Verbindungselement zwischen Ethnien

Ausgabe Nr. 2431
 

Ausstellung „Was sächsische Truhen erzählen…“ im Schatzkästlein eröffnet

 

Nachbarschaftstruhen, Zunfttruhen, Geldtruhen, Kirchentruhen oder Mitgifttruhen. Alte, wie neue solcher Truhen konnte man am Samstag, dem 16. Mai, im Schatzkästlein bewundern. Hier fand nämlich die Vernissage der Ausstellung „Was sächsische Truhen erzählen…“ statt.

   „Wenn Sie sich hier diese Ausstellung ansehen, so sehen Sie als erstes die ungeheure Vielfalt der Truhen“, erklärte Prof. Dr. Paul Niedermaier in seiner Eröffnungsrede.  Die Truhen hätten einen besonderen Stellenwert gehabt, vor allem in Siebenbürgen. „Wenn man die Innenräume der Häuser ansieht, dann kann man einen merklichen Unterschied zwischen West- und Osteuropa feststellen. In Westeuropa sind die Innenräume viel weniger ausgeschmückt und vor allem sehr arm an Textilien. In Osteuropa dagegen sind gerade die Textilien sehr reich verwendet beim Innenraum, bei den Rumänen stärker als bei den Sachsen. Jenseits von dieser allgemeinen Gliederung ist das Möbelstück ein funktionelles Element, das überall angewendet wird.“Weiterlesen

Handwerker und Geistliche als Vorfahren

Ausgabe Nr. 2431
 

(Fortsetzung des Beitrags aus der HZ-Ausgabe Nr. 2430/15. Mai 2015)

 

Aus der Zwischenkriegszeit haben sich einige mit Reisen verbundene motivische und technische Experimente erhalten, die den Anschluss an das Kunstgeschehen aus der weiten Welt illustrieren. Hier ist die Herausforderung des Wassers als Motiv und als Darstellungsweise ein gemeinsamer Nenner. Ein Berlin-Aufenthalt 1930/31 zeitigte Experimente motivischer und formaler Art, darin die Darstellung von Wesenhaftem – von Materialität reflektiert wird (Stillleben mit Hering, 1931). 

Auch das fascinosum des Lichts veranlasst eine motivische Auseinandersetzung, die sekundär auch eine formale ist. Mehrere Arbeiten thematisieren und reflektieren das Wesen des Lichts, – das tellurische (Brennende Sonde von Moreni, 1929), oder das verwandelnde (Glasbläser, 1924), oder seine spirituelle Qualität (Aus Schäßburg, 1919, Winter auf dem Valare, 1929). Ein undatiertes – vom Ausdruck der Gestalten zu schließen – frühes Werk, „Leuchter,“ lässt gleich mehrere Themen anklingen: Die drei Gestalten um den geschmückten traditionellen Baumleuchter veranschaulichen zugleich die Lebensalter, ein Motiv, das die menschliche Existenz geistlich reflektiert; die Kirchentracht und der „Lichtert“ verorten das Geschehen im siebenbürgischen Kirchenraum, und dabei erfüllt der Lichtert die geistliche Symbolik, insgesamt selbstleuchtend. Die Lichtregie folgt darin einer „Erfindung“ des Manierismus, da ein „selbstleuchtendes“ Jesuskind zur Lichtmitte des Weihnachtsgeschehens wird. Damit bekommt dieses heimatliche Weihnachtsmotiv bei aller Traditionsbeflissenheit auch einen eschatologischen Bezug, nämlich jenen zum Himmlischen Jerusalem, darin Christus selbst Mitte und Lichtquelle ist (Offb. 21, 22f).

Weiterlesen

„Hava Nagila“

Ausgabe Nr. 2431
 

Jüdische Gemeinde Kronstadt feierte Jerusalemtag

 

Nach der Feier der Hawdala zum Ende des Schabbat sang der Kinderchor unter der Leitung von Cristina Plugaru in der Beit Israel-Synagoge der jüdischen Gemeinde in Kronstadt  Hava Nagila" (was soviel bedeutet wie Lasst uns glücklich sein") und alle stimmten ein. Manche tanzten auch zu der Melodie dieses beliebten hebräischen Volksliedes. Die Stimmung am ersten Tag der Feierlichkeiten zum Jerusalemtag erfuhr eine weitere Steigerung bei dem Konzert der Klezmer-Band Mazel Tov" von der jüdischen Gemeinde aus Klausenburg.

