Ausgabe Nr. 2971
Zum 11. Mal wurde in Halvelagen das Tuberosenfestival organisiert und zum ersten Mal fand es an zwei Wochenenden statt – am 1. und 2. August, bzw. am 8. und 9. August – das deutlichste Zeichen, dass das Event wächst. Das Bürgermeisteramt kämpft dafür, dass die Tuberose, eine Pflanze aus der Gattung der Agaven, die Zertifizierung als geschützte geografische Angabe erhält. Die Besucher konnten nicht nur Blumen und Tuberosenöl kaufen, sondern auch die Zwiebel, in der Hoffnung, dass in wenigen Jahren auch im eigenen Garten die duftenden Blüten die Sommerabende verschönern. Im Hof der Kirchenburg wurden verschiedene Aktivitäten und Konzerte organisiert, am Platz davor verkauften die Dorfbewohner Handgemachtes und Leckereien – von frischen Tomaten bis Zacusca, von Fettbroten mit Zwiebeln bis Krapfen und von Limonade bis Schnaps. Sogar schwarze Sommertrüffel aus der Schäßburger Gegend konnten hier gekauft werden. Unser Bild: Im Hof einer der rund 40 Familien, die Tuberosen züchten, sind am 9. August nur noch wenige Blumen zu sehen, denn die meisten wurden bereits geerntet und verkauft. Da die Blumen nicht aufblühen, nachdem sie geschnitten wurden, passen die Besitzer ganz genau auf, dass sie die Tuberosen im richtigen Moment ernten. So mussten die Kunden zum Teil bis zu zwei Stunden warten, bis die Tuberosen in der Sommerhitze poppten, um sie kaufen zu können. Foto: Mugur FRĂȚILĂ
Kategorie-Archiv: Landwirtschaft
,,Das Apfelherz ausgeschüttet“
Ausgabe Nr. 2769
Gespräch mit Rückkehrerin Brunhilde Böhls

Brunhilde Böhls (links) im Gespräch mit Sebastian Bethge. Foto: Werner FINK
Mit einem Apfel in der Hand geht Brunhilde Böhls vom Biobauernmarkt auf dem Huetplatz Richtung Kleiner Ring. Nach wenigen Schritten stoppt sie jemand. Es ist Sebastian Bethge, der sich nach drei alten Sorten Apfelbäumchen erkundigt. Böhls ist eine gebürtige Kronstädterin und ist 1977 zusammen mit ihrer Mutter ausgewandert, nachdem der Vater 1974 in Deutschland geblieben war. Das Einleben in Deutschland ist ihr mehr oder weniger gut gelungen. So entschloss sie sich, 2016 wieder nach Rumänien zu kommen und hier die Erinnerungen an die glückliche Kindheit aufkommen zu lassen, als sie in Brenndorf in Großmutters Garten auf Apfelbäumen herumklettern durfte. Die Obstbäume, die die siebenbürgische Landschaft prägen, sind ein Thema, für das sie sich bis heute interessiert. Auch wenn sie selber noch keinen eigenen Garten besitzt, gründete sie eine Firma und vermittelt Apfelbäumchen an interessierte Personen bzw. verkauft solche zur Pflanzzeit auf dem Biobauernmarkt auf dem Huetplatz. Mit Brunhilde Böhls führte der HZ-Redakteur Werner F i n k folgendes Gespräch:
Hinter Busiasch liegt ein Schatz
Besuch auf dem Zillascher Weinberg beim Unternehmen „Thesaurus“
Ausgabe Nr. 2641

Weinverkostung bei „Thesaurus“ auf dem Zillascher Weinberg.
Foto: Cynthia PINTER
Wein ist nicht gleich Wein, und Traube ist nicht gleich Traube. Dies lernten die Journalisten des Vereins „FunkForum“, sowie Studenten und Schüler aus Temeswar und Sathmar, die in ihrer Freizeit bei Radiosendern mitmachen, beim Besuch des Weinunternehmens „Thesaurus“. Hinter Busiasch/Buziaș liegt ein Schatz verborgen, ein kleines Weinbauareal, das südwestlich ausgerichtet ist.
Das sind hervorragende Bedingungen, die auf dem Zillascher Weinberg, rumänisch Podgoria Silagiului, herrschen. Weiterlesen