Epilog statt Prolog

Ausgabe Nr. 2823

An der 13. Auflage der Hermannstädter Radtour, die gestern begonnen hat bis einschließlich den 9. Juli stattfindet nehmen 24 Profi-Teams aus Deutschland, Belgien, Norwegen, Italien, der Schweiz, Tschechien, USA, den Niederlanden, Polen, Neuseeland, Mexiko, Bulgarien und Rumänien teil. Auch  in diesem Jahr wird eine Etappe auf der Transfogarascher Hochstraße gefahren, und zugleich der Transfăgărășan Challenge-Wettkampf für Amateurradsportler organisiert. Das ist heute, Freitag, den 7. Juli. Für Amateurradler gibt es außerdem morgen, Samstag, den 8. Juli, den Păltiniș Challenge-Wettkampf und für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren am 9. Juli den Green Day Kids-Wettkampf. Dank Livestream Romania werden alle Etappen kostenlos online zu verfolgen sein: 7. Juli, Etappe 2: 11-17.15 Uhr, 8. Juli, Etappe 3: 14.30-19.45 Uhr bzw. 9. Juli, Etappe 4a: 9-12.45 Uhr/Etappe 4b: 17.30-20.50 Uhr auf livestream.com, Facebook und der Homepage ciclism.sibiu.ro Zusätzlich gibt es Live-Übertragungen auf Digi Sport. Die Etappe 4b wird am Sonntag, dem 9. Juli, zwischen 17 und 20 Uhr in Hermannstadts Altstadt ausgetragen. Genaue Angaben über die für die Hermannstädter Radtour an den letzten drei Tagen für den Kfz-Verkehr  gesperrten Straßen finden Sie unter https://ciclism.sibiu.ro/ro/restrictii.html. Unser Bild: Bei den ersten 12. Auflagen wurde das Rennen durch die Altstadt als Prolog organisiert, hier ein Radsportler vor der Kulisse der evangelischen Stadtpfarrkirche auf dem Hundsrücken.                                                         Foto: ciclism.sibiu.ro

Biodiversität und Klima sind untrennbar

Deutsche Botschaft Bukarest unterstützt Projekt für Umweltbewusstsein

Ausgabe Nr. 2823

Schülerinnen und Schüler des Teatrul vienez de copii bei einer Probe für die Aufführung von William Shakespeares ,,Ein Sommernachtstraum“.
Foto: Teatrul Vienez de Copii

Die Deutsche Botschaft Bukarest unterstützt das von der Nichtregierungsorganisation Teatrul Vienez de Copii vorgeschlagene Projekt ,,Eco Awareness – Weißbuch zu Biodiversität und Klimawandel“ mit insgesamt 30.000 Euro. Ziel ist es, mithilfe von Lehrmaterialien und eines Weißbuches zum Schutz von Biodiversität, Umwelt und Klima das Bewusstsein zur Untrennbarkeit von Klima und Biodiversität zu erweitern. Das Weißbuch sammelt Empfehlungen von Organisationen und Experten, die in diesem Bereich tätig sind und soll im Rahmen eines Nachhaltigkeitscamps im Natura-2000-Gebiet Gutâi – Creasta Cocoșului, einem EU-weiten Netz von Schutzgebieten, entworfen werden.Weiterlesen

