Zwischen gutem und schlechtem Handwerk

Ausgabe Nr. 2405
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Klaus Johannis tritt in der Stichwahl am 16. November gegen Victor Ponta an

 

Die Insel ist größer geworden. Als 2004 das DFDR im Kreis Hermannstadt bei den Kommunalwahlen als deutlicher Sieger hervorgegangen war, erschien der Kreis Hermannstadt auf der rumänischen Landkarte als eine Insel. Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am Sonntag, wo Victor Ponta 40,33 Prozent und Klaus Johannis 30,44 Prozent der Stimmen erhielten, gilt das für fast ganz Siebenbürgen.Weiterlesen

Neuer österreichischer Botschafter

Ausgabe Nr. 2405
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Gerhard Reiweger heißt der neue Botschafter der Republik Österreich in Bukarest. Am Montag luden er und Honorarkonsul Andreas Huber zu einem Empfang anlässlich des Österreichischen Nationalfeiertags ins Hilton in Hermannstadt ein. In unserer nächsten Ausgabe bringen wir ein Interview mit dem neuen diplomatischen Vertreter  Österreichs, der am 21. Oktober d. J. seinen Antrittsbesuch beim rumänischen Staatspräsidenten gemacht hatte. Unser Bild: SE Botschafter Gerhard Reiweger, Honorarkonsul Andreas Huber und seine Gattin Cristina Huber, der Gesandte Jürgen Heissel, der Wirtschaftsattaché Rudolf Lukavsky und die Sozialattachée Bärbel Schöffnagel (v. l. n. r.) in der Hotellobby.                                 

Foto: Fred NUSS

 

„Vielleicht wird das eine Revolution“

Ausgabe Nr. 2401
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Interview mit Klaus Johannis für die Mediengruppe Madsack

 

Kurz vor Beginn der offiziellen Wahlkampagne für das höchste Präsidentenamt in Rumänien besuchte der Berliner Journalist Jan Sternberg Hermannstadt und sprach auch mit Bürgermeister und Präsidentschaftskandidat Klaus Johannis. Unser Kollege hat der HZ das unten stehende Interview dankenswerter Weise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

 

Ihre Stadt ist so schön. Warum wollen Sie ausgerechnet nach Bukarest?

Ich möchte nach Bukarest, um die Politik in Rumänien zu ändern. Die ganze Art und Weise, wie sie gemacht wird. Es gibt zu viel Lärm, zu wenig Analyse. Zu viel Show, zu wenig Resultate. Das möchte ich ändern, und das kann ich ändern.Weiterlesen

„Wir gehören an seine Seite“

Ausgabe Nr. 2400
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Wort des Hermannstädter Forumsvorsitzenden zur Präsidentenwahl

 

Vergangene Woche habe ich eine Stellungnahme zur Wahl von Klaus Johannis in einer zurückhaltenden Form geschrieben. Die Hermannstädter Zeitung hat das als Leserbrief verstanden. Hier ein klarer Aufruf:

Am 27. September hat Klaus Johannis in Bukarest seine Kandidatur zur Wahl des Präsidenten Rumäniens angemeldet. Vor rund 50.000 Menschen, die seine Kandidatur unterstützen.  Wir vom Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien waren nicht dabei. Es war eine Sache der Christlich-liberalen Wahlallianz. Aber Klaus Johannis ist Forumsmitglied geblieben, einer der Unseren, auch wenn er politisch von einer großen Partei getragen wird. Diese Wahl ist auch unsere Sache.

Es hat eine solche Kandidatur in unserer 800-jährigen Geschichte noch nicht gegeben. Das höchste Amt, das einer der Unseren erreichte, bekleidete Baron Samuel von Brukenthal als Gouverneur von Siebenbürgen. Darum ist mancher oder manche aus unseren Reihen ratlos. Es wird gedacht: Kann das gut gehen? Die Frage ist begründet.Weiterlesen

„Im Wahlkampf schlagen die Wellen hoch”

Ausgabe Nr. 2399
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Hochrangige deutsche Politiker auf Besuch in Hermannstadt

Eine Tagung zum Thema „Europa und die deutschen Minderheiten“ organisierte die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) am vergangenen Freitag im Hermannstädter Forumshaus. Am Ende der Konferenz sprachen die deutschen Politiker mit Vertretern der Hermannstädter Presse – die wenigen, die auch tatsächlich kamen – über die Ergebnisse der Tagung, aber auch über die Kandidatur von Klaus Johannis für das Staatspräsidentenamt.Weiterlesen

Lobby in Berlin

Ausgabe Nr. 2398
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Pressemitteilung von der DFDR-Vorstandssitzung

 

Der Vorstand des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) trat am vergangenen Freitag zu einer ordentlichen Sitzung zusammen. Die Sitzung wurde vom DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr geleitet, an ihr nahmen Repräsentanten aller fünf Regionalforen teil sowie der Ehrenvorsitzende Dr. Paul Philippi, der Abgeordnete Ovidiu Ganţ und Christiane Cosmatu, Unterstaatssekretärin im Departement für interethnische Beziehungen. Auf der Tagesordnung standen insgesamt acht Punkte, die in der fast vierstündigen Besprechung behandelt wurden.

 

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„Warum kommen sie zu uns?“

Ausgabe Nr. 2397
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Delegation aus Salzburg will rumänische Rahmenbedingungen kennen lernen

 

Politiker und Politikerinnen, aber auch NGO-Vertreter aus Salzburg waren in Hermannstadt auf Besuch. Die Bürgermeister-Stellvertreterin Mag. Anja Hagenauer und Michael König von der Geschäftsstelle  Diakonie Salzburg haben über ihre Reise berichtet.

