Über Menschen und Orte von früher

Zur Anthologie „Aus der Ethnologie der Deutschen in Rumänien”

Ausgabe Nr. 2573

Ilie Moise/Andreea Buzas (Hrsg): Din etnologia germanilor din România/Aus der Ethnologie der Deutschen in Rumänien. Honterus-Verlag Hermannstadt, 2017, 554 Seiten, ISBN 978-606-8573-93-9

Der zweisprachige Band „Aus der Ethnologie der Deutschen in Rumänien” (Honterus Verlag, 2017) ist von seinen Herausgebern – dem Ethnologen und Hochschulprofessor Ilie Moise und seiner jungen Kollegin Andreea Buzaș – Professor Dr. Paul Niedermaier, korrespondierendes Mitglied der Rumänischen Akademie und Leiter des Forschungsinstitutes für Geisteswissenschaften in Hermannstadt, zum 80. Geburtstag gewidmet. Die 554 Seiten des Buches umfassen Beiträge zur volkstümlichen Kultur der Siebenbürger Sachsen und Landler von insgesamt 29 Forschern und Museologen. Alle Texte liegen in einer einwandfreien Übersetzung vor, hauptsächlich wird der vollständige deutsche Beitrag mit rumänischer Übersetzung oder mit einer Kurzfassung in rumänischer Sprache veröffentlicht. Dadurch wird das Buch einem großen Leserkreis zugänglich. Das angebotene komplette und sogleich komplexe Bild dieser Ethnologieforschung wurde auch durch den qualitativen Druck des Honterusverlags, sowie durch die finanzielle Unterstützung des Departements für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung durch das Demokratische Forum der Deutschen möglich gemacht.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2573

Coposu-Boulevard gesperrt; Deutsche Literaturtage in Reschitza; Gastvorstellung im Gong-Theater; „Hermannstädter Netzwerk”; Seniorentreffen am 17. April; Lesung mit Opernsängerin; Entchen-Rennen auf dem Zibin; Gastronomie und Kultur; Maifest am 5. Mai; Evangelische Theologie in deutscher Sprache; Neuer Vorstand der GGR;Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache;Radio Neumarkt auf Deutsch.Weiterlesen

Eine unbegreiflich große Liebe

Osterbotschaft aus Mediasch
Ausgabe Nr. 2572

Fest der Christenheit. Von Ostern her kommt unser Glaube: dass Christus für uns gelitten hat, für uns gestorben und auferstanden ist und uns dadurch von dem ewigen Tod befreit hat. Er hat am Kreuz der Welt Sünden auf sich genommen und getragen.

Diese Worte klingen einerseits – geschrieben wie gesprochen – wie ein alter Merkvers, den Konfirmanden etwa auswendig lernen sollen. Wenn diese Worte nur klingen, dann ist das nicht genug – das spüren wir. Wie jemand, der „Ich liebe Dich!“ sagt, doch dabei etwa auf sein Handy schaut…

Authentisch bedeute was anderes: die Botschaft soll lebendig sein. Die Botschaft soll uns verändern!Weiterlesen

„Verdienste für freiheitliche Demokratie“

Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis erhält Franz Josef Strauß-Preis

Ausgabe Nr. 2572

Staatspräsident Klaus Johannis (5. v. l.) auf der Bühne auf dem Großen Ring bei dem großen Sachsentreffen im August 2017 in Hermannstadt mit (v. l. n. r.) Herta Daniel, Bundesvorsitzende des Verbands der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, der Kreisratsvorsitzenden Daniela Cîmpean, Bürgermeisterin Astrid Fodor, dem Vorsitzenden des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch, Gattin Carmen Johannis, Bischof Reinhart Guib und dem DFDR-Landesvorsitzenden Paul-Jürgen Porr.                
Foto: Fred NUSS

Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung verleiht 2018 ihren Franz Josef Strauß-Preis an Rumäniens Staatspräsidenten Klaus Johannis. Damit würdigt die Stiftung, laut einer diesbezüglichen Pressemitteilung, die Verdienste des 58-Jährigen für eine freiheitliche Demokratie und eine zukunftsweisende Mitgestaltung des Landes, insbesondere auf dem Weg in die Europäische Union. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert.Weiterlesen