Sibiu Sands zum 10. Mal

Ausgabe Nr. 2823

Die 10. Ausgabe des Beachvolleyball-Turniers „Sibiu Sands“ findet vom 7.-16. Juli auf dem Kleinen Ring statt. Bisher haben sich 100 Teams angemeldet. Das Turnier wird in drei Wettbewerben ausgetragen: Hobby (7.-9. Juli), Kadetten (11.-13. Juli) und International Open (13.-16. Juli). Das Turnier beginnt mit der Hobby-Kategorie, in der Amateurspieler zum ersten Mal ein eigenes Wochenende bei „Sibiu Sands“ haben werden. Neu ist auch das Finalturnier der nationalen Kadettenmeisterschaft, das zum ersten Mal auf einer Anlage in einer historischen Altstadt ausgetragen wird. Die größte Neuigkeit ist allerdings, dass  „Sibiu Sands“ heuer zum ersten Mal einen internationalen Teil haben wird, an dem auch Profi-Volleyballer aus anderen Ländern teilnehmen werden. Das erste Spiel für Amateure wird heute, um 8.30 Uhr ausgetragen, der Beginn des Wettkampfes für Kadetten ist für Dienstag, dem 11. Juli, um 9 Uhr geplant. Auf dem Kleinen Ring wird eine Zuschauertribüne mit 200 Plätzen aufgestellt werden, der Eintritt zu allen Spielen ist frei. Organisiert wird „Sibiu Sands“ vom Verein „Eco Sport Team“ in Zusammenarbeit mit der Agentur „Grey Projects“.                    

Foto: Sibiu Sands

 

,,Die Predigt muss mich irgendwie auch überraschen“

Dies Academicus zu ,,Rede von Gott heute. Predigt in einer säkularen Welt“

Ausgabe Nr. 2823

EKD-Ratsvorsitzende zu Gast: Am vergangenen Wochenende fand schon zum dritten Mal der vom Zentrum für Evangelische Theologie Ost (ZETO) veranstaltete Dies Academicus statt. In diesem Jahr lautete das Thema ,,Reden von Gott heute – Predigt in einer säkularen Welt“. Unser Bild: Zum Abschluss der Veranstaltungen des Dies Academicus lud Bischof Reinhart Guib (2. v. r.) zu einem Empfang im Innenhof des Teutsch-Hauses ein zu Ehren der Delegation der Evangelischen Kirche von Westfalen, die Annette Kurschus (1. v. l.), Vorsitzende des Rates der EKD und Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, auf dem Besuch bei der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien begleitete. 
Foto: Beatrice UNGAR

Am Freitag, den 30. Juni und am Samstag, den 1. Juli 2023 fand im Theologischen Institut in Hermannstadt zum Abschluss des Studienjahres ein Dies Academicus, ein wissenschaftlicher Tag, statt. Die Vorträge, Andachten und Diskussionen beschäftigten sich mit der Predigt und waren somit auch für Pfarrerinnen und Pfarrer eine gute Gelegenheit, ihre je eigene Predigtpraxis zu reflektieren. Zu Beginn sprach Dr. Ulrich A. Wien (Landau) über die reformatorische Predigt und bezog Beispiele aus den aus dem 16. Jahrhundert erhaltenen Predigten des Kleinpolder Pfarrers Damasus Dürr (ca.1535–1585) mit ein, die demnächst veröffentlicht werden sollen.  Weiterlesen

,,…die Menschen waren gut“

Zum neuesten Buch von Balthasar Waitz

Ausgabe Nr. 2823

Balthasar Waitz (Bildmitte) mit Horst Samson (links) und Erwin Josef Țigla (rechts) bei den Deutschen Literaturtagen in Reschitza.            Foto: B. UNGAR

Unter dem Motto ,,Es waren schlechte Zeiten, doch die Menschen waren gut. Ich möchte nichts davon vergessen. Weder die Zeiten, noch die Menschen.“ steht das neueste Buch des Banater Autors Balthasar Waitz, ,,Als wir im Dunkeln saßen“, das er bei den 33. Deutschen Literaturtagen in Reschitza vorgestellt hat.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2823

800 Jahre Michelsberger Burg

Michelsberg/Cisnădioara. – Die Sommerkonzertreihe „Michelsberger Spaziergänge” beginnt am 9. Juli, 17 Uhr, mit einem Konzert der Schola Gregoriana Siculeni auf der Michelsberger Burg. Zu Gehör kommt Musik aus dem 13. Jahrhundert. Bis Ende August findet jeden Sonntag, ab 17 Uhr, in der evangelischen Dorfkirche oder auf der Michelsberger Burg ein Konzert statt.

