,,In toller Gesellschaft“

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Vom Wandertag der Frauenarbeit der EKR

Ausgabe Nr. 2817

Unterwegs zwischen Arbegen und Kleinschelken.           Fotos: Margit KÉZDI

Die Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) lud für Samstag, den 13. Mai d. J. ein, die heilende Wirkung der Natur zu erleben und von Arbegen nach Kleinschelken wandern, entschleunigen, Stille atmen und Energie tanken. Obwohl das Wetter bis zum Vorabend nicht einladend gewesen ist und viele schöne Angebote ins Wochenende verlockten, folgten doch einige Naturfreunde dieser Einladung. Darunter auch die Ukrainerin Olena Yanchuk, die derzeit in der evangelischen Kirchengemeinde Mediasch Zuflucht gefunden hat. Lesen Sie im Folgenden ihren Bericht:

Es war ein bewölkter Samstagmorgen, aber wir packten dennoch unsere Rucksäcke auf die Schultern und machten uns auf den Weg, um Edith zu treffen. Ihre Stimmung hingegen war wolkenlos und sie versicherte unserer Gruppe, dass es nicht regnen würde.

Mit dem Kleinbus fuhren wir zum Bahnhof Arbegen, überquerten die Gleise und schlüpften unter einem Metallzaun durch Richtung Wanderweg. Es lagen noch immer Regentropfen auf dem Gras. Der Mai hatte die Wiesen und Wälder mit seiner Feuchtigkeit großzügig bewässert und die Gräser auf den Feldern und an den Hängen grünten. In den Tiefen des Waldes versanken wir regelrecht in der grünen Masse der Natur.

Der letzte und schönste Rastplatz mit Blick auf Kleinschelken.

Das Grün erstreckte sich von den Wipfeln der majestätischen Bäume der Via Transilvanica über die Schluchten und Hügel hinunter. Vögel sangen, kleine Frösche schwammen durch die Pfützen. Wir trafen auf zarte Lichtungen, sahen kleine weiße Waldblumen. Blühender Weißdorn umgab uns mit dem Duft seines Parfüms. Irgendwo roch es sogar nach Hirschen und Rehen.

Wir stiegen immer höher, es wurde immer wärmer und oben angekommen wärmte uns endlich die strahlende Sonne. Edith hatte recht! An verschiedenen Rastplätzen sonnten wir uns entspannt unter deren Strahlen, tauschten uns darüber aus, wie Pflanzen und Insekten auf Deutsch, Englisch, Ungarisch, Rumänisch und Ukrainisch genannt werden. Die Kinder sangen Lieder.

Der letzte und schönste Rastplatz war mit Blick auf das gepflegte Dorf Kleinschelken und auf dessen alte Kirche. Wir bewunderten Adonisröschen, machten Fotos davon und sammelten Gräser, die wie Haare aussahen, und bündelten sie gemeinsam mit anderen Blumen zu schönen Blumensträußen. Es war eine wunderbare Wanderung in toller Gesellschaft. Und ich würde gerne noch viele weitere Landschaften Siebenbürgens mit diesen freundlichen und fröhlichen Begleitern sehen.

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