 

Weiterlesen

Infozentrum in Reichesdorf

Ausgabe Nr. 2431
 

Informationszentrum für Touristen in Reichesdorf: Für die nachhaltige Entwicklung des verwaltunsgmäßig zu der Gemeinde Birthälm gehörenden Dorfes und für die Erhaltung der traditionell gewachsenen dörflichen Strukturen und der Architektur setzt sich  seit knapp neun Jahren auch der Verein Pro Richiș ein, der aus Initiative der Bukarester Fremdenführerin Miriam Eliad gegründet worden ist. Einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer für Touristen attraktiven Adresse schaffte Reichesdorf durch die Einrichtung eines Informationszentrzums für Touristen in unmittelbarer Nähe der evangelischen Kirche, die aus dem 14. Jahrhundert stammt. Eröffnet wurde das Informationszentrum mit einem kleinen Festakt am Samstag im Beisein des Birthälmer Bürgermeisters Mircea Dragomir und der Vereinspräsidentin Miriam Eliad sowie mit einer Ansprache des Mediascher Bezirkskirchenkurators Wilhelm Untch, ein gebürtiger Reichesdorfer und Vizepräsident des Vereins, der vor allem für die in Reichesdorf zu findenden Gaumenfreuden warb. Vor allem für den Rhabarberkuchen, den die Gäste am Samstag auch genießen durften. Mehr dazu unter www.PRORichis.ro. Unser Bild: Die zweite Vizepräsidentin des Vereins, Tony Timmerman, führt eine Besucherin durch das Info-Zentrum.          

Foto: Beatrice UNGAR

 

„Als Lehrer hat man viel zu erzählen!”

Ausgabe Nr. 2431
 

Deutschlehrerin und Autorin Angelika Bohn las im Deutschen Kulturzentrum

 

Deutsch als Fremdsprache zu lernen, ist nicht unbedingt einfach, aber auch Deutsch zu unterrichten kann schwierig sein. Oder auch witzig, wie die Deutschlehrerin und Autorin Angelika Bohn im Laufe der Jahre feststellen konnte. Einen Teil ihrer Erfahrungen hat sie im Buch „Wem die Deutschstunde schlägt” veröffentlicht. Bei der Lesung im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt amüsierte sich das Publikum und so mancher Lehrer oder Deutschlernende konnte sich hie und da erkennen, besonders wer frustriert die „unsinnigen” Regeln und Ausnahmen lernen musste, auch wenn sicherlich kaum einer zugibt, Deutschkurse zu besuchen, nur um Flirtpartner zu finden. Erwachsenen Deutsch beizubringen bringt aber ungeahnte Herausforderungen, wie Angelika Bohn feststellte und glücklicherweise auch mitteilte. Darüber sprach sie mit HZ-Redakteurin Ruxandra S T Ă N E S C U.

 

Sie sind gebürtige Rumänin?

Ich bin in Mediasch geboren, mit 12 sind wir mit meiner Familie nach Deutschland umgezogen, habe dann Germanistik und Anglistik in Heidelberg und North Bay/Kanada studiert. Direkt nach dem Studium habe ich angefangen zu arbeiten und habe diesen Job ausgesucht, ich unterrichte Deutsch für Erwachsene.

Weiterlesen

Nachrichten

2431

Riesenbrunch auf dem Huetplatz; Wallfahrtsgottesdienst in Gürteln; Konsulat geschlossen; Musikalische Begegnung; Hermannstädter Gespräche; Viertes Männerfrühstück; 2. Transylvanian Brunch; Englische Gottesdienste; Hermannstädter Abende; Kulturtage des Kreises; Ausflug in die Ostkarpaten; Zehnter Internationaler Kongress der Germanisten; Radio Neumarkt auf Deutsch; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

Auszeichnungen für Hermannstädter Theater- und Filmfestival

Ausgabe Nr. 2430
 

Die Insignien seiner Schirmherrschaft überreichte am Samstag im Rahmen einer Zeremonie im Cotroceni-Palast Rumäniens Präsident Klaus Johannis (2. v. r.) an die Vertreter vier bedeutender Festivals, die er als repräsentativ für die rumänische Kultur" erachtet (v. l. n. r.): Constantin Chiriac (22. Internationales Theaterfestival Hermannstadt), Dumitru Budrala (14. Astra Film Fest Hermannstadt), Oana Dobre (10. Internationales Kammermusikfestival Sonoro) und Mihai Constantinescu (22. Internationales George Enescu-Musikfestival).                  

