Virtuelle Realität und leckere Produkte

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Internationale Ökotourismus-Messe auf dem Großen Ring war ein Erfolg

Ausgabe Nr. 2978

Ein Hingucker war der Stand von Negrești Oaș aus Nordsiebenbürgen, wo es u. a. neu interpretierte Trachtenteile, bunte Stiefel und Webarbeiten zu sehen gab.                                  Foto: Beatrice UNGAR

Virtuelle Realität und leckere Produkte standen im reichhaltigen Angebot der ersten internationalen Auflage der Ökotourismus-Messe, die vom 24. bis 27. September zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf den Großen Ring gelockt hat. Die Veranstalter, allen voran der Kreisrat Hermannstadt, das ASTRA-Museum und der Tourismusverein des Kreises Hermannstadt, haben diese Messe nun schon zum zweiten Mal im Altstadtzentrum stattfinden lassen und hatten großen Erfolg.

 

Initiator war 2025 der stellvertretende Kreisratsvorsitzende Paul Kuttesch, in dessen Aufgabenbereich ASTRA-Museum und Tourismusverein gehören. Die eigens dafür entworfenen mit Schindel gedeckten Holz-Häuschen allein waren schon eine Augenweide, trugen sie doch auf den Dächern die berühmten „Augen der Stadt“ genannten Gauben.

An den insgesamt 18 Ständen gab es Touristik-Angebote, lokale Produkte von sogenannten Lokalen Gastronomiepunkten (puncte   gastronomice locale PGL), Handgefertigtes und Vieles mehr. Aus Rumänien dabei waren Ausstellende aus den Landkreisen Argeș, Maramuresch, Harghita, Neamț, Hunedoara, Tulcea, Covasna und natürlich Hermannstadt. Aus Ungarn dabei war der Verein für traditionelles Handwerk, an dessen Stand auch Prospekte für touristisch gut erschlossenen Regionen von Rumäniens Nachbarstaat ausgelegt waren.

Wie die Menschen in der Steinzeit Pfeilspitzen aus Feuerstein herstellten konnte man beim Stand des Museums der Dakischen und Römischen Zivilisation aus Deva, Kreis Hunedoara erleben.

Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr die Gastronomiepunkte. Deren Betreiber hatten im Nu ihre leckeren Produkte verkauft und so buk z. B. das gesamte Dorf Alămor Brot für den PGL von Maria Ranf. An deren Stand gab es ständig eine Menschenschlange.

Gut angenommen wurde auch der Stand des Draser-Weinguts aus Kleinschelken.

Schlange gestanden haben am Wochenende auch die Neugierigen, die sich per VR-Brille in die Zeit der Gladiatorenkämpfe zurückversetzen lassen wollten. Virtuelle Realität machte es möglich.

Auch Schindeln konnte man herstellen lernen oder zusehen, wie ein „Caval“, eine Hirtenflöte mit tiefer Tonlage, entsteht.

Besonders lebhaft ging es an den Ständen aus der Maramuresch zu, wo vor allem abends ein guter Schluck Schnaps für gute Stimmung sorgte.

B. U.

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Tourismus.