Alles oder Nichts

Sehr wichtiger Sieg für das Basketballteam CSU Sibiu

Ausgabe Nr. 2801

Monyea Pratt (am Ball) war der beste Spieler am Parkett.                    Foto: Cynthia PINTER

Sie haben alles gegeben. In einer halbleeren Halle, wie wir sie seit der Pandemie nicht mehr gesehen haben, gewann die Basketballmannschaft CSU Sibiu am Freitag, dem 13. Januar, das härteste Spiel der Saison: 95:73 (30:14, 19:17, 17:23, 29:19) gegen SCMU Craiova. Es war ein entscheidendes Spiel um die Qualifikation für die nächste Runde der Basketball-Nationalliga der Männer. Nun befindet sich das Hermannstädter Team auf Platz 4 der Wertung und darf weiter hoffen, die erste Runde unter den ersten 5 Plätzen zu beenden.

Die „Adler“ hatten den bestmöglichen Start, immerhin ging es um Alles oder Nichts. Alles hängt nämlich an diesen drei letzten Spielen. Drei Siege bedeuten die Qualifikation für die nächste Runde. Leider störte eine feindselig gesinnte in schwarz gekleidete Gruppe von etwa 15 Zuschauern auf der Tribüne, die extra zum Spiel gekommen waren, um „demisia“ zu rufen und um die ansonsten gute Atmosphäre zu stören. Die Gruppe wurde bis zum Ende des Spiels von den anderen Fans ignoriert und oft von den üblichen Rufen zur Unterstützung des Teams übertönt.

CSU Sibiu kämpfte wie nie zuvor und das schon im ersten Viertel, als sie sich in der Offensive durchsetzten und in der Defensive sehr aggressiv eine Mann gegen Mann Verteidigung und Ganzfeldpressdeckung durchführten.
Die Hermannstädter Basketballer fanden leicht den Weg zum Korb und erzielten im ersten Viertel nicht weniger als 30 Punkte, was einen komfortablen Vorsprung von 16 Punkten (30-14) bedeutete. Sie hatten 3 Dreier von 5 Versuchen und eine hohe Trefferquote bei den Freiwürfen und 2-Punkt-Würfen.

Im zweiten Viertel, in dem die Atmosphäre auf den Tribünen immer noch angespannt war, nahm die Intensität des Spiels leicht ab. Trainer Tomas Rinkevicius verlor die Beherrschung und sein Team wurde mit einem technischen Foul bestraft. Innerhalb von 5 Minuten war der Spielstand auf 31:22 verkürzt.

Glücklicherweise blieb die Hermannstädter Gruppe konzentriert und erholte sich  kurz vor der Halbzeit. Aurelian Gavriloaia erzielte einen Dreier (er erreichte 10 Punkte) zum 43:28. Dann legte Daniel Manchon 2 weitere Punkte nach, Roberts Blumbergs legte im Gegenangriff 2 Punkte nach, so dass es 47:28 stand. Mit einer 18-Punkte-Führung ging es in die Umkleidekabine, Spielstand 49-31.

Die Hermannstädter hatten in der ersten Halbzeit 80 Prozent der Freiwürfe, 76 Prozent der Zweipunktwürfe und 46 Prozent der Dreipunktwürfe getroffen, sehr zur Freude der Fans.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel noch ein bisschen schneller und nach 6 Minuten zeigte die Anzeigetafel 64-45 nach einem weiteren Dreier von Sebastian Ionescu. Gegen Ende der dritten Halbzeit ließ die Konzentration der Hermannstädter etwas nach, sie verloren den großen Vorsprung, so dass das Viertel mit 66-54 endete.

Im letzten Viertel erreichte CSU Sibiu in weniger als 6 Minuten vor Schluss eine 20-Punkte-Führung (78:58). Gavriloaia hatte zu diesem Zeitpunkt 16 Punkte, ohne einen einzigen Fehlwurf! CSU Sibiu hatte das Spiel bis zum Ende im Griff und gewann am Ende deutlich mit 95:73.

Monyea Pratt war der Mann des Spiels, der einem Triple-Double sehr nahe kam (15 Punkte, 9 Rebounds, 9 Assists), während Blumbergs mit 20 Punkten der wichtigste Hermannstädter Scorer war.

In der nächsten Runde, der vorletzten Runde der Konferenz A, reist CSU Sibiu nach Ploiești, um am Samstag, dem 21. Januar, um 17.45 Uhr gegen die Drittplatzierten von CSM Baschet Petrolul Ploiești anzutreten. Das Spiel wird Live auf Digisport zu sehen sein. In der letzten Runde werden die „Adler“ am 28. Januar zu Hause gegen CS Municipal Tg. Jiu spielen.

Cynthia PINTER

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Sport.