Erfahrungsaustausch im Nationalpark Bayerischer Wald
Ausgabe Nr. 2919

Christoph Promberger (2. v. r.) führte die Delegation aus den Landkreisen Hermannstadt und Argeș durch den Nationalpark Bayerischer Wald.
Paul Kuttesch, der stellvertretende Vorsitzende des Hermannstädter Kreisrats nahm an einem Erfahrungsaustausch im Nationalpark Bayerischer Wald teil, der von der Stiftung Conservation Carpathia, vertreten durch Christoph Promberger, organisiert wurde. In der Zeit vom 23. bis 26. Juni 2025 besuchte die Delegation aus Rumänien, zu der Bürgermeister und Vertreter der lokalen öffentlichen Verwaltung aus den Landkreisen Hermannstadt und Argeș sowie Beamte des Hermannstädter Kreisrates, den Nationalpark. Ziel des Besuchs war es, bewährte Praktiken im Management von Schutzgebieten, nachhaltigem Tourismus und der Einbindung lokaler Gemeinschaften zu präsentieren und zu erlernen.
Paul Kuttesch hatte dabei die Gelegenheit, sich direkt mit Ursula Schuster, der Direktorin des Nationalparks Bayerischer Wald, sowie mit weiteren Fachleuten aus der Verwaltung des größten und ältesten Nationalparks in Deutschland auszutauschen. Dieser Park hat maßgeblich zur Entwicklung der angrenzenden Gemeinden beigetragen.
Die Vertreter aus Rumänien trafen sich auch mit Gemeindevertretern aus der Parkregion und erfuhren, wie lokale Behörden in das nachhaltige Management natürlicher Ressourcen und die Förderung des Ökotourismus eingebunden sind.
„Der Erfahrungsaustausch hat uns wertvolle Einblicke in die Entwicklung nachhaltiger Modelle für das Management von Schutzgebieten gegeben, in denen Natur, Menschen und lokale Wirtschaft in Harmonie koexistieren können. Das Modell des Nationalparks Bayerischer Wald in Deutschland zeigt, wie ein Nationalpark zur Entwicklung einer Region beitragen kann – die Natur fungiert hier als wirtschaftlicher und sozialer Katalysator.

Gruppenbild mit Gastgebern und Gästen mitten im Nationalpark.
Fotos: Kreisrat Hermannstadt
Wir haben erfahren, dass der Nationalpark Bayerischer Wald jährlich über 1,3 Millionen Touristen empfängt und Einnahmen in Höhe von 26 Millionen Euro generiert. Durch dieses Projekt entstehen Arbeitsplätze und zahlreiche Möglichkeiten für Kleinproduzenten und Handwerker. Auch der Hermannstädter Kreisrat verfolgt eine nachhaltige Entwicklung des Landkreises. Wir glauben, dass die natürliche Vielfalt der Fogarascher Berge ein Motor für die Entwicklung und den Wohlstand zahlreicher lokaler Gemeinschaften sein kann“, erläuterte Paul Kuttesch.
Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde im Jahr 1970 gegründet und erstreckt sich über eine Fläche von über 24.000 Hektar. Er ist Teil eines grenzüberschreitenden Schutzgebiets, mit dem Nationalpark Šumava in Tschechien, und bildet zusammen das größte geschützte Waldgebiet Mitteleuropas mit 90.000 Hektar.
Die Verwaltung des Nationalparks beschäftigt 230 Mitarbeiter und bietet den Besucherinnen und Besuchern 359 km Wanderwege, 215 km Radwege und 85 km Loipen für Skilanglauf sowie zahlreiche Bildungszentren und Outdoor-Spielplätze für Kinder.
I. C.