Aus der Zeit gefallen – und doch mittendrin

Ausgabe Nr. 2971

  1. Schauwerkstatt der Wandergesellen in Hermannstadt eröffnet

Gruppenbild mit allen bis Monatsende in Hermannstadt weilenden Wandergesellen und -gesellinnen. Einige arbeiten auch in der Stadt, z. B. decken sie das Dach der ehemaligen evangelischen Mädchenschule in der Salzgasse/Constituției und in Schellenberg am Pfarrhaus. Foto: Ștefan TRIHENEA

Sie sind nicht zu übersehen. Diese merkwürdig aussehenden Typen mit den eigentümlichen Anzügen, die sie als Kluft bezeichnen und den großen Hüten. Sie tragen weiße Leinenhemden, die sie Stauden und Binder, die sie Ehrbarkeit nennen: Wandergesellen. Sie scheinen aus der Zeit gefallen zu sein. Allein der Verzicht auf moderne Kommunikationsmittel wie Handys, würde ihre gleichaltrigen Zeitgenossen schon zur Verzweiflung treiben. Und vielleicht passen sie deshalb so gut zu Hermannstadt, jener Stadt, die einst als Hochburg wandernder Gesellen galt. Am 6. August eröffneten sie zünftig die diesjährige Schauwerkstatt zwischen Teutsch-Denkmal und evangelischer Stadtpfarrkirche im Hof des Brukenthal-Gymnasiums.

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Einsatz an der Burgkirche

Ausgabe Nr. 2970

Mit Unterstützung der Siebenbürgisch-Sächsischen Stiftung und einschlägiger Verbände und Planern nimmt sich der Landesverband der Restauratoren von historischen Denkmälern aus Rumänien (UNRMI) des Daches der romanischen Basilika in der Michelsberger Kirchenburg an. Unter dem Motto „Ein Dach für die Burgkirche“ sind vom 10. bis 16. August in freiwilliger Arbeit Sicherungsmaßnahmen geplant. Die Dacheindeckung aus Tonziegeln und die Unterkonstruktion soll repariert werden, auch einige Reparaturen an der Ringmauer werden durchgeführt sowie eine Ausstellung in der Kirche eingerichtet. Der Verband feiert damit 35 Jahre seit seiner Gründung im Jahr 1991. 2023 wurden 800 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung der Burg gefeiert. Nun ist drei Jahre danach ein notwendiger Einsatz geplant. Unser Bild: Die Michelsberger Burg aus der Vogelperspektive.   Foto: POLARH DESIGN

Wo finden diese „Konzerte auf dem Dach“ statt?

Ausgabe Nr. 2970

Diese oft gestellte Frage soll das Bild in dieser Rubrik beantworten, das natürlich aus der Vogelperspektive einen Blick auf die Terrasse auf dem Dach des Thaliasaals, des Alten Theaters, wirft, die während eines Konzerts hell beleuchtet ist. Am Horizont sieht man von rechts die Türme der orthodoxen Kathedrale, der reformierten Kirche, der evangelischen und der römisch-katholischen Stadtpfarrkirchen und des Ratturms. Vorne rechts einen Teil des Dicken Turms, in dem Martin Hochmeister 1778 das erste Theater in Hermannstadt gebaut hat, und dahinter einen der drei so genannten Hartenecktürme, genauer den Zimmermannsturm. Konzerte auf dem Dach gibt es noch bis einschließlich 15. August.                                                                      Text: Beatrice UNGAR, Foto: Paul NAN

 

„Ein tief bewegendes Zeichen“

40. Ordinationsjubiläum in Hermannstadt gefeiert

Ausgabe Nr. 2970

Die acht Jubilare vor dem Altar in der Johanniskirche: Stefan Konnerth, Robert Ziegler, Dietmar Orendi, Hans Zink, Andreas Fuss, Alfred Sinn, Konrad Rampelt und Wolfgang Rehner (v. l. n. r.).   Foto: Beatrice UNGAR

Acht der zehn Absolventen des Jahrgangs 1985 des Protestantisch-Theologischen Instituts Hermannstadt haben vor kurzem ihr 40. Ordinationsjubiläum in Hermannstadt gefeiert. Neun wurden als Pfarrer der Evangelischen Kirche A. B. ordiniert, einer erst nach seiner Auswanderung in Deutschland. Alle zehn waren oder sind im Ausland tätig, in Deutschland, Österreich und in Schweden. Der Höhepunkt ihres Treffens war der gemeinsame Gottesdienst am 31. Juli in der Johanniskirche, in dem Bischof Reinhart Guib die Predigt hielt.Weiterlesen→

