Vom Zauber leiser Suchtöne

Gedanken zum Gedichtband  von Dietfried Zink /Von Gerhard KONNERTH

Ausgabe Nr. 2822

Dietfried Zink (rechts) und seine Gattin, die Autorin Dagmar Dusil Zink, stellten den neuen Gedichtband gemeinsam bei den 33. Deutschen Literaturtagen in Reschitza am 7. Mai d. J. vor.                   Foto: Beatrice UNGAR

Als „poetische Bilanz der vorletzten Stunde“ wird dem interessierten Leser der Gedichtband ,,Der leise Suchton des kreisenden Vogels“ des dichtenden, 1943 in Hermannstadt geborenen und heute in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Deutschlehrers Dietfried Zink vorgestellt, der in dieser Zeit schlimmster Krisen im verdienstvollen Pop Verlag Ludwigsburg, in der Reihe Lyrik seine durch „Schreiben konstituierte Identität“ (als Band 182, 1. Auflage 2023) herausgegeben hat.Weiterlesen

Guter Saisonstart

Ausgabe Nr. 2822

Der Hermannstädter Rallyefahrer Sebastian Barbu hat die Saison 2023 mit einem Sieg bei der Harghita-Rallye begonnen. Es folgte ein Rücktritt von der Argeș-Rallye und am vergangenen Wochenende platzierte er sich auf Platz 2 bei der Maramureș-Rallye. Die Teilnahme an der Maramureș-Rallye, der dritten Etappe der „Betano Rallye-Landesmeisterschaft“, wurde in letzter Minute bestätigt, so dass Sebastian Barbu zusammen mit Kopilot Teo Gabi Găină antrat.

Der erste Tag war einer, an dem Sebastian Barbu eine vorsichtige Herangehensweise wählte und mit der besten Zeit auf der sechsten Runde endete. Mit zwei weiteren Top-Vier-Platzierungen auf den beiden Wertungsprüfungen am Sonntag beendeten Sebastian Barbu und Teo Gabi Găină die Maramureș-Rallye auf Platz 2. Die vierte Etappe der Landesmeisterschaft, die „Sibiu Rallye“, findet am 14. und 15. Juli in und um Hermannstadt statt.                                                Foto: Privat

Kultur mit Wechselwirkungen

Interdisziplinäre Untersuchung zur modernen Kultur der Deutschen im Banat

Ausgabe Nr. 2822

Roxana Nubert/Ileana Pintilie/Franz Metz: Beiträge zur modernen Kultur der Deutschen im Banat. Eine interdisziplinäre Untersuchung. Praesens Verlag  Wien 2021, 629 S., zahlr. Abb., ISBN 978-3-7069-0803-0, 46,70 Euro.

Das Banat ist eine der multikulturellen und multiethnischen Regionen Rumäniens par excellence, wie auch Siebenbürgen oder die Dobrudscha. Der vorliegende Band will „Beiträge zur modernen Kultur der Deutschen im Banat“ liefern. Dies wird so nicht unbedingt eingehalten. Wer hier eine systematisch aufbereitete „moderne Kulturgeschichte der Deutschen im Banat“ erwartet, wie im Klappentext angekündigt, der wird enttäuscht. Gleichzeitig handelt es sich aber um ein hervorragendes Buch, das kulturelle Interfluenzen zwischen dem „Westen“ (vor allem Österreich) und dem Banat sowie vor allem literarisch-belletristisch aus dem Banat heraus in die deutsche Kulturlandschaft hinein auf eine sehr hintergründige Weise präsentiert, analysiert und interpretiert.Weiterlesen

Die Ökumene funktioniert

Ausgabe Nr. 2822

Nunmehr zum dritten Mal wurde die Ökumenische Gebetswoche nach dem orthodoxen Pfingstfest gefeiert. Bis zum Jahr 2020 fand sie jeweils Ende Januar statt, aber wegen den pandemiebedingten Einschränkungen wurde sie ab 2021 sicherheitshalber auf den Sommer verlegt; zur Not hätten die Gottesdienste auch unter freiem Himmel stattfinden können, was aber nie der Fall war. Das diesjährige Thema – ausgewählt von den christlichen Kirchen aus Minnesota/USA – war dem Buch des Propheten Jesaja entnommen: „Tut Gutes! Sucht das Recht!“ (Jesaja 1,17).

