Geringe Absorption von EU-Mitteln

Mitgliedertreffen des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS)

Ausgabe Nr. 2794

Radu Lazăr (links stehend) von Sobis Turism blickte auf 30 Jahre Tätigkeit zurück. Foto: Werner FINK

Bei dem DWS-Mitgliedertreffen am 12. Oktober war als Gast dabei Adrian Rada von der Vertretung der kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) im Kreis Hermannstadt (Patronatul Județean al IMM-urilor). Rada berichtet u. a. über die Ausbildungsmöglichkeiten von Arbeitskräften, die Finanzierungsmöglichkeiten in Sachen Energie und machte aufmerksam auf die geringe Absorption von EU-Mitteln im Kreis Hermannstadt. Er präsentierte auch die von ihm neu gegründete Sibiu Business Agency,  die sich um das Heranziehen von Investitionen und Unterstützung des Exportes Hermannstädter Firmen kümmern soll.  Weiterlesen

Reise wichtiger als das Ziel

Sebastian Barbu wurde zum Vizelandesmeister gekürt

Ausgabe Nr. 2794

Sebastian Barbu und Kopilot Bogdan Iancu in ihrem Skoda Fabia R5 bei der letzten Etappe der Rallye-Landesmeisterschaft, in der Nähe von Kronstadt.                                            Foto: Mihnea TATU

Die Hermannstädter Rallye-Piloten Sebastian Barbu und Bogdan Iancu haben es wieder geschafft: Sie sind Vizelandesmeister geworden. Die letzte Etappe der Rallye-Landesmeisterschaft CNR Betano fand am Wochenende in Kronstadt und Umgebung auf Asphalt und Makadam statt. Als Sieger gingen Simone Tempestini und sein Kopilot Sergiu Itu hervor, die somit sieben Jahre in Folge die Landesmeisterschaft gewonnen haben. Weiterlesen

Musikalische Freundschaft gewürdigt

Ausgabe Nr. 2794

,,In keiner Sprache kann man sich so schwer verständigen wie in der Sprache“. Dieses Zitat von Karl Kraus stellte Unterstaatssekretär Thomas Șindilariu seinem Grußwort zum Auftakt des den beiden Komponisten George Enescu und Bela Bartók gewidmeten Konzerts voran, das im Rahmen des Projekts ,,Bartók und Enescu – eine Freundschaft in der Weltsprache der Musik“  am 24. Oktober im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt stattgefunden hat. Bestritten wurde es von dem Musikerehepaar Monica Florescu (Klavier) und Makcim Fernandez Samodaiev (Cello). Die Beiden interpretierten nicht nur Werke der beiden Komponisten sondern boten abwechselnd Einblick in deren Wirken. Als Vertreter des Projektträgers, des Departements für interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung stellte Șindilariu diese Einrichtung kurz vor und bezeichnete schließlich die Musik als universelle Sprache. Diese habe auch die beiden Komponisten zusammen geführt. Das Konzert wurde am Tag darauf in Kronstadt, in Partnerschaft mit dem Demokratischen Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt aufgeführt.                                                             

Foto: Max SHUZ

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2794

Heute Symposion im Spiegelsaal

Hermannstadt. – Im Zeichen der 30 Jahre deutsch-rumänischer Freundschaft und Partnerschaft in Europa veranstaltet das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien heute, Freitag am 4. November, zwischen 9 und 14.30 Uhr, im Spiegelsaal des DFDH in Hermannstadt ein Symposion zum Thema ,,Geschichte, Gegenwart und Zukunft der deutschen Minderheit in Rumänien“. Vorträge halten Dr. Paul-Jürgen Porr, Wolfgang Wittstock, Ovidiu Ganț, Winfried Ziegler, Ortrun Rhein, Klaus Sifft, Monika Hay, Benjamin Józsa, Andrea Rost.Weiterlesen

Sonnenfinsternis und Blasmusik

Auftakt des 50. Internationalen Hermannstädter Jazzfestivals

Ausgabe Nr. 2793

Wer dieser Tage unter der Lügenbrücke durchfährt oder spazierengeht, kann sich an den bunten Transparenten erfreuen, mit denen die Organisatoren von der Hermannstädter Jazz-Stiftung auf die 50. Auflage des Internationalen Hermannstädter Jazzfestivals aufmerksam machen wollen.                                                                                                                                                                                                                   Foto: Beatrice UNGAR

