„Ein ermutigendes Beispiel“

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Landtagspräsident Norbert Kartmann gewürdigt

Landtagspräsident Norbert Kartmann (rechts) und Botschafter Dr. h.c. Emil Hurezeanu.                                Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei

Der Staatspräsident der Republik Rumänien, Klaus Johannis, hat dem Präsidenten des Hessischen Landtags, Norbert Kartmann, den Orden „Stern von Rumänien“ im Range eines Kommandeurs verliehen. Landtagsvizepräsident Frank Lortz, der zur Verleihung der Auszeichnung am 18. September d. J. in den Hessischen Landtag geladen hatte, begrüßte den Botschafter der Republik Rumäniens, S. E. Emil Hurezeanu.

 

Die Auszeichnung für den hessischen Parlamentspräsidenten zeige auch das besondere Verhältnis Deutschlands zu Rumänien nicht zuletzt in der Brückenfunktion der Siebenbürger Sachsen, deren Ehrenvorsitzender er in Hessen ist. „Norbert Kartmann ist bekennender Siebenbürger, das wissen wir hier im Landtag und er lässt keine Gelegenheit aus, uns dies hier zu zeigen“, so Lortz.

Botschafter Dr. h. c. Emil Hurezeanu vollzog die Auszeichnung im Musiksaal des Hessischen Landtags. In seiner Laudatio würdigte er den durch Staatspräsident Johannis Ausgezeichneten. Damit werde das große Engagement von Norbert Kartmann für Rumänien und für die Beziehungen zwischen Hessen, Deutschland und Rumänien anerkannt.

„Seine theologische und wissenschaftliche Ausbildung, die sich seinen vielen, manchmal paradoxen Identitätsschichten hinzugefügt hat, hat ihn nicht nur zu einem rigorosen und bestimmten Protestanten gemacht, sondern auch zu einem jovial-gemütlichen Freidenkenden, zu einer von Katholiken und Orthodoxen gleichermaßen geschätzten Persönlichkeit“, so Hurezeanu.

Der Botschafter nahm zudem Bezug auf die europäische Denkweise des Hessischen Landtagspräsidenten. „Diese komplementären und ungewöhnlichen Züge, im Fall einer einzigartigen Biographie, stellen das Porträt eines Europäers dar. Wir haben in Norbert Kartmann das belebende und ermutigende Beispiel eines Menschen, der Gegensätze, Länder und Konfessionen im Namen der europäischen Werte zusammenbringt.“

Für die Landesregierung betonte Europaministerin Lucia Puttrich die besondere Verbundenheit Kartmanns zu Rumänien, die nicht zuletzt aus der Herkunft seines Vaters aus Siebenbürgen resultiere, sondern insbesondere auch aus dem Gedanken und festen Glauben an ein gemeinschaftliches Europa, so die Ministerin. Dies habe sich seit seiner Kindheit, als er im Alter von elf Jahren erstmals seine Großmutter in Siebenbürgen in der damaligen kommunistischen Diktatur besuchen konnte, quasi eingebrannt. Puttrich betonte auch die wichtige Rolle, die Kartmann beim Zustandekommen der rumänisch-hessischen Regierungskommission gespielt habe.

Norbert Kartmann zeigte sich bewegt durch die hohe Ehrung und dankte Staatspräsident Klaus Johannis dafür. „Natürlich habe ich eine besondere Beziehung zu der Heimat meiner Vorväter“, so der Landtagspräsident. Über 800 Jahren leben sie im Karpatengürtel, denken und fühlen in einer von ihnen geprägten deutschen Kulturinsel außerhalb Deutschlands und seit 1919 in Rumänien. „Wegen meiner engen Beziehung zu Rumänien möchte ich mit meinen Möglichkeiten einen Beitrag für die Integration Rumäniens in die Europäische Union leisten, zugleich aber auch kritische Anmerkungen zu den Entwicklungen dort artikulieren, die aktuell noch nicht dem europäischen Wertekanon entsprechen“, erklärte der Landtagspräsident in seiner Dankesrede.

Hessischer Landtag

 

 

 

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