 

„Wir sind eine Delegation aus Salzburg, die sich einfach die Rahmenbedingungen, vor allem das Sozialsystem hier im Land anschauen”, erklärte Anja Hagenauer für die Hermannstädter Zeitung. „Grund dafür ist, dass wir in den letzten Jahren sehr viele Notreisende – also Bettler und Bettlerinnen – haben, die zum großen Teil aus Rumänien kommen, und da wollten wir erfahren, warum sie kommen.”

Die Delegation hat mehrere Ortschaften um Hermannstadt besucht: „Wir haben sehr viele Eindrücke gewonnen, wir haben auch gesehen, dass viele Kommunen bemüht sind, die Situation zu verbessern, aber auch gesehen, dass es noch immer Defizite gibt, und dass es vor allem Menschen betrifft, die benachteiligt sind”, so die Politikerin. „Für uns ist es wichtig zu wissen, wo wir einsetzen können, uns überlegen, ob Zusammenarbeiten mit Kommunen oder Städten möglich sind. "

Organisiert wurde die Reise von der Diakonie Salzburg, die u. a. in Hermannstat eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung führt. Michael König: „Wir haben in Österreich sehr intensive politische Diskussionen und da werden oft sehr verkürzende Meinungen über Rumänien transportiert und meine Überzeugung ist, es ist zu wenig über Medien zu erfahren, wie es Menschen hier geht, man muss Menschen begegnen, man muss sich von den Situationen berühren lassen, man muss spüren, wie hier in Rumänien versucht wird, die Situation zu verbessern, und ich bin der tiefen Überzeugung, wir brauchen viele solche Formen des Austausches.  Zum Beispiel haben in den letzten Jahren 6.000 Ärzte Rumänien verlassen, und auch viele Pflegekräfte verlassen Rumänien. Also wir profitieren davon, dass Menschen weggehen, und in Rumänien  bleibt das Problem, dass im sozialen und im Gesundheitssystem Menschen fehlen.”

Welche Maßnahmen in Salzburg ergriffen werden, soll natürlich noch besprochen werden, doch klar ist es, dass die Behörden zusammen mit den NGOs arbeiten werden, was in Salzburg seit Jahrzehnten üblich ist, denn das ist die „Grundlage für ein gutes Miteinander und vor allem für eine Weiterentwicklung, damit die Standards besser werden für alle”,  so Anja Hagenauer.

Ruxandra STĂNESCU

Vor dem Treffen mit Vertretern der Lokalbehörden war Zeit für ein Gruppenfoto auf dem Großen Ring.                                          Foto: die Verfasserin

Schlagabtausch in vollem Gang

Ausgabe Nr. 2395
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Unterschriftensammlung für Präsidentschaftskandidaten hat begonnen

 

Während landauf landab die Helfer der verschiedenen politischen Parteien und Wahlbündnissen Unterschriften sammeln für die Präsidentschaftskandidaten, findet fast täglich ein Schlagabtausch zwischen den beiden Favoriten, dem amtierenden Premierminister Victor Ponta und Hermannstadts Bürgermeister und PNL-Chef Klaus Johannis statt.

 

Obwohl Ponta z. B. ursprünglich behauptete, er werde die Etnie und die Konfession seines wichtigsten Kontrahenten nicht ins Spiel bringen, geht es nach wie vor darum, bei der mehrheitlich ortodoxen Bevölkerung Ängste zu schüren, da Johannis einer anderen Konfession angehöre. Die Wahrheit wird also oft verdreht und inzwischen versucht die Regierungskoali-
tion, auch die Spielregeln für die Präsidentschaftswahlen zu „korrigieren". So soll z. B. das Wahlgesetz dahingehend verändert werden, dass jeder Wahlberechtigte wie bei den Europawahlen in jedwelchem Wahllokal in Rumänien seine Stimme abgeben dürfen soll. Geplant ist auch eine Novellierung des Gesetzes über den Status der gewählten Bürgermeister und Kommunalräte, demzufolge diese ihr Mandat nicht abgeben müssen, wenn sie die Partei wechseln.                B. U.

 

 

Nach langwierigen Modernisierungsarbeiten wurde am Freitag die Elisabethgasse für den Kfz-Verkehr freigegeben. Bürgermeister Klaus Johannis (Bildmitte) sprach die Hoffnung aus, dass die Anwohner nun  auch dazu schreiten würden, ihre Häuser auf Hochglanz zu bringen, wie das schon in anderen modernisierten Straßen in Hermannstadts Altstadt der Fall gewesen sei.                                                                      Foto: Fred NUSS

 

Johannis bekommt Verdienstkreuz der BRD

Ausgabe Nr. 2389
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Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck, hat dem Bürgermeister von Hermannstadt, Klaus Werner Johannis, in Anerkennung seiner um die Bundesrepublik Deutschland erworbenen besonderen Verdienste das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Damit wird das langjährige, große Engagement von Bürgermeister Johannis insbesondere für die deutsche Minderheit in Rumänien, aber auch für die deutsch-rumänischen Beziehungen insgesamt gewürdigt. Unser Bild: Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien, Werner Hans Lauk (rechts), hat Bürgermeister Johannis die Verleihungsurkunde und die Ordensinsignien am Mittwoch in seiner Residenz überreicht.               

Foto: Cristian DUDU