Siegerehrung

„Auslandsdeutsche des Jahres“ 2025/2026

Ausgabe Nr. 2970

Erika Rierpl. Foto: Internationale Medienhilfe (IMH) www.medien hilfe.org

Die Donauschwäbin Erika Rierpl aus Ungarn wurde zur „Auslandsdeutschen des Jahres 2025/2026“ gewählt, bei der fünften Runde dieses einzigartigen Wettbewerbs der Internationalen Medienhilfe (IMH).Weiterlesen→

Musical und Feuerwehr

Vorschau auf zwei Festtage in Agnetheln

Ausgabe Nr. 2969

Blick in den Innenhof der sanierten Agnethler Kirchenburg.

Einen Mittelaltermarkt, einen Besuch bei der Feuerwehr, eine Ausstellung mit Zunfttruhen, ein siebenbürgisches Musical und viel mehr gibt es in Agnetheln bei den „Festtagen in Siebenbürgen“ am 9. und am 14. August.Weiterlesen→

Eine Gitarre in Michelsberg

Solodarbietung in der Konzertreihe in der evangelischen Kirche in Michelsberg

Ausgabe Nr. 2969

Raul Răzvan Guţu führte durch das Programm, ihm zur Seite stand mit der deutschen Fassung Organisator Klaus Philippi.           Fotos: Beatrice UNGAR

Die „Michelsberger Spaziergänge“ sind mittlerweile zu einer Institution geworden: Der Ort ist es immer wert, einen Sonntagsausflug dorthin zu planen – und im Sommer kommen als ein weiterer Anziehungspunkt die Konzerte hinzu. Sie finden sonntags um 17 Uhr in der evangelischen Kirche statt und präsentieren ein Programm, wie es nicht alltäglich ist.Weiterlesen→

150 Jahre Rumänisches Rotes Kreuz

Ausgabe Nr. 2965

Am 4. Juli feiert nicht nur die USA den 250. Unabhängigkeitstag, sondern auch das Rumänische Rote Kreuz sein 100. Gründungsjubiläum. Im Vorfeld hat gestern, den 2. Juli, eine Festgala im Rumänischen Athenäum stattgefunden, moderiert von Iuliana Tudor, Botschafterin des Rumänischen Rotes Kreuzes. Die unter der Schirmherrschaft von Prinzessin Margareta stehende Organisation ist am 4. Juli 1926 gegründet worden und hat sich schon 1927 ein eigenes Haus gebaut, in der Str. Biserica Amzei nr. 29 (unser Bild), als ein Symbol der Unabhängigkeit von staatlichen Einrichtungen und des langfristigen humanitären Einsatzes. Vor einigen Jahren musste die Organisation in ein Gebäude in der Str. Pictor Daniel Rosenthal 36 umziehen, weil das Gebäude in der Biserica Amzei als hochgradig erdbebengefährdet eingestuft worden ist und nun saniert werden muss.                                  

Text und Foto: Beatrice UNGAR

Bucharest Pride 2026

Ausgabe Nr. 2964

Die 21. Ausgabe des „Bucharest Pride“ fand zwischen dem 3. und dem 13. Juni in Bukarest statt. Der Höhepunkt des Festes war der Marsch der Vielfalt am 13. Juni, an dem laut Angaben über 35.000 Menschen teilnahmen. Die vom Verein ACCEPT unter dem Motto „All of Us“ (Wir alle) organisierte Veranstaltung rückte Forderungen zur Gleichberechtigung in den Vordergrund, darunter: die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare (Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft/Parteneriat civil) sowie klarere Verfahren für Transgender-Personen und Schutz vor Hassverbrechen. Die diesjährige Pride-Ausgabe stand auch im Zeichen des 30-jährigen Jubiläums von ACCEPT, der Organisation, die entscheidend zur Entkriminalisierung von Homosexualität in Rumänien und zur Stärkung der Antidiskriminierungsgesetzgebung beigetragen hat.                                  

