Die Märzchen sind erschienen

Ausgabe Nr. 2948

In der Heltauergasse/Nicolae Bălcescu in Hermannstadt stellten die Märzchenverkäufer schon am Mittwoch, dem 25. Februar, ihre Ware auf. So auch die Hermannstädterin Anca Fălămaș (unser Bild), die schon seit 2010 lustige Märzchen aus Keramik selber erzeugt und bemalt. Bei ihr kostet ein Märzchen zwischen 10 und 20 Lei, sie bietet jedoch auch handbemalte Kärtchen und Ohrringe aus Keramik an.

Foto: Cynthia PINTER

Erste Frühlingsboten

Ausgabe Nr. 2944

In Hermannstadt gab es nach einer harten Winterepisode mildere Außentemperaturen und so blühen frühzeitig die Schneeglöckchen in den Gärten, wie hier im Lazarett-Viertel.      

Foto: Zeno-Karl PINTER

Jubiläumslauf

Ausgabe Nr. 2942

Bei dem diesjährigen Urzellauf in Agnetheln wird am 25. Januar ein kleines Jubiläum gefeiert: 20 Jahre seit der Wiederaufnahme dieses 1689 erstmals urkundlich erwähnten Brauches in dem Städtchen am Harbach. 2006 hatte nämlich der Lehrer Bogdan Pătru die Initiative, ein diesbezügliches Projekt mit seinen Schülern durchzuführen. Seither laufen in Agnetheln die Urzeln jedes Jahr, es wurde ein einschlägiger Verein „Breasla Lolelor” (Urzelzunft) gegründet und fast alle der damaligen 14 Schüler der 4. Klasse machen dabei mit. Geplant ist auch eine Ausstellung mit Fotos aus den 20 Jahren in der „Georg Daniel Teutsch”-Schule. Hier werden am 25. Januar auch verschiedene Aktivitäten für Schulkinder angeboten sowie ein Film gezeigt. Der Abmarsch der Urzelparade findet ab 10 Uhr von dem IMIX-Werk (Str. Avram Iancu) statt, um 10.15 Uhr werden vor der Apotheke und dem Dacia-Hotel die traditionellen Figuren vorgestellt, um 10.30 Uhr vor dem Bürgermeisteramt und um 11 Uhr an der Abzweigung nach Kirchberg, danach laufen die Urzeln bis 18 Uhr in Parten durch die Stadt. Unser Bild: 2018 fand der Urzellauf bei klirrender Kälte statt, heuer wird ebenfalls Frost erwartet.      

Foto: Beatrice UNGAR

In jedem Bild ein Stück Heimat

Martin Eichlers neue Kalender im Bildverlag Eichler

Ausgabe Nr. 2939

Bilder aus Siebenbürgen 2026 von Martin Eichler, Querformat ca. 50 x 35 cm, Bilderdienst Eichler, München 2025, ISBN: 978-3-942424-97-4. Der Klassiker der siebenbürgischen Monatskalender ist nun in der 40. Ausgabe erschienen. Der Fotograf Martin Eichler lenkt das Augenmerk auf die schönen Seiten Siebenbürgens. Das Bild auf dem Deckblatt zeigt die Kirchenburg in Bogeschdorf/Băgaciu. 12 farbige Monatsblätter, 1 Seite Text, 14,90 Euro plus Versand.

Der bekannte Fotograf und Träger des Siebenbürgisch-sächsischen Kulturpreises Martin Eichler hat auch für das Jahr 2026 einige wertvolle Kalender in seinem Bildverlag herausgegeben. Seit Jahrzehnten hält er die Landschaften und Orte Siebenbürgens mit unverwechselbarem Blick fest. Trotz einer schweren chronischen Erkrankung, die ihn seit drei Jahren an den Rollstuhl bindet, arbeitet er unermüdlich weiter. Aus seinem reichen Bildarchiv schöpft er neue Kalender, gestaltet Texte, überprüft Farben und Details – und bleibt dabei voller Zuversicht und Schaffenskraft. „Ich bin dankbar, dass ich am Computer weiterarbeiten kann“, sagt er, „und dass die Bilder ihren Weg zu den Menschen finden.“ Im Folgenden stellen wir zwei der neuen Kalender vor.Weiterlesen