Im Zeichen einer partiellen Sonnenfinsternis, des Neumonds und des Nationaltages der Rumänischen Armee (der jeweils am 25. Oktober gefeiert wird) stand der Auftakt des 50. Internationalen Hermannstädter Jazzfestivals am Dienstag. Während pünktlich um 13 Uhr die Militärblaskapelle der ,,Nicolae Bălcescu“-Militärakademie der Bodentruppen vom Erlenpark her kommend, wo sie schon ein Ständchen geblasen hatten, durch die Heltauergasse marschierte und rumänische patriotische Lieder (,,Treceți batalioane române Carpații“ oder ,,Iancule mare“) schmetterte, scharten sich um die Neppendorfer Blaskapelle, die sich unter dem Ratturm versammelt hatte und Jazzklänge zu Gehör brachte, immer mehr Menschen.Weiterlesen

Dresslers erklärtes ,,Lieblingskind“

100 Jahre Brukenthalchor / Von Prof. Heinz ACKER

Ausgabe Nr. 2793

Franz Xaver Dressler beglückwünscht seinen Ausnahmesänger, den Solosopranisten Anton  (Toni) Schlezak, 1934.

2022 sind es 100 Jahre seit der Gründung des Brukenthalchores, des legendären Hermannstädter Knabenchores, durch Franz Xaver Dressler. 1922 war der junge Hitzkopf Franz Xaver Dressler auf Anraten seines Leipziger Lehrers Karl Straube als Stadtkantor nach Hermannstadt gekommen, gelockt auch durch die neue prächtige Sauer-Orgel, die Straube am 26. Februar 1916 mit einem Konzert eingeweiht hatte, nachdem sie schon an Weihnachten 1915 hier aufgestellt worden war. Es sollte ein Probejahr werden und wurde zur Lebensaufgabe für den unbeugsamen Meister, der hier im Südosten Europas die Musik des Thomaskantors und die Großwerke der abendländischen Musica Sacra heimisch zu machen gedachte. Das ist ihm in 56 Jahren unermüdlichen Einsatzes in höchstem Maße gelungen, dies auch in Zeiten widrigster sozial-politischer Umstände. Aus Leipzig, der Hochburg der Bachmusik kommend, war es seine erste Tat, sich ein Instrument für die Pflege der Bachmusik zu kreieren, einen Knabenchor nach dem Vorbild der Leipziger Thomaner. Bei der Vielseitigkeit dieses Allroundmusikers als Orgelvirtuose, Chorleiter, Komponist und Pädagoge sollte dieser Chor zu seinem erklärten „Lieblingskind“ werden. Über ein Viertel Jahrhundert hat er diesen Chor zu höchsten künstlerischen Höhen geführt, europaweit bewundert als „Siebenbürger Thomaner“. Das kommunistische Regime sollte ihm mit seiner Schulreform 1948 ein jähes Ende bereiten.Weiterlesen

Neuer Dechant

Ausgabe Nr. 2793

In einem feierlichen Festgottesdienst wurde der Mühlbacher Stadtpfarrer Alfred Dahinten am 15. Oktober in sein neues Amt als Dechant des gleichnamigen Kirchenbezirks der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien eingeführt. Zur Festgemeinde gehörten neben zahlreichen Pfarramtskollegen und Gliedern der verschiedenen Gemeinden des Bezirkes auch Bischof Reinhart Guib, welcher den Festgottesdienst leitete und den neuen Dechanten samt der neu gewählten Mitglieder des Bezirkskonsistoriums in feierlicher Zeremonie in ihr Amt einführte. Dahinten folgt als Dechant dem Petersdorfer Pfarrer Dr. Dr. Wolfgang Wünsch nach und hat nun die Verantwortung für etwa 1500 Evangelische in 47 Gemeinden zwischen Semlak und Großpold. Unser Bild: Der Karlsburger Stadtpfarrer Gerhard Wagner (rechts) gratuliert dem neuen Dechanten Alfred Dahinten.                                                           

Foto: Stefan BICHLER

Ein lebendiges Museum

Das alte Handwerk des Buchdrucks wiederbelebt

Ausgabe Nr. 2793

Die Ehepaare Beck (links) und Petrescu (rechts) stellten die Buchdruckpresse vor. Fotos: Ruxandra STĂNESCU