Text: Cynthia PINTER Foto: Beatrice UNGAR

 

Hoher Besuch in der Musikschule

Ausgabe Nr. 2964


I. E. Botschafterin Ulla Krauss-Nussbaumer der Republik Österreich in Rumänien hat vergangene Woche in Begleitung von Honorarkonsul Andreas Huber einige Einrichtungen in Siebenbürgen besucht: Den Verein Elijah – Sozialinitiative Ruth Zenkert, dann das Teutsch-Haus in Hermannstadt, wo sie von Leiterin Dr. Gerhild Rudolf empfangen wurde, sodann die Lucian Blaga-Universität, wo sie Gespräche mit Rektor Prof. Dr. Sorin Radu und Prorektor Prof. Dr. Andrei Terian hatte, die Firma Kronospan Trading in Mühlbach und natürlich auch Veranstaltungen des FITS. Übrigens: Die 14. Auflage des Musikfestes des Elijah-Sozialvereins, der „Rabentanz“ (Dansul corbilor) findet am Freitag, den 3. Juli, ab 19 Uhr, im Gemeindesaal in Rothberg statt. Unser Bild (2. Reihe): Botschafterin Ulla Krauss-Nussbaumer (2. v. r.) mit Honorarkonsul Andreas Huber (1. v. r.), Gatte Werner Krauss (3. v. r.) und Ruth Zenkert (1. v. l.) zu Besuch in der Musikschule des Elijah-Vereins in Holzmengen.                             Foto: UCOR

 

Mauereinsturz an der Kirchenburg Meschen

Fachleute untersuchen Ursachen und planen weitere Schritte, Gegend ist gesichert

Ausgabe Nr. 2963

Ein Teil der äußeren Ringmauer der Meschener Kirchenburg ist am Sonntag, dem 14. Juni eingestürzt.                                             Foto: Kulturministerium

Das Rumänische Kulturministerium veröffentlichte Anfang der Woche auf den Social Media-Seiten Fotos mit einer gestürzten Mauer an der Kirchenburg in Meschen. Experten untersuchen die Ursachen und planen die nächsten Schritte, so die Pressemitteilung der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR). Weiterlesen→

Stadtkern und Wissensgefilde anerkannt

Großer Ring und Brukenthalmuseum gehören zu den Preisgekrönten

Ausgabe Nr. 2959

In Hermannstadts „Wohnzimmer”, auf dem Großen Ring, gastierte am vergangenen Wochenende das Sportevent „Urban Playfield”, organisiert von Sports Festival. Auf dem offenen Spielplatz zwischen Brukenthalpalais und Ratturm konnten an beiden Tagen Sportbegeisterte Basketball, Tennis, Volleyball, Klettern, Badminton, Minifußball und Tischtennis ausprobieren oder rhythmische Gymnastik.                                       Foto: Beatrice UNGAR

Der Große Ring im Altstadtzentrum Hermannstadt wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern das Wohnzimmer der Stadt genannt und auch als solches genutzt. An sonnigen Tagen herrscht hier reges Treiben, hier finden Konzerte aller Art statt, Theaterdarbietungen kann man erleben und vieles andere mehr. Nun hat dieser Platz eine angemessene Würdigung erhalten: Beim Online-Wettbewerb im Bereich Inlandtourismus „Reiseziel des Jahres 2026” gewann er den ersten Platz in der Kategorie Stadtkerne (Nuclee urbane).Weiterlesen→

Schwedische Oldtimer und Youngtimer:

Ausgabe Nr. 2958

Die erste Auflage der „Svenska Classic”-Oldtimer-Show wurde vom Retromobil Club Romania am 9. und 10. Mai in Hermannstadt veranstaltet. Bogdan Anghel, der Vorsitzende der Sektion Skandinawische Pkws, teilte der Hermannstädter Zeitung mit, dass daran „mehr als 20 schwedische Wagen der Marke Volvo und Saab” beteiligt waren und es nicht nur um die Präsentation der Oldtimer ging sondern auch darum, einen „multikulturellen Dialog zwischen dem Erbe skandinavischer Technik und dem historischen Geist Hermannstadts anzubahnen. So wurde ein Saab GT 750 im Innenhof des Brukenthalpalais ausgestellt. Unser Bild: Am Sonntag konnte man die Wagen bei schönsten Sonnenschein auf dem Kleinen Ring bewundern, nachdem sie am Samstag im ASTRA-Freilichtmuseum im Regen gestanden hatten: Vorne rechts der Star der Show, ein Oberklasse-Modell Volvo 900  und links davon ein Saab 9000.                                               Foto:  Beatrice UNGAR