Motto der Messe: Leipzig liest

Stimmungsbilder von der Leipziger Buchmesse 2018

Ausgabe Nr. 2572

Die Leipziger Buchmesse hatte dieses Jahr Rumänien als Schwerpunktland.
Foto: Roland BARWINSKY

Und es gibt sie doch, trotz aller Unkenrufe: die Leser. Die Leipziger Buchmesse hat auch diesmal ganze Rudel dieser angeblich ausgestorbenen Spezies angelockt. Einem selbstvergessen in einen Text vertieften Besucher wäre bei gelegentlichem Aufblicken vielleicht ein Jugendlicher in einem knallbunten, fantastischen Mangafigurenkostüm ins Auge gesprungen und er hätte sich einen Moment lang gefragt, ob das, was er sieht, echt ist, oder nur seiner Fantasie, oder dem Text entsprungen ist, den er gerade liest.Weiterlesen

Schmeckt wie bei Mama zu Hause

Leckeres Tagesmenü im Restaurant „Sigemo” in Schellenberg
Ausgabe Nr. 2572

Köchin Ileana Deak geht auch im Rentenalter ihrer Lieblingsbeschäftigung nach.                       Foto: Cynthia PINTER

Der Frühling ist da. Schnee und Glatteis gehören der Vergangenheit an und der gewissenhafte Autofahrer weiß: Der Reifenwechsel von Winter- zu Sommerreifen steht an. Die bekannteste Autoreifen-Werkstatt in Hermannstadt heißt „Sigemo“, das weiß fast jeder Einwohner mit Führerschein. Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass es im Obergeschoss der Werkstatt, die in Schellenberg/Șelimbăr an der Ausfahrt Richtung Bukarest auf der linken Seite zu finden ist, ein Restaurant gibt. Man kann quasi, während der Reifenfachmann am Werk ist, schnell das Mittagsmenü ausprobieren und satt und zufrieden, mit vollem Magen und neuen Reifen, nach Hause fahren. Weiterlesen

„Quo vadis deutsche Schulen?”

Babeş-Bolyai-Universität: Treffen für Schulleiter in Klausenburg organisiert
Ausgabe Nr. 2572

Die Teilnehmer und Organisatoren freuten sich über ein gelungenes Treffen, auch der Schneefall ließ gegen Mittag nach.
Foto: Ruxandra STĂNESCU

„Wohin mit dem Lehramt in deutscher Sprache in Rumänien?“ Das war die zentrale Frage des Treffens, das am vergangenen Freitag vom Departement für Pädagogik und Didaktik in Deutscher Sprache der Babeş-Bolyai-Universität gestellt wurde. Eingeladen wurden hauptsächlich Leiter der Schulen und Kindergärten aus Rumänien, die eine deutsche Abteilung haben. Auch wenn der Winter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung zog – das halbe Land war wegen heftigen Schneefällen und Sturm gelähmt – diejenigen, die es schafften, dabei zu sein, waren sehr zufrieden, denn hier konnten sie erstmals über ihre Sorgen sprechen. „Wir sind da, weil uns allen die Zukunft der Kindergärten und der Schulen in deutscher Sprache am Herzen liegt“, erklärte Dr. Mirona Stănescu, die Direktorin des Departements, „und wir hoffen, dass wir am Ende dieses Treffens auch gemeinsame Lösungen finden.“Weiterlesen

Kinder, erobert eure Stadt!

Ein Plädoyer für Kunst im öffentlichen Raum / Von Cornelia HEMMANN
Ausgabe Nr. 2572

Die Kinder machten begeistert mit.                 
Foto: Cornelia Hemmann

Rumänien ist ein unruhiges Land, ein Land in Bewegung. Politisch gesehen, aber auch innerhalb seiner kleinsten gesellschaftlichen Zelle: der Familie. Die Menschen in Rumänien sind im wahrsten Sinne des Wortes bewegt. Die Abwanderung aus ländlichen Gebieten in die Großstädte, vor allem aber ins Ausland ist Realität für viele. Der Alltag in kleinen Städten wie Fogarasch ist gezeichnet von Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, von zerrissenen Familien. Man spürt mehr von dem, was einst war, als von dem, was ist oder gar von so etwas wie „Zukunft“. Fragt man junge Menschen, warum sie sich nicht für die Belange ihrer Stadt interessieren oder sich engagieren, so hört man häufig: „Wozu? Ich gehe ja sowieso weg.“Weiterlesen