Ein kleines Druckereimuseum in der Altstadt von Hermannstadt wurde vor rund einem Monat eröffnet und bietet Workshops für Kinder und Erwachsene an. Wir wollen ein lebendiges Museum haben, ein Projekt, das dem Handwerk des Buchdrucks gewidmet ist, erklärten die Inhaber der Werkstatt in der Burgergasse/Ocnei, Delia und Tudor Petrescu.Weiterlesen

Äpfel für das Altenheim

Ausgabe Nr. 2793

Das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt hat wie in jedem Jahr die Apfelernte aus dem eigenen Garten an das Dr. Carl Wolff-Altenheim gespendet. Unser Bild: Die Spende überbrachte  am Freitag Konsulin Kerstin Ursula Jahn (links) an die Heimleiterin Ortrun Rhein (Bildmitte). Mit dabei war an diesem Tag auch Südosteuropa-Beauftragte Kaya-Katharina Van der Wyst (rechts) von dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung e. V. Berlin.                                                                 Foto: Ioana DEAC

Von Old Shatterhand bis János Xantus

Besuch bei den Filmemachern Gábor und Áron Xantus (II) / Von Werner FINK

Ausgabe Nr. 2793

Zeichnung von János Xantus

„Dann haben wir Pfeifen ausgetauscht, und noch während des Rauchens bot mir mein neuer Freund seine Töchter an, damit ich eine zu meiner Ehefrau auswähle, – wofür ich mich natürlich bedankte, versprechend, dass ich mir diese wichtige Angelegenheit überlege.“
In der ersten Hälfte der 90er Jahre haben sich Gábor Xantus und sein Sohn Áron, heute Filmregisseur, Kameramann und Leiter des Xantus Filmstudios, auf den Weg gemacht, um die Laufbahn ihres reisenden Vorfahren János Xantus zu erforschen. „Wir sind auf den Spuren von Xantus in Nordamerika entlanggegangen. Wir haben auch die Stämme, also was von ihnen übriggeblieben ist, gefilmt, und wir haben versucht, diesen Lebensweg zu rekonstruieren, wenigstens die verschiedenen Schauplätze in Kalifornien festzuhalten, wobei wir seine Briefe dafür benutzten“, sagte Gábor Xantus. Daraufhin folgte eine andere Expedition in den Fernen Osten, wo János Xantus nach seiner Rückkehr aus Amerika forschte und von wo er auch volkskundliches und biologisch-wissenschaftliches Material nach Ungarn schickte. Ein Großteil davon ging während des Zweiten Weltkrieges leider verloren.Weiterlesen

Unerwartete Ergebnisse

Erasmus+-Projekt zu Insektensterben erfolgreich

Ausgabe Nr. 2793

Prof. em. Dr. Wolfgang Schumacher (links) von der Universität Bonn und eine Schülerin vor dem Rollup zum Thema ,,Insektenfreundliche Heugewinnung“.              Foto: Beatrice UNGAR

Die Projektergebnisse des Erasmus+-Projekts „Ausgebrummt und abgeblüht?- Insektensterben in Mittel- und Osteuropa” haben am 10. Oktober d. J. mehrere Lehrkräfte und Schüler der Alfred-Delp-Schule im rheinland-pfälzischen Hargesheim und des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt im Rahmen einer Feierstunde in der Aula des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt präsentiert.Weiterlesen

Orgel spielen ist faszinierend

Gespräch mit der US-amerikanischen Orgelkünstlerin Renée Anne Louprette

Ausgabe Nr. 2793

Renèe Anne Louprette an der Stolzenburger Orgel von Samuel Mätz.                    Foto: Max SHUZ

Die US-amerikanische Orgelkünstlerin Renée Anne Louprette, Assistenzprofessorin für Musik am Bard College nahe New York, Dirigentin und vor allem Konzertorganistin, nimmt derzeit ein Fullbright-Stipendium für sechs Monate in Anspruch, um die siebenbürgische Orgellandschaft zu studieren. Anfang Oktober gastierte sie in Hermannstadt und bestritt zwei Auftritte in der evangelischen Stadtpfarrkirche. Am Freitag gestaltete sie an der Martinsberger Orgel von Samuel Mätz die Mittagsmusik und am Samstag das abendliche Konzert an der Stolzenburger Orgel von Johannes Hahn. Im Vorfeld ihrer beiden Konzerte in der Hermannstädter Stadtpfarrkirche führte HZ-Praktikant Fabian L u t s c h folgendes Gespräch mit Renée Anne Louprette.Weiterlesen