Wenn Kreisräte zusammenarbeiten

Landstraße zwischen  Agnetheln nach Schäßburg wurde modernisiert

Ausgabe Nr. 2796

Blick auf die Kreisstraße DJ 106 Agnetheln-Schäßburg an der Grenze zwischen den Kreisen Hermannstadt und Muresch. Foto: Werner FINK

Die Kreisstraße DJ 106 Agnetheln-Schäßburg, eine Strecke von 37 Kilometern, wurde modernisiert. Die Arbeiten wurden anderthalb Monate früher als vorgesehen abgeschlossen und von der Firma Geiger Transilvania ausgeführt. Das Projekt belief sich auf 118.625.483,97 Lei zuzüglich Mehrwertsteuer und wurde hauptsächlich über das Operationelle Regionale Programm 2014-2020 finanziert und aus dem Haushalt der Kreise Hermannstadt und Muresch mit 2 Prozent der Gesamtsumme ergänzt.

Der Abschluss der Modernisierungsarbeiten, die ein Beweis dafür sind, was möglich ist, wenn Kreisräte zusammenarbeiten, wurde am 8. November an der Grenze zwischen dem Kreis Hermannstadt und dem Kreis Muresch im Rahmen einer Pressekonferenz im Beisein der Vertreter der lokalen Verwaltungen, darunter der Hermannstädter Kreisratsvorsitzenden Daniela Cîmpean sowie des Kreisratsvorsitzenden von Muresch Péter Ferenc, der Bürgermeister der Ortschaften, die an der modernisierten Strecke liegen, sowie der Vertreter der Firma Geiger Transilvania bekanntgegeben.

Von der 37 Kilometer langen Strecke verlaufen 21,6 Kilometer im Kreis Hermannstadt. Die Hauptvorteile die sich durch die Modernisierung der Strecke ergeben bestehen u. a. in der  Möglichkeit, die Strecke 30 Prozent schneller zu durchfahren, mit einem niedrigeren Treibstoffverbrauch und der Senkung der Kosten was die Reparatur der Fahrzeuge betrifft. Weiterhin wurde für die Sicherung durch die Montage von Leitplanken entlang von 5,3 Kilometern gesorgt. Die Verkehrszeichen wurden erneuert und gemäß den aktuellen Vorgaben ergänzt. Desgleichen wurden 14 Bushaltestellen mit Busbucht angelegt. Der Zugang zu den Haltestellen für behinderte Personen durch Zugangsrampen erleichtert. Vor den Zebrastreifen innerhalb der Ortschaften wurden taktile Bodenmarkierungen angebracht, als Vorwarnung für die Autofahrer. Die Zebrastreifen-Bereiche wurden mit Licht-Warnsignalen und Solarzellen ausgestattet. An den Enden der Fußgängerüberwege wurden auch taktile Bodenmarkierungen für Blinde angebracht. An dichtbevölkerten Strecken, wurden Leitplanken zum Schutz der Fußgänger montiert, um den Zugang der Fußgänger auf die Fahrbahn zu verhindern. Außerdem wurden alle Brücken mit Gehsteigen versehen.

Die Zebrastreifen-Bereiche (hier in Denndorf/Bradeni) wurden mit Licht-Warnsignalen und Solarzellen ausgestattet. An den Enden der Fußgängerüberwege wurden auch taktile Bodenmarkierungen für Blinde angebracht. Foto: Werner FINK

Die Vorteile betreffend, die sich für die Gemeinschaften an der modernisierten Straße ergeben, so kommt die modernisierte Straße durch das erhöhte Vorankommen vor allem Pendlern entgegen. Auch wurden innerhalb der Ortschaften insgesamt 8,6 Kilometer Betongraben zum Abfluss von Regenwasser angelegt. Erneuert oder neu gebaut wurden fünf Brücken, zwei im Kreis Hermannstadt und drei im Kreis Muresch. Gebaut wurden auch 80 kleine Brücken, 175 Zugänge zu Häusern angelegt und 9 zu Seitenwegen sowie 20 zusätzliche Zugänge zu den Feldern entlang der Straße.

Durch Konsolidierungsarbeiten wurden bestimmte Abschnitte stabilisiert, um Erdrutsche zu verhindern. Die größte Arbeit dieser Art wurde an der Grenze zum Kreis Muresch durchgeführt, auf einer 370 Meter langen Strecke, wo 12 Meter tiefe Bohrungen durchgeführt wurden, um Betonpfeiler anzubringen. Rund 1.500 Bäume wurden gepflanzt. Außerdem soll durch die Modernisierungsarbeiten auch die Luftverschmutzung gesenkt werden.

Werner FINK

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Wirtschaft.