Abschied in Zuversicht

Kärntner Landlerhilfe stellt Tätigkeit ein

Ausgabe Nr. 2597

Beim geselligen Beisammensein in der Pfarrscheune wurde auch gehörig musiziert, allen voran Pfarrer Dietrich Galter auf der Gitarre (rechts).
Foto: Beatrice UNGAR

Wie ein Gemeindefest gestaltet war der Abschied des Vereins Kärntner Landlerhilfe, an dem am 30. September d. J. in Großau Vertreter aller von Pfarrer Dietrich Galter betreuten Kirchengemeinden teilgenommen haben. Es war der Tag des Ehrenamtes in der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, und außer Vertreter der Kärntner Landlerhilfe waren auch solche der Volkshilfe Murau aus der Steiermark dabei. In dem von insgesamt vier Pfarrern – Dietrich Galter, Marius Maurer, Johann Schaser und Wilhelm Meiterth – mitgestalteten Festgottesdienst predigte Diakonin Petra Stöckmann-Kothen.

 

AlsVorpredigt“ bezeichnete sie das Trompetensolo, das ihr Vater Otto Stöckmann sozusagen als Festgabe anstimmte.

Musik gab es dann auch beim geselligen Beisammensein in der Pfarrscheune, geboten von Mitgliedern der Volkshilfe Murau und schließlich von allen Beteiligten, die zur Gitarrenbegleitung von Pfarrer Galter mitsangen.

Galter hatte den Kärntner Vertreterinnen im Namen aller gedankt und Elisabeth Allesch dankte ihrerseits für die Möglichkeit, den Einsatz dieses Vereins zu würdigen.

Die inzwischen pensionierte Krankenschwester Elisabeth Allesch liest in der Hermannstädter Zeitungvom 6. November 1998 den Bericht über ihren ersten Einsatz für die Kärntner Landlerhilfe.
Foto: Beatrice UNGAR

1994 hatte das Land Kärnten die Patenschaft über die drei Landlerdörfer Großpold, Großau und Neppendorf übernommen, 1995 wurde der Verein Kärntner Landlerhilfe“ gegründet, dessen Leitung Obmann Franz Wiedermann übernahm. Wiedermann erkannte bald, dass die Hilfeleistungen, vor allem im Bereich der Altenhilfe auf professionelle Beine“ gestellt werden sollte. Im Sommer 1998 konnte die Hermannstädter Ernährungsmedizinerin Dr. Ioana Veștemean, die das Projekt von Anfang an begleitete, zwei Wochen in mehreren Abteilungen des Landeskrankenhauses in Klagenfurt praktizieren und lernte bei dieser Gelegenheit die beiden diplomierten Krankenschwestern Andrea Maier und Elisabeth Allesch kennen. Sie konnte sie überzeugen, bei einer Rüstzeit für Gemeindehelferinnen und Diakoniebeauftragte zum Thema Hygiene und gesunde Ernährung in Großpold etwas von ihrem Wissen weiterzugeben.

Inzwischen sind 20 Jahre ins Land gegangen und die Kärntner Landlerhilfe lud alle aus den drei Landlerdörfern ein, um gemeinsam den Abschluss der Tätigkeit dieses Vereins entsprechend zu feiern. Mit Elisabeth Allesch kam ihre frühere Kollegin, die ebenfalls inzwischen pensionierte diplomierte Krankenschwester Monika Kremser, nach Großau. Sie hatte 1999 einen zweimonatigen Einsatz in den Landlerdörfern in Siebenbürgen und erinnerte sich gemeinsam mit Allesch an diese zum Teil bedrückende Erfahrung, aber auch daran, wie froh die Betreuten über die Hilfe waren.

Beide bedauern es zwar, dass auch aus Gesundheitsgründen – Obmann Wiedermann ist schwer krank – der Verein seine Tätigkeit einstellen muss. Aber sie sind zuversichtlich, dass die Familien der Seniorinnen und Senioren einspringen werden.

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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