,,Wir haben alles, was wir brauchen“

Streiflichter vom Hermannstädter Weihnachtsmarkt auf dem Großen Ring

Ausgabe Nr. 2937

Weihnachtsmarkt zur „Blauen Stunde”: Die Organisatoren in Hermannstadt sind bemüht, Jahr für Jahr neue Attraktionen zu bringen, auch wenn sie in den Jahren danach von anderen Weihnachtsmärkten übernommen werden, erklärte Event-Manager Andrei Drăgan Răduleţ seitens der Organisatoren bei der Pressekonferenz am Tag der Eröffnung. Unser Bild: Blick auf den Weihnachtsmarkt zur sogenannten „Blauen Stunde”, zwischen Abenddämmerung und Nachthimmel.                                                                          Foto: Laura MICU

Welcher ist schöner, welcher ist bekannter, welcher ist populärer? Der inzwischen schon traditionelle „Weihnachtsmarktkrieg” zwischen Hermannstadt und Craiova hat am Freitag, dem 14. November, begonnen, denn zeitgleich wurden beide eröffnet. Die Meinungen bleiben gespalten, doch für die meisten Hermannstädter ist es klar: „Unser” Markt ist schöner, eleganter und bestimmt weniger kitschig. Nicht zu vergessen: Teuer sind beide, aber das gehört eben dazu. Die Organisatoren in Hermannstadt sind bemüht, Jahr für Jahr neue Attraktionen zu bringen, auch wenn sie in den Jahren danach von anderen Weihnachtsmärkten übernommen werden, erklärte Event-Manager Andrei Drăgan Răduleţ seitens der Organisatoren bei der Pressekonferenz am Tag der Eröffnung. Der Weihnachtsmarkt auf dem Großen Ring ist bis zum 4. Januar 2026 geöffnet.Weiterlesen

Mehr Nester weniger Jungstörche

Bericht Storchzählung 2025 im Kreis Hermannstadt/Sibiu / Von Friedrich PHILIPPI

Ausgabe Nr. 2926

Das Team der Storchenzähler mit Konsulin Kerstin Ursula Jahn (3. v. r.) in Mergeln.                                                                                     Foto: Volkmar JAHN

Nachdem uns die Störche nun seit einigen Tagen wieder Richtung Afrika verlassen haben, soll doch noch über die diesjährige Storchzählung – sie erfolgte durch Sternfahrten von Hermannstadt aus bis Boița im Süden, Bonnesdorf/Boian im Norden, Dobring/Dobârca im Westen und Wossling/Țeline im Osten – berichtet werden. Wenn man bis vor einigen Jahren gefragt wurde, wann denn der Abflug nach Süden erfolge, war die Antwort: am 23. August. Aber mit dem Klimawandel hat sich dieser Termin offenbar vorverlegt und es ist leicht möglich, dass die Störche diesmal das günstige Hochdruckwetter mit seinen Aufwinden ausnützten und ihre Reise früher begannen.

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Einladung zum (Nach)lesen

,,Siebenbürgischer Kalender 2026″ von Hermann Fabini

Ausgabe Nr. 2916

Siebenbürgischer Kalender 2026 von Hermann Fabini, herausgegeben von der Patrimonium Saxonicum-Stiftung zur Erhaltung des sächsischen Kulturerbes in Siebenbürgen, Querformat 30,4×23,5 cm, Spiralbindung, ABF Monumenta-Verlag Hermannstadt 2025, ISBN 9789738875647. Das Bild auf dem Deckblatt zeigt die Kirche von Tobsdorf/Dupuș/Táblás.

Der Architekt Dr. Hermann Fabini bietet in seinem ,,Siebenbürgischen Kalender“ schon seit Jahren nicht nur Bilder – im Kalender für das Jahr 2026 kommen diese Bilder aus den Ortschaften Baaßen, Mediasch, Michelsberg,   Deutschweißkirch, Meschendorf, Kirtsch, Tarteln, Tobsdorf, Bulkesch, Waldhütten, Klosdorf bei Reps und Malmkrog – sondern auch Einblick in seine Lektüre und damit Anreize zum (Nach)lesen.Weiterlesen

,,Ich wünsche euch schöne Lebenshäuser“

Ausgabe Nr. 2914

Konfirmationsfeiern am Sonntag Exaudi in Hermannstadt, Mediasch und Mühlbach

Der Hermannstädter Stadtpfarrer Kilian Dörr begrüßt die zehn Konfirmanden in der voll besetzten evangelischen Stadtpfarrkirche: Andreea Popa-Oprișiu, Emily Melzer, Karina Umbrich, Luca Hauptkorn, Lukas Stoia-Heltmann, Lukas Schulz, Matthias Palkowski, Marlene Boessneck, Melissa Thomae, Philipp Binder-Brandsch und Sonja Stühler-Boborodea (v. l. n. r.). Foto: Beatrice UNGAR

