evangelischen Kirche trat. Nach anfänglichem Landpfarramt, in welcher Zeit der junge Pfarrer gemeinsam mit Agnetha eine Familie gründete, promovierte er zum Doktor der Theologie, wozu ihm ein Studienaufenthalt im westlichen Ausland verhalf. Kurz nach der politischen Wende wurde er auf den Lehrstuhl für Systematik am Theologischen Institut in Hermannstadt berufen. Diesen Dienst versah er zehn Jahre lang treu und mit Hingabe, zeitweilig noch verbunden mit dem Gemeindepfarramt.

Schwerwiegende Gründe bewogen die Familie dann zur Auswanderung nach Deutschland, wo Dr. Köber in den Dienst der evangelischen Kirche im Rheinland trat, als Gemeindepfarrer in Köln. Seine Verbundenheit mit Siebenbürgen brach jedoch nicht ab. Aktiv im Hilfskomitee und langjährig Schriftleiter von „Kirche und Heimat“ und dessen „Jahrbuch“, prägte er die positive Entwicklung der Beziehungen der Siebenbürger Sachsen von hier und dort mit.

In der Predigt von Bischof Reinhart Guib, in den Gruß- und Dankworten kam wie ein roter Faden die Überzeugung zum Ausdruck, dass ein pflichtbewusster Dienst, auch über die Zeit der Pensionierung hinaus, Erfüllung und Dankbarkeit mit sich bringt. Möge Gott den Jubilar weiterhin segnen und bewahren, in der Hoffnung dessen, was die Grundlage seines langjährigen Dienstes ausgemacht hat: eine goldene Zukunft in Gottes Reich, hier auf Erden und in Ewigkeit.

Hans-Georg JUNESCH

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Kirche.