Beim Abschlussgebet (v. l. n. r.): Mircea Fusaru (orthodox), Ágoston Ferenc (römisch-katholisch), Adrian Dobre (orthodox, Pfr. i. R. – die Seele der Ök. Gebetswoche in Schäßburg), Hans Bruno Fröhlich (evangelisch), Imelda Andrei (reformiert), Ciprian Dărăban (griechisch-katholisch), Claudiu Tofan (orthodox), László-Csaba Jenei (unitarisch).                           
Foto: Privat

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Podium der Sponsorenteams

Ausgabe Nr. 2822

Nachdem am vergangenen Sonntag auf der Landstraße nach Poplaca das Rennen der Sponsoren (die Ergebnisse sind unter cronometraj.ro zu finden) der Hermannstädter Radtour stattgefunden hat, sind die Vorbereitungen für die 13. Auflage der Hermannstädter Radtour, die vom 6. bis 9. Juli geplant ist, in vollem Gange. Angemeldet sind 24 Profi-Teams aus Deutschland, Belgien, Norwegen, Italien, der Schweiz, Tschechien, USA, den Niederlanden, Polen, Neuseeland, Mexiko, Bulgarien und Rumänien. Auch  in diesem Jahr wird eine Etappe auf der Transfogarascher Hochstraße gefahren, und zugleich der Transfăgărășan Challenge-Wettkampf für Amateurradsportler organisiert. Für Amateurradler gibt es am 8. Juli den Păltiniș Challenge-Wettkampf und für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren am 9. Juli den Green Day Kids-Wettkampf. Die Veranstalter geben bekannt, dass für die Austragung der 2. Etappe die Transfogarascher Hochstraße am Freitag, dem 7. Juli, streckenweise wie folgt für den Kfz-Verkehr gesperrt ist: von 10 bis 17.30 Uhr der Tunnel am Buleasee, von 10.15 bis 12.15 Uhr die Strecke zwischen Cârțișoara und Buleawasserfall und von 11.15 bis 14.30 Uhr die Strecke zwischen Buleawasserfall und Buleasee. Einschränkungen wird es zwischen 14.40 und 16 Uhr auch auf der Strecke zwischen der Abzweigung der Nationalstraße DN 7 von der Nationalstraße DN 1 und dem Buleasee geben. Unser Bild (v. l. n. r.): Das Podium der Herrenteams beim Sponsorenrennen 🏆Compa M,  Conti ARRund Conti 2VarutziSi1Sebutz.

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2822

Straßenkunst-Festival

Hermannstadt. – Die 9. Auflage des Festivals für Straßenkunst (SISAF) findet vom 10. bis 16. Juli statt,  zum Thema „Xpressions”. Das genaue Programm soll demnächst veröffentlicht werden, auf www.streetartfestival.ro/ (RS)

 

Sibiu Fashion Days

Hermannstadt. – Die Modetage Sibiu Fashion Days 2023 finden am 14. und 15. Juli auf dem Habermann-Markt statt. Geplant sind Modeshows von rumänischen Modedesignern, Livemusik mit Ameras & Band und Livemix mit DJ Gadjo. Nähere Informationen auf Facebook („Sibiu Fashion Days 2023”). (RS) Weiterlesen

Theaterfestival beginnt heute

Ausgabe Nr. 2821

,,Eine Kathedrale voller Orgeln“: Unter diesem Motto steht das Orgelkonzert, mit dem in der evangelischen Stadtpfarrkirche heute um 16 Uhr das 30. Hermannstädter Internationale Theaterfestival (FITS) feierlich eröffnet wird. 35 Minuten lang erklingen vier Orgeln im Hauptschiff der Kirche, gespielt von Jean-Christophe Geiser (Lausanne/Schweiz), Paul Cristian (Kronstadt/Rumänien), Brita Falch Leutert (Norwegen/Schweiz) und Jürg Leutert (Schweiz). Die Regie der Eröffnungsveranstaltung haben die Hermannstädter Stadtkantorin Brita Falch Leutert der Musikwart der EKR Jürg Leutert und der Schweizer Organist Jean-Christophe Geiser inne. Im Rahmen des 30. FITS sind bis zum 2. Juli rund 800 Theater-, BallettStraßentheatervorstellungen, Ausstellungen, Vorträge u. v. a. m. geplant. Das genaue Programm finden Sie unter sibfest.ro. Unser Bild: Szenenfoto aus dem Stück ,,Die Möwe“ von Anton Tschechow, das in der Regie von Masahiro Yasuda vom Theater Yamanote Jijosha (Japan) am 1. Juli im Gong-Theater aufgeführt wird.                                    Foto: Toshiyuki HIRAMATSU

