„Ein Vorbild und eine Verpflichtung”

Zwei Bischöfe beehrten das diesjährige Kronenfest in Kerz

Ausgabe Nr. 2583

Mehr als 400 Teilnehmer waren am Sonntag beim 19. Kronenfest nach der Wende in Kerz dabei. Unser Bild: Die schön geschmückte Krone trugen vier Paare der Tanzgruppe der Brukenthalschule, Christian Dengel (2. v. l.) stieg diesmal hinauf.                                        Foto: Fred NUSS

 

Eine Premiere erlebten die Teilnehmenden beim Kronenfest am Johannistag in Kerz, das auch in diesem Jahr als Gemeindefest des Kirchenbezirks Hermannstadt gefeiert wurde: Zwei Bischöfe beehrten das Fest. Bischof Martin Hein von der Evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck, die partnerschaftliche Beziehungen zur Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien pflegt, deren Bischof Reinhart Guib den Gast nach Kerz begleitete.

 

Mit der Kutsche, wie es sich gehört, wurden die beiden Bischöfe – Reinhart Guib auf dem Kutschbock und Martin Hein auf der Seitenbank – bei dem Umzug durch die Gemeinde gefahren.
Foto: Fred NUSS

Wie es sich gehört, holte eine Kutsche die beiden Bischöfe an der Gemeindegrenze ab und brachte sie auf den schmucken Pfarrhof, von wo aus sie sich zu dem Gottesdienst begaben, der pünktlich um 12 Uhr in der evangelischen Kirche begann, die sich im ehemaligen Chorraum der früheren Zisterzienserabtei befindet. Die Bischöfe und alle Teilnehmer wurden beim Gang in die Kirche von einem Spalier empfangen, das die in siebenbürgisch-sächsischer Tracht gekleideten Mitglieder der Tanzgruppe der Brukenthalschule bildeten.

Das bunt gemischte Publikum hatte sichtlich Freude am Geschehen.
Fotos: Fred NUSS

Ortspfarrer Michael Reger begrüßte  die Gäste mit den Worten: Es ist immer schön, gemeinsam zu feiern.“ Passend zum Johannistag schilderte Bischof Martin Hein in seiner Predigt zu Johannes 3 das Leben von Johannes dem Täufer, der sagte: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“. Insofern sei Johannes der Täufer ein Vorbild und eine Verpflichtung für alle Christen, wie man Christus als Mitte und Ziel seines Lebens“ begreifen und akzeptieren solle.

Aufmerksam beobachtet Ortspfarrer Michael Reger  den diesjährigen Kronenbezwinger, den Brukenthalschüler Christian Dengel. Derweilen konnten die Kinder kaum darauf warten, dass Bonbons aus der Krone regnen…
Foto: Fred NUSS

In seinem Grußwort bekräftigte Bischof Reinhart Guib dieses Vermächtnis, indem er auf die Bedeutung der Nächstenliebe hinwies, auf die Verpflichtung, etwas für die Flüchtlinge aus aller Welt zu tun, die er dann gemeinsam mit der Gemeinde in das Schlussgebet einschloss.

Beeindruckend wie immer waren die Tanzdarbietungen der Brukenthalschüler vor der Kulisse der Ruinen der ehemaligen Zisterzienserabtei.
Foto: Fred NUSS

Nach dem Gottesdienst ging es in den Pfarrhof zu einem stärkenden Mittagessen, das die fleißigen Frauen und Männer aus Kerz zubereitet hatten. Dermaßen gestärkt und zur Begleitung der Neppendorfer Blaskapelle fand dann der Umzug mit der Krone durch die Gemeinde statt. Im Park setzte man die Krone auf den Stamm und der Brukenthalschüler Christian Dengel kletterte hinauf. Das war der Höhepunkt des Festes, anschließend gab es noch Kaffee und Kuchen im Festzelt.     Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Gesellschaft.