Die Konzertreihe ist dieses Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung der Michelsberger Burg vor 800 Jahren gewidmet, im Anschluss an die Konzerte sind auch Vorträge zu der Geschichte geplant. Jeder Sonntag ist einem der acht Jahrhunderte gewidmet. Den ersten Vortrag hält am Sonntag, den 9. Juli, in rumänischer Sprache der Historiker Dr. Konrad Gündisch. Nähere Informationen unter www.michelsberger-spa ziergaenge.evang.ro.

Die Burg ist in einer Urkunde von 1223 belegt, in der König Andreas II. die Schenkung von Michelsberg durch den Geistlichen Gocelinus an die Zisterzienserabtei in Kerz bestätigt. Der Bau der romanischen Basilika ist um 1200 anzusetzen, denn bei Grabungen wurde im Baugrund eine Münze von 1174 gefunden. Der Bau der Ringmauer wurde vor dem Mongolensturm 1241 in Angriff genommen. (RS)Weiterlesen

Tradition in neuem Glanz

22. Kronenfest nach der Wende in Kerz gefeiert

Ausgabe Nr. 2822

„Hochgejubelt“: Am Sonntag, dem 25. Juni, hat in Kerz das 22. Kronenfest nach der Wende stattgefunden. Lesen Sie dazu mehr auf Seite II. Unser Bild: Die Männer werfen den diesjährigen Kronenbezwinger Constantin Constantinescu hoch.                                Foto: Samuel HÖRMANN

Bereits zum 22. Mal nach der Wende kamen am vergangenen Sonntag, anlässlich des Johannistages am Vortag (24. Juni), hunderte Siebenbürger Sachsen nach Kerz, um dort das traditionelle Kronenfest als großes Gemeindefest zu feiern. Weiterlesen

Hermannstadt – eine einzige große Bühne

30. Auflage des Internationalen Theaterfestivals (FITS) ist in vollem Gange

Ausgabe Nr. 2822

Eröffnungsshow mit Laser und Drohnen. Foto: Samuel HÖRMANN

Freitag, 23. Juni, 21 Uhr. Es ist wieder soweit. Ganz Hermannstadt ist im Ausnahmezustand. Wenn Massen von Menschen zum Großen Ring drängen, kann das nur eines bedeuten: Das Internationale Theaterfestival hat begonnen. Akrobaten schweben in 60 Metern Höhe, rote Konfettis färben die Lüfte, die Zuschauer sind begeistert und halten den Moment mit ihren Handykameras fest. Akrobaten auf Stelzen, Schauspieler im flauschigen Monsterkostüm oder als farbenfrohe Harlekins verkleidet, überfluten die Gassen der Altstadt. Vom 23. Juni bis zum 2. Juli verwandelt sich die Stadt am Zibin in eine einzige große Bühne und die Bewohner sind die Zuschauer.Weiterlesen

Trash: Vom Abfall zur Ressource

Projekt zum Thema Müll an dem Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium

Ausgabe Nr. 2822

Gruppenbild mit Schülerinnen und Schülern, Projektleitern und Schulleiterin Monika Hay (rechts) bei der Präsentation am 12. Juni in der Aula der Brukenthalschule.                                                                Foto: Beatrice UNGAR

Haben Sie sich jemals gefragt, was mit dem Müll passiert, nachdem er in der Mülltonne landet? Unser Projekt nennt sich ,,Trash: Vom Abfall zur Ressource“ und unser Ziel als Projektgruppe war es, die eingangs gestellte Frage zu beantworten.  Projektleiter waren Andrei Rusu und Dana Mitea von dem Verein ,,Urban Bike Revolution“ (UBR) und mitgemacht haben 16 Schüler aus der 11. Klasse des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums. Das Projekt Trash: vom Abfall zur Ressource wurde vom Verein YOU DID aus Hermannstadt und dem Rathaus, finanziell unterstützt.Weiterlesen