Foto: presidency.ro

Muttertag in Heltau

Ausgabe Nr. 2430
 

Neue Tradition in Heltau: die Feier des Muttertages

Zum dritten Mal feierte die Heltauer Gemeinde den Muttertag in ganz besonderer Weise: Der Sonntag begann mit einem tradionellen Gottesdienst, zu dessen Beginn der Kinderchor aufgetreten ist. In Begleitung der Gitarrengruppe sangen die „Kleinen in der Gemeinde“ zwei wunderschöne, den Müttern gewidmete Lieder und begeisterten mit ihrer Ausstrahlung alle Anwesenden. Manche Eltern drängelten sich stolz nach vorne, um den Auftritt der Kleinen auch digital festhalten zu können. Die Älteren lächelten gerührt und freuten sich an diesem Programmpunkt. Stadtpfarrer Kézdi schlug über Alltagsbeispiele aus dem Leben der Mütter eine Brücke zu der biblischen Geschichte von Martha und Maria und forderte die Mütter und Frauen, aber auch die Väter und Männer allgemein, sich Zeit zu nehmen, auch Maria zu sein. Nicht Arbeit allein soll unseren Alltag und unser Leben bestimmen, auch Zeiten der Einkehr und der Ruhe seien dringend nötig. Beim Ausgang wurden alle Frauen mit einer vom Handarbeitskreis gespendeten Topfblume beschenkt. Die Teenies aus der Jungschar-Gruppe hatten diese Aufgabe übernommen. Sie lächelten dabei alle freundlich an und wünschten „Alles Gute zum Muttertag!“. Anschließend begaben sich alle Gottesdienstbesucher auf Einladung des Stadtpfarrers in den Pfarrgarten.

Weiterlesen

Neugierig und wissbegierig

Ausgabe Nr. 2430
 

Neues Buch von Hedwig Brenner erschienen

 

Auf  Menschen zugehen zu können ist eine Gabe, mit ihnen zu sprechen, von ihnen zu erfahren, eine Bereicherung des Lebens. Sich Jahrzehnte später an diese Begegnungen zu erinnern, eine Gnade! Hedwig Brenner, die Autorin des Buches „Begegnungen mit Menschen und Städten. 1919-2014", das vor kurzem im Hartung-Gorre Verlag Konstanz erschienen ist, durchstreifte Städte vor unendlich vielen Jahren, begegnete zufällig in Parks und auf Plätzen alten Bekannten oder Unbekannten, die zu Freunden wurden.

Die Schilderungen in diesem Buch sind nicht erfunden, erlebt und aufgeschrieben wurden sie von einer kommunikativen weltoffenen sechsundneunzigjährigen Dame, einer Czernowitzerin, eben Hedwig Brenner, wie bereits erwähnt. Geboren wurde die Schriftstellerin 1918 in der Bukowina, im deutschsprachigen Buchenland, das einst bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zur Donaumonarchie gehörte, dann zum Königreich Rumänien kam, 1945 gar zur Sowjetunion und dessen nördlicher Teil mit Czernowitz seit 1990 zur Ukraine gehört.

Weiterlesen

„Seid offen für die Zukunft“

Ausgabe Nr. 2430
 

25. Maifest des DFDH mit rund 700 Teilnehmern im Jungen Wald gefeiert

 

Die Knospe oder Blüte weiß nicht, ob sie Frucht werden kann, aber sie blüht trotzdem. Ein Frost kann ihr schaden, auch ein Insekt. Was blüht, ist schön und gefährdet zugleich. Sosehr ihr also Gefährdung seht, freut euch mit den Blumen. Wir werden in die Zukunft gehen. Sie wird anders sein, als wir erwarten. Es ist aber unsere Zukunft, sie wird Teil unseres Lebens sein. So wünsche ich euch allen, groß und klein, die Lebenskraft des Mai, damit ihr euch freut an Blumen und Grün und wie die Blüten offen seid für die Zukunft."

 

Weiterlesen

Nachrichten

2430

Orgelsommer 2015; 65. Heimattag der Siebenbürger Sachsen; Jerusalem-Tag am Wochenende in Kronstadt; Facetten des Rechtsextremismus; Internationaler Museumstag; Handwerksmarkt; Fest in Reichesdorf; Faust wieder inszeniert; Viertes Männerfrühstück; Portraits der Minderheit; Ausflug in die Ostkarpaten; Kulturtage des Kreises; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache; Radio Neumarkt auf Deutsch.Weiterlesen

Handwerker und Geistliche als Vorfahren

Ausgabe Nr. 2430
 

Gemälde von Hans Hermann (1885-1980) im Teutsch-Haus /Von Heidrun KÖNIG

 

Nach wie vor ist der 1980 verstorbene siebenbürgisch-sächsische Künstler Hans Hermann (1885-1980) als Maler und Graphiker in seiner Heimat und darüber hinaus bekannt und geschätzt. Seine Bekanntheit begründet vor allem das graphische Werk – es handelt sich um die überaus zahlreichen, weitgestreuten Drucke, von denen das Brukenthalmuseum in Hermannstadt je einen Abzug besitzt und seit 1989 in Auswahl regelmäßig zeigt.

130 Jahre nach der Geburt des Künstlers wird dem Hermannstädter Publikum nun eine Auswahl seines malerischen Werks vorgeführt, das bisher weniger Aufmerksamkeit erfahren hat, da es sich nicht primär um Werke mit den vertrauten Themen handelt.

Weiterlesen