Ein Stück Rumänien für zuhause

Kochbuch von Irina Georgescu in deutscher Fassung erschienen

Ausgabe Nr. 2737

Irina Georgescu: Carpatia. Eine kulinarische Reise durch Rumänien, Übersetzung aus dem Englischen: Manuela Schomann, ars vivendi verlag Cadolzburg 2020,  224 Seiten, ISBN 978-3-7472-0207-4

Mit wunderschönen Bildern entführt Irina Georgescu, die Verfasserin des Kochbuches „Carpatia“, die Leserinnen und Leser auf eine kulinarische Reise durch Rumänien. Die heute in Großbritannien lebende Georgescu stellt in ihrem Buch nicht nur Rezepte aus ihrer Heimat vor, sondern schreibt auch über ihre Kindheit zur Zeit des Kommunismus, über Traditionen in der rumänischen Küche, das kulinarische Erbe und die kulturellen Werte Rumäniens. Und das alles angepasst an Kaufverhältnisse außerhalb Rumäniens, so dass jeder die Möglichkeit hat, Rumänien aus der Ferne zu erleben.

Jedes einzelne der sechs Kapitel beginnt mit einer kleinen Einleitung, in welcher Fakten und interessante Geschichten über das Essen in Rumänien erzählt werden. Sie stellt kleine Gerichte, Vorspeisen und Salate vor wie Salată de vinete (Auberginensalat), Zacuscă (Aufstrich aus geröstetem Herbstgemüse) oder auch Salată de varză (Kohlsalat). Mittels kleinen Hinführungen zum eigentlichen Rezept vertraut sie den Leserinnen und Lesern persönliche Tipps und Vorlieben an.

In der Kategorie „Brot und Streetfood“ habe ich mich selber an dem rumänischen Klassiker Covrigi(Brezeln mit Salz, Mohn oder Sesam) ausprobiert und anschließend mit etwas Joghurt genossen. Im dritten Kapitel „Borș und Ciorbă” – mein persönliches Highlight der rumänischen Küche – stellt Georgescu eine große Bandbreite vor – von Borș de fasole cu cârnați afumați (Borș mit Bohnen und geräucherter Wurst) bis hin zur Ciorbă de legume cu gogoșari (Gemüsesuppe mit eingelegten Tomatenpaprika). Auch die Klassiker – Sarmale (kleine Kohlrouladen) oder Mici (Hackfleischröllchen) dürfen natürlich nicht fehlen. Diese und andere leckere Speisen stellt sie in dem vierten Kapitel „Herzhafte Hauptgerichte“ vor. Abrunden kann man sein mehrgängiges Menü schließlich mit hausgemachten Papanași (Frischkäse-Donuts/Knödel mit Crème fraîche und Konfitüre) oder einem Stück Prăjitură cu caise (Aprikosenkuchen). Zur Osterzeit kann man außerdem auch die traditionelle Pască (Brioche-Käsekuchen) nachbacken, an der ich mich dieses Jahr auch versucht habe.

Außerdem werden im letzten Kapitel auch noch Eingelegtes, Konfitüren, Kompotte und Getränke vorgestellt. Mit einem selbstgebrannten Gläschen Vișinată (Sauerkirschenlikör) kann man das herrliche Essen schließlich gemütlich ausklingen lassen.

Das Buch ist definitiv ein echter Hingucker mit seinem schönen Einband und den bezaubernden Bildern Rumäniens und der gekochten Speisen. Wer sich ein Stück Rumänien nach Hause holen will, dem wird mit dieser Rezeptsammlung genau das Richtige geboten.

Christina HÜBERS

 

 

 

 

 

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