Geigenvirtuosin wurde 60

Ausgabe Nr. 2822

Die in Wehr im Schwarzwald geborene Geigenvirtuosin Anne-Sophie Mutter wurde mit 13 Jahren von Herbert von Karajan entdeckt und hat Weltkarriere gemacht. Gestern hat sie ihren 60. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass wurde auf ARD ein Porträtfilm ausgestrahlt, in dem sie u. a. sagt: ,,Musiker sind dann am Privatesten, wenn sie auf der Bühne sind“. Seit 25 Jahren unterstützt Prof. Anne-Sophie Mutter Kinderheime in Rumänien. Zunächst in Viktoriastadt und seit 2007 in Orlat. Unser Bild: In Orlat war die Jubilarin zuletzt am 9. September 2017, am Tag nach ihrem Konzert mit dem Pittsburgh Orchestra beim Enescu-Festival in Bukarest. Spontan griff sie zu ihrer Geige und spielte mit der heimeigenen „CPO-Band“ ,,Oh when the Saints“, zur Begeisterung der Kinder und des Bandleaders Radu Popescu.          Foto: Beatrice UNGAR

Integrativ und inklusiv

Erstmals Weltflüchtlingstag in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2822

Bei den gut besuchten Ständen auf dem Huetplatz stand der Informationsaustausch im Fokus.

Der Weltflüchtlingstag (World Refugee Day) hat am 20. Juni erstmals auch in Hermannstadt stattgefunden. Auf dem Huetplatz hatte der  Verein ,,Sus Inima“ dazu eingeladen. Ganz nach dem Motto: ,,Putting Pieces Together” (Teile zusammenfügen) wurde der Fokus darauf gelegt, ein Gemeinschaftsgefühl zwischen den verschiedenen Kulturen herzustellen und alle Akteure der Gesellschaft zusammenzubringen. Auch wurden Plakate mit Erfolgsgeschichten geflüchteter Menschen als Inspiration und wegweisende  Motivation präsentiert. Weiterlesen

,,Ein Traum ist in Erfüllung gegangen”

Siebenbürgisches Filmmuseum in Klausenburg eröffnet

Ausgabe Nr. 2822

Bei der feierlichen Eröffnung (v. l..n. r.): Dorel Găină, Fotograf und Hochschullehrer an der Universität für Kunst und Design, Ferenc Koós, Toningenieur und Mäzen des Museums, Schauspieler Dorel Vișan, Ioan-Pavel Azap, Journalist und Filmkritiker, Gábor Xantus, Filmemacher, Hochschullehrer und Mitgründer des Museums und Regisseur Tudor Giurgiu, Direktor des Transilvania Film Festival (TIFF).                                        
Fotos: Werner FINK

Am Samstag, dem 10. Juni, wurde das Siebenbürgische Filmmuseum, das von der Stiftung Xantus Foundation initiiert wurde, in Klausenburg im Keller des TIFF-Hauses, Str. Universității 6, eröffnet und ist nun das erste Filmmuseum Rumäniens. Der Zeitpunkt war gut gewählt, weil zwischen dem 9. und 18. Juni auch das TIFF-Filmfestival in Klausenburg stattgefunden hat. Zu den ersten Gästen des Museums zählten u.a. auch der Regisseur Oliver Stone oder der Schauspieler Geoffrey Rush, Oscar-Preisträger, die zugleich auch Gäste des TIFF-Filmfestivals waren. Zu den Ausstellungsgegenständen gehören u. a. 17 Kameras oder Projektionsgeräte, wobei die älteste ein Ernemann-Projektionsgerät aus 1906 und die „modernste“ eine Sony Betacam SP Videokamera ist. Weiterhin ist auch eine Fotoausstellung von Áron Xantus zu sehen, Porträts von Interviewpartnern im Rahmen der Dreharbeiten eines Dokumentarfilmes zum Thema Migration durch Klimawandel.Weiterlesen