Wollmützen und Kräutertees

Adventsbasar der Handarbeitskreise hat auf dem Huetplatz stattgefunden

Ausgabe Nr. 2751

Adventsbasar auf dem Huetplatz: Der traditionelle Adventsbasar der Handarbeitskreise des Evangelischen Frauenkreises Hermannstadt war letztes Jahr pandemiebedingt ausgefallen. Da auch in diesem Jahr an einen Adventsbasar in Innenräumen nicht zu denken war, beschloss eine kleine Gruppe von Frauen dieser Handarbeitskreise, am Freitag, dem 3. Dezember, einige Stände auf dem Huetplatz aufzustellen. Sie luden auch die Frauen vom Handarbeitskreis der Neppendorfer evangelischen Kirchengemeinde A. B. dazu ein. Foto: Cynthia PINTER

„Yoy! Ech hun dech net erkaunt! Met der Mask!“ Da war die Freude doppelt so groß, als man sich endlich erkannt hatte, beim Adventsbasar der Handarbeitskreise des Evangelischen Frauenkreises Hermannstadt, der diesmal am Freitag, dem 3. Dezember, draußen auf dem Huetplatz stattgefunden hat. Maskenpflicht herrscht in Hermannstadt immer noch auch draußen, also war es immer sehr spannend für die Verkäuferinnen, wen sie da als Kundin oder Kunden bedienen durften.

 

Freitag, um Punkt 10 Uhr standen die Damen schon hinter ihren Ständen parat. Kaum war die bunte Ware auf den Tischen gestapelt worden, gab es bereits die ersten neugierigen potentiellen Käuferinnen.

Wollmützen, -schals, -handschuhe und –socken aller Größen und Farben waren besonders begehrt und wurden oft mit den Fingerspitzen betastet, um die Beschaffenheit des Materials festzustellen. Erwünscht schienen auch die Kinderkleider zu sein, die sich als Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk besonders eigneten.

Mit einem eigenen Stand dabei waren auch diesmal die Frauen vom Handarbeitskreis der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Neppendorf.                                    Foto: Cynthia PINTER

Für fleißige Köchinnen und Köche gab es am Tisch der Damen vom Neppendorfer Handarbeitskreis bunte Topflappen und -handschuhe. