„Wir Frauen sind gefordert“

Tagung des Bundesfrauenreferats in Bad Kissingen
Ausgabe Nr. 2508
 

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Das Bundesreferat für Frauen, Familie und Aussiedlerbetreuung des Verbandes der Siebenbürger Sachsen veranstaltete vom 11. bis 13. November d. J. in Zusammenarbeit mit der Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen eine Tagung zum Thema „Nachbarschaften in Europa. Zur Rolle der nationalen Minderheiten im östlichen Europa“. Frauenreferentinnen aber auch interessierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes sowie Gäste aus Rumänien nahmen daran teil.

 

Die Referentinnen und Referenten boten an den drei Tagen interessante Einblicke in die Thematik. Diskussionsrunden, Tätigkeitsberichte wie auch das gesellige Beisammensein dienten dem Erfahrungsaustausch und gaben Hilfestellungen bei der Konkretisierung künftiger Vorhaben.

Dr. Maria Werthan, Präsidentin des Frauenverbands im Bund der Vertriebenen e. V., brachte es in ihrem Referat zum Thema „Frauen als Brückenbauer“ auf den Punkt: „Wir Frauen sind gefordert, unsere Frauenpotentiale und unser Identitätsprofil aufzuwerten und Brücken zu bauen.   Wir brauchen die Zusammenarbeit, die Netzwerke aller Menschen, die guten Willens sind, Verantwortung für unsere Gemeinschaften und unser Land zu tragen. Wir müssen uns beharrlich und kompetent einmischen, weil wir die Beschwernisse von Integration und die Bedingungen, die zu Ihrem Erfolg führen, aus eigenen Erfahrungen kennen. Wir müssen offen miteinander reden über Probleme und Möglichkeiten.“

Aus Rumänien angereist waren drei Referentinnen. Kreisrätin Ilse Philippi (Hermannstadt) erläuterte fachkundig und kurzweilig die Situation der nationalen Minderheiten in Rumänien und Helmine Pop (Neumarkt), Leiterin der Schulkommission des Siebenbürgenforums, stellte das deutsche Bildungswesen in Rumänien vor. Die HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar berichtete über „Die gegenwärtige Lage der Roma in Rumänien“ und zeigte den Dokumentarfilm „Zigeunertränen“ von Luminița Mihai-Cioabă, über die Deportation der Roma nach Transnistrien.

Über „Minderheiten aus Ost- und Ostmitteleuropa im Nürnberger Haus der Heimat“ referierte Oberstudienrat i. R. Horst Göbbel, Vorsitzender des Hauses der Heimat Nürnberg.

Am letzten Tagungstag stand wieder Rumänien im Mittelpunkt mit der Austrahlung des Beitrags von Christel Ungar-Țopescu, Chefredakteurin der deutschen Sendung im Rumänischen Fernsehen zum 25. Gründungsjubiläum des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien.

Die Initiatorin und Leiterin des Frauenreferats des Verbands der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Christa Wandschneider, erwies sich als einfühlsame und feinfühlige Moderatorin, so dass alle auf ihre Rechnung kamen.

Beatrice UNGAR

 

 

Gruppenbild mit Gastgeber Gustav Binder und Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor der Bildungs- und Begegegnungsstätte Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen.                                                       Foto: Beatrice UNGAR

 

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