Ausgabe Nr. 2948

Eine der berühmtesten Künstler- und Liebesbeziehungen der zeitgenössischen europäischen Literatur im Fokus: Ingeborg Bachmann und Paul Celan, zwei bedeutende Persönlichkeiten des deutschsprachigen Literaturschaffens, begegnen einander symbolisch in zwei dokumentarischen Ausstellungen. Das Österreichische Kulturforum und das Nationale Museum für Rumänische Literatur in Bukarest präsentieren zum ersten Mal in Hermannstadt die Ausstellung „SCHREIBEN GEGEN DEN KRIEG – INGEBORG BACHMANN 1926-1973“.
Hinzu gesellt sich die Literaturausstellung „PAUL CELAN – unter den Wörtern“, die den Kontext der Werke der beiden Autoren und ihre seelische Verbundenheit beleuchtet. Die Ausstellungen im Museum für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums finden im Rahmen der Veranstaltungen zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann (1926–1973) statt. „Ich will, daß der Krieg ein Ende nimmt“ – dieser Satz aus Ingeborg Bachmanns Roman „Malina” könnte als Motto über ihrem gesamten Werk stehen. Die Ausstellung wird kuratiert von Helga Pöcheim, basierend auf einem wissenschaftlichen Konzept von Hans Höller, mit Grafiken von Erika Thümmel. Die Übersetzung und Anpassung der rumänischen Version stammt von Monica-Maria Aldea. Bild links (v. l. n. r.): Bei der Vernissage sprachen Andrei Popov vom Österreichischen Kulturforum, Raluca Teodorescu, Managerin des Brukenthalmuseums und seitens des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt Ana-Maria Daneș und Iris Ordean (Foto: Beatrice UNGAR); Bild rechts: Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan wurde unter dem Titel „Herzzeit” 2008 im Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main herausgegeben.