„Eine meiner Lehrerinnen, eine Theologin, hat einmal von ihren Träumen erzählt. Sie wünschte sich offene ‚Türen gerade für die, die anders sind. Mein Haus wünsche ich mir nicht als eine für andere unbetretbare Festung, sondern mit vielen Türen. Heimat, die wir nur selber besitzen, macht uns eng und muffig. Jeder Gast bringt etwas mit ins Haus, das wir selber nicht haben. Heimat und Exil gehören zusammen, weil wir ganz zu Hause auch im schönsten Haus nicht sind.‘   Sie hat das auch auf die Kirche bezogen. Liebe Konfirmanden, ich wünsche euch heute, dass es euch immer wieder gelingt, aus den Sklavenhäusern auszuziehen. Ich wünsche euch schöne Lebenshäuser, in denen eure Träume wachsen können und Gestalt gewinnen, noch viel schöner als ihr es euch bisher vorzustellen gewagt habt. Aber ich wünsche euch auch, dass ihr euch nie ganz fest einrichtet und unbeweglich werdet; dass eure Sehnsucht nie versiegt. Ich wünsche mir und uns, dass sich unsere Träume verbinden mit den großen Menschheitsträumen von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.” Mit diesen Worten schloss Stadtpfarrer Kilian Dörr seine Predigt im Konfirmationsgottesdienst am Sonntag Exaudi in der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt.

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,,Sei stärker als der Muskelkater!“

Ausgabe Nr. 2913

  1. Internationaler Benefizmarathon in Hermannstadt

Gemeinschaft gefeiert haben am Wochenende in Hermannstadt beim 14. Internationalen Benefizmarathon nicht nur die über 10.000 Läuferinnen und Läufer aus Rumänien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Österreich, Polen, Griechenland u. a., sondern auch die 600 Volontäre. Mehr dazu auf Seite 4. Unser Bild: Zum Abschluss des ersten Tages stellten sich alle Volontäre zum Gruppenbild vor dem Start- und dem Finishtor auf, das in diesem Jahr die malayesische Künstlerin Tuan Nini gestaltet hat. Foto: Beatrice UNGAR

Mehr als 10.000 Läuferinnen und Läufer haben an dem 14. Hermannstädter Internationalen Benefizmarathon (Maratonul Internaţional Sibiu – MIS) am Wochenende teilgenommen und sich für 54 soziale Projekte eingesetzt, gaben die Organisatoren von der Hermannstädter Gemeinschaftsstiftung (Fundaţia Comunitară Sibiu) bekannt. Die Erwachsenen und die Jugendlichen sind am 24. Mai gelaufen, die Kinder zwischen 4 und 12 Jahren am 25. Mai. Spenden kann man noch bis Ende Juni. Alle Ergebnisse unter https://www.cronometraj.ro/rezultate-live/

Zwei freiwillige Helferinnen, die anspornende Sprüche auf Kartons aufgemalt hatten. Fotos: Beatrice UNGAR

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Von der Sonne ausgiebig verwöhnt

Streiflichter von einem schönen 1. Mai in Michelsberg, Neppendorf und Petersdorf

Ausgabe Nr. 2910

Die Neppendorfer Blaskapelle, verstärkt mit zwei Mitgliedern von „Karpatenblech” marschierte mit „Der Mai ist gekommen” auf den Hof der evangelischen Kirche in Neppendorf.                                           Foto: Beatrice UNGAR

Jedes Mal ist es ein Erlebnis der besonderen Art, wenn am 1. Mai kurz nach 7 Uhr morgens der Pfarrer das Westportal der romanischen Basilika auf der Michelsberger Burg öffnet, und die Anwesenden zur Andacht in die Kirche einlädt. Es dauert jedes Mal eine gute Weile, bis alle sich an die veränderten Lichtverhältnisse gewöhnen. Am schönsten ist jedoch die Tatsache, dass die Sonne genau hinter den jeweiligen Seelsorgern durch die Fensterscheiben strahlt. Eine unbeschreibliche Stimmung nimmt die Anwesenden gefangen.Weiterlesen

Saisonbeginn am Bindersee

Ausgabe Nr. 2910

Die Sportanlagen am Bindersee sind seit dem 1. Mai wieder in Betrieb. Auch das Strandbad und die Promenade. Vom 1. bis zum 4. Mai war das Wetter entsprechend warm und schön, inzwischen ist es etwas abgekühlt und wer Akrobatien wie die auf unserem Bild sehen möchte, muss sich noch etwas gedulden. Geöffnet sind die Anlagen von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 20 Uhr, Spaziergänger können sie bis 23 Uhr nutzen. Näheres unter laculbinder.ro

Foto: Presseamt der Stadt Hermannstadt