Kurzweiliger Vorgeschmack in der Aula

Ausgabe Nr. 2454
 

25. Siebenbürgischer Lehrertag nach der Wende fand in Hermannstadt statt

 

Dem diesjährigen Motto „Wir sprechen Deutsch" entsprechend, ermunterte die Deutsche Konsulin Judith Urban die Lehrenden an deutschen Schulen und deutschen Schulabteilungen in Siebenbürgen dazu, sich auch im Alltag der deutschen Sprache zu bedienen, auch im Umgang mit Schülern, Kolleginnen, Kollegen. Um die Sprachkompetenz dieser Lehrenden zu stärken hatten sich die Organisatoren, allen voran die Schulkommission des Siebenbürgenforums, das Pädagogische Lyzeum und die Brukenthalschule, etwas Besonderes ausgedacht. Zunächst wurde der Lehrertag auf zwei Tage angesetzt und am ersten Tag, Samstag, den 24. Oktober,  standen den ad hoc zusammengesetzten Lehrergruppen 16 deutschsprachige Gesprächspartner Rede und Antwort. Die Interviews sollen in einem von dem Zentrum für Lehrerfortbildung in Deutscher Sprache Mediasch (ZfL) herausgegebenen Sammelband veröffentlicht werden.

 Allerdings darf man darauf gespannt sein, die auf jeweils fünf Minuten pro Arbeitsgruppe beschränkte Präsentation am Sonntag in der Aula der Brukenthalschule bot einen kurzweiligen Vorgeschmack. Die Gesprächspartner, die sich am Samstag Nachmittag den Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung stellten, waren (in alphabetischer Reihenfolge): Radu Creţulescu, Leiter des ZfL, Kilian Dörr, evangelischer Stadtpfarrer von Hermannstadt, Wiegand Fleischer, Geschäftsführer des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen,  Astrid Fodor, Hermannstadts Bürgermeisterin  ad interim, Reinhart Guib, Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, Liana-Regina Junesch, Leiterin der deutschsprachigen Grundschul- und Vorschulpädagogik an der Lucian Blaga-Universität Hermannstadt, Hans Klein, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt, Christine Manta-Klemens, stellvertretende Generalschulinspektorin des Kreises Hermannstadt, Roger Pârvu, Geschäftsführer der Evangelischen Akademie Siebenbürgen, Daniel Plier, Leiter der deutschen Abteilung am Radu Stanca-Nationaltheater,  Maria Rampelt, GS-Lehrerin und Schulleiterin in Deutschland, Workshopleiterin der Fortbildung Schwarzlichttheater im Großprojekt „Grüne Kirchenburg Hammersdorf“, Ortrun Rhein, Leiterin des Dr. Carl Wolff Altenheims, Gerhild Rudolf, Leiterin des Friedrich Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrums der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien,  Ada Tănase, Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Hermanstadt, Beatrice Ungar, Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung (Gruppe 6) und Konsulin Judith Urban, Leiterin des Deutschen Konsulats Hermannstadt.   

„Am schnellsten kommt man sich näher, wenn man eine gemeinsame Aufgabe hat" hatte Gerold Hermann, Direktor der Brukenthalschule in seinem 8-Punkte-Programm festgestellt, in dem er die Überlegungen der Veranstalter zusammenfasste. Diese Feststellung gilt auch im Rückblick auf den erfolgreichen diesjährigen Lehrertag, bei dem sich Grundschullehrerinnen und Erzieherinnen, Fachlehrer und Beamte der Schulbehörden und des Bildungsministeriums und nicht zuletzt Pädagogen unterschiedlicher Herkunft erstaunlich gut verstanden haben und sich schon auf den nächsten Siebenbürgischen Lehrertag  freuen. 2016 feiert man dann auch 135 Jahre seit dem ersten Siebenbürgischen Lehrertag, der 1881 stattgefunden hatte, präzisierte Helmine Pop, Leiterin der Schulkommission.                         

B. U.

 

Foto 1: Zum Abschluss des 25. Siebenbürgischen Lehrertags am Sonntag Mittag stellten sich die ca. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor der Brukenthalschule zum Gruppenbild auf. Mit dabei waren zwanzig Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleiterinnen von Schulen der Ungarndeutschen aus Ungarn, die auch schon einige Projekte mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus Siebenbürgen planen.                                                

Foto 2: Wolfgang Köber (1. v. l.) von der Michael Schmidt-Stiftung überreicht Sara Reisenauer (2. v. l.) die Stipendien für die Studierenden der deutschsprachigen Grundschulpädagogik. Zwei Stipendiatinnen waren dabei: Bianca Gross (2. v. r.) und Anca Răulea.

Fotos: Beatrice UNGAR

 

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