„Zeichnen hat mir immer Spaß gemacht”

Gespräch mit Rudi Schmückle (1940-2011) am 22. Oktober 2010 in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2572

Rudi Schmückle am 22. Oktober 2010 in der Habitus-Buchhandlung. Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Sieben Jahre sind es am 5. April, seit der Hermannstädter Künstler Rudi Schmückle einem schweren Leiden erlegen ist. Seine Karikaturen waren schon in den ersten Ausgaben der Hermannstädter Zeitung zu bewundern. Zum Gedenken an einen großen Freund der Stadt veröffentlichen wir im Folgenden ein Gespräch, das die Berliner Autorin und Fotografin Christel Wollmann-Fiedler am 22. Oktober 2010 mit dem Künstler geführt hat, aus Anlass seiner Jubiläumsausstellung – am 10. März 2010 hatte Rudi Schmückle seinen 70. Geburtstag gefeiert.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2572

In eigener Sache

Da der Karfreitag in Rumänien ab diesem Jahr ein gesetzlicher Feiertag und deshalb arbeitsfrei ist, erscheint unsere nächste Zeitung erst am 13. April 2018. Die Redaktion ist vom 30. März bis 3. April bzw. vom 6. bis 9. April 2018 für den Publikumsverkehr gesperrt. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis und wünschen Ihnen ein frohes und besinnliches Osterfest im Kreise Ihrer Lieben.

Die Redaktion

 

Nachrichtentitel im Überblick:

Neuinszenierung am Karfreitag; Ostermarkt ab 30. März; Bilderbuchkino; Kostenlose Sterilisierung; Zufahrt ist frei; „Öko-Schaf”-Markt; Ostermontag in Michelsberg; Kirchenburgengespräch; 19.000 Plätze auf dem Stadion; Maifest am 5. Mai; Verdienstorden für Dobre; Für frischgebackene Unternehmer; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache; Radio Neumarkt auf Deutsch.Weiterlesen

Neuerungen schrittweise umsetzen

Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter zum DFDH-Vorsitzenden gewählt

Ausgabe Nr. 2571

Der neugewählte DFDH-Vorsitzende Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen.                
Foto: Aurelia BRECHT

„Hans Klein hat schon vor der Wende im Sinne des Forums gedacht, als es das Forum noch gar nicht gab“, sagte Kreisrat Martin Bottesch, Vorsitzender des Siebenbürgenforums in seiner kurzen Ansprache zur Abdankung des langjährigen DFDH-Vorsitzenden bei der Mitgliederversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) am Donnerstag der Vorwoche. Seine Stärken seien gewesen, Entwicklungen vorauszusehen und Personen zu finden, die bestimmte Aufgaben erfüllen können.Weiterlesen

Ein Künstler für alle

Hans Hermanns Graphik aus sechs Jahrzehnten

Ausgabe Nr. 2571

Die Vernissage war sehr gut besucht.                          
Foto: Fred NUSS

Es war ein Wiedersehen, auf das sich sehr viele Alt-Hermannstädter gefreut hatten. Ein Wiedersehen mit der Kunst Hans Hermanns, dem bekanntesten siebenbürgisch-sächsischen Maler und Graphiker des letzten Jahrhunderts. Insgesamt 104 Graphiken können zur Zeit in der Ausstellung „Hans Hermann (1885-1980) – Ein Wiedersehen. Graphik aus sechs Jahrzehnten“ im Kultur- und Begegnungszentrum „Friedrich Teutsch“ bewundert werden. Zur Vernissage am Mittwoch, dem 14. März, waren sowohl Kunstliebhaber zugegen, als auch Familienmitglieder und Hermannstädter, die den Maler persönlich gekannt und geschätzt hatten.   Weiterlesen