Heißluftballons und Drachen

Air Sensation Festival fand bei Salzburg statt

Ausgabe Nr. 2781

Elf Heißluftballons flogen am Freitag- und Samstagmorgen über Salzburg. Vor dem Abflug konnten die Passagiere den Sonnenaufgang bewundern.                    Foto: TheMoonlight

Einmal im Heißluftballon die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten, und zwar ohne Flugzeugwand und in gemächlichem Tempo. Diesen Traum konnten sich einige Hermannstädter am letzten Juli-Wochenende (28.-31. Juli) beim „Air Sensation Hot Air Balloon Festival“ erfüllen.

Am Freitagmorgen war es dann soweit: Elf bunte Heißluftballons erhoben sich in die Luft und schwebten über Salzburg/Ocna Sibiului und Umgebung. Und wer sich das Fliegen in 1.000 Metern Höhe nicht traute, konnte im verankerten Heißluftballon schweben oder sich in den verschiedenen Arealen des Festivalgeländes vom Alltagsstress erholen. Jeden Abend gab es Live-Musik vom Feinsten, Essen und Getränke waren auch in Hülle und Fülle vorhanden.

Das Besondere an dem neuartigen Festival – außer den Heißluftballons – war der Ort an dem es veranstaltet wurde: Weit weg vom lauten Stadtleben, rechts an der Straße Richtung Salzburg, auf einem Feld. Das Gelände heißt ZIOS und ist gleich hinter der Firma „Polycontact“ zu finden. Parkplätze gab es genug und gleich am Eingang fielen dem Besucher sofort die Größe des Feldes auf und natürlich die verschieden eingerichteten Bereiche: Rechts standen die Kiosks mit Streetfood und Getränken, in der Mitte Picknickbänke und links viele Spielgelegenheiten für Groß und Klein. Auf der linken Seite wimmelte es vor glücklichen Kindern, um die sich das Team vom Verein „Serious Fun“ kümmerte, mit denen die Kinder u.a. Bogenschießen lernen oder an verschiedenen Workshops teilnehmen konnten.

„Domino“ war eine der Bands, die beim Air Sensation Festival auftraten. Von links: Sebastian Marcovici, Adi Ban, Serghei Crasnov, Romulus Cipariu und Ioan Armean.  Foto: Cynthia PINTER

Vorne thronte die Bühne und außen links konnte man hinter einem Beachvolleyballfeld einen Campingplatz mit Zelten entdecken. Überall lagen riesige Rundballen aus Heu herum, auf die um die Wette geklettert wurde und die ständig als malerischer Hintergrund für die interessantesten Instagram-Fotos genutzt wurden – vor allem bei Sonnenuntergang.

An jedem Abend gab es Live-Konzerte von rumänischen Bands oder es legten rumänische DJs Musik auf. Am Donnerstag gab es abends zum Einstieg in die Atmosphäre eine kleine Retroparty, am Freitag stiegen die Hermannstädter Folk-Rocker von „Domino“ auf die Bühne. Mit einem neuen Lied „Mărăcine“ im Repertoire begeisterten sie die Festivalzuschauer, beliebt waren auch die Songs, die man mitsingen konnte, wie „Bun îi vinu ghiughiuliu“ oder „Cântă cucu bată-l vina“. Ihnen folgten die Bukarester der Band „Byron“ und kurz vor Mitternacht legten die DJs Andrew Dum & Albwho zum Tanzen auf. „Gojira & Planet H“, Andre Rizo und „Slut & Tea“ erfreuten die Festivalgänger am Samstagabend mit fröhlicher Musik.

Leider machte das Wetter am Samstag nicht mit, es regnete nachmittags, so dass sich nur wenige aus den Häusern trauten (Schuld daran war auch die „RoAlert“-Meldung, die einen Sturm ansagte). So fielen die geplanten Skyparties aus und die DJs spielten nicht aus dem Heißluftballon, sondern unten von der Bühne aus. Am Sonntag regnete es zwar nicht mehr, aber der Wind machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung und die Heißluftballons blieben am Boden. Gute Musik gab es am Sonntag auf der Bühne. Den Anfang machte „Maria Cojocaru & The Swingers“, es folgten die Heavy Metal Bands „Alpha Q“ – die ihr brandneues Album „Parallel Universe“ vorstellten – und „Revolver“.

Die lockere Atmosphäre und die gute Musik luden zum verweilen ein. Sogar der sonst lästige Wind wurde von Kindern zum Anlass genommen, Drachen steigen zu lassen. Auf dem Beachvolleyball-Platz fanden Freundschaftsspiele statt und auch der letzte Abend ging gediegen mit einem wunderschönen Sonnenuntergang zu Ende.

Cynthia PINTER

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