Oberstes Gebot: Abwechslung

Abendmusik in der evangelischen Stadtpfarrkirche

Ausgabe Nr. 2821

Am letzten Samstag brachte das Collegium Musicum Brukenthal Werke von Antonio Vivaldi, Johann Ludwig Krebs, Georg Philipp Telemann und Marcel Dupré zu Gehör. Unser Bild (v. r. n. l.): Melinda Samson, Gabriel Silișteanu, Brita Falch Leutert und Iuliana Cotîrlea (im Bild fehlt Jürg Leutert, der an der Martinsberger Orgel u. a. die Fanfare zum Lied ,,Geh aus mein Herz“ ertönen ließ).                                              Fotos: die Verfasserin

Samstagabend um 19 Uhr ist Abendmusik angesagt in der evangelischen Stadtpfarrkirche. Das geht nun schon seit mehreren Jahren so. Die Musizierenden treten manchmal schon am Freitag zum Mittagsgebet mit Musik auf, manchmal sind es jeweils andere. Wie dem auch sei, diese von Britta Falch-Leutert und Jürg Leutert initiierten und oft auch bestrittenen wohltuenden Angebote  sind schon seit geraumer Zeit feste Bestandteile im Ablauf einer Woche in Hermannstadt. Nicht nur für die Hermannstädter, sondern auch für Gäste und Touristen. Weiterlesen

„Eine sehr aufregende Zeit”

Diakoniewerk Rumänien hat die ersten betreuten Wohnungen des Kreises eröffnet

Ausgabe Nr. 2821

Daniela (im Rollstuhl) erzählt, dass sie im Basketball-Team „Zburătorii” spielt. Ganz links im Bild ist Dr. Daniela Palk.                      Foto: die Verfasserin

Der Hermannstädter Verein Diakoniewerk hat die erste maximal betreute Wohnung für Menschen mit Behinderung im Kreis Hermannstadt eröffnet. In den zwei Wohnungen in Hermannstadts Altstadt sind acht Personen untergebracht, die sich bei der feierlichen Eröffnung am 14. Juni vorgestellt haben. Weiterlesen

Filmmuseum eröffnet

Ausgabe Nr. 2821

Am Samstag, dem 10. Juni, wurde das Siebenbürgische Filmmuseum, das von der Stiftung Xantus initiiert wurde, in Klausenburg im Keller des TIFF-Hauses eröffnet. Der Zeitpunkt war gut gewählt, weil zwischen dem 9. und 18. Juni auch das TIFF-Filmfestival in Klausenburg stattgefunden hat. Lesen Sie mehr zur Eröffnung des Museums in unserer nächsten Ausgabe.                                             Foto: Werner FINK

Ich fall auf die Welt

Laudatio auf Christian T. Klein zur Verleihung des Rolf-Bossert-Gedächtnispreises 2023

Ausgabe Nr. 2821

Christian T. Klein (rechts) und Dr. Enikő Dácz, stellvertretende Direktorin des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig Maximilians Universität München, bei der Aufnahme eines Podcasts in der Deutschen ,,Alexander Tietz“-Bibliothek in Reschitza.
Foto: Beatrice UNGAR

Es gibt Zufälle, die wie Fügungen anmuten. Am 14. März 2023 las ich zwei Nachrichten kurz hintereinander: Der rumäniendeutsche Schriftsteller Richard Wagner war gestorben. Und Christian T. Klein aus Siebenbürgen wurde als vierter Preisträger zur Erinnerung an den rumäniendeutschen Dichter Rolf Bossert bekanntgegeben. Dies geschah unabhängig voneinander, natürlich tat es das. Und doch existiert eine Klammer, die die Ereignisse verbindet. Weiterlesen

UNITER-Preise

Ausgabe Nr. 2821

Bei der Gala des Rumänischen Theaterverbands (UNITER) am 12. Juni d. J. im Saal des Temeswarer Nationaltheaters wurde die Schauspielerin Ida Jarcsek-Gaza vom Deutschen Staatstheater Temeswar mit dem Preis für ihr gesamtes Schaffen ausgezeichnet. Unser Bild: Der einzige UNITER-Preis für Hermannstadt ging an die Schauspielerin Cendana Trifan (rechts) für die beste weibliche Nebenrolle in dem Zweipersonenstück ,,Mama“ von Marta Barceló (Regie Mariana Cămărășan), in dem Diana Văcaru-Lazăr (links) die Hauptrolle spielt.                                                              Foto: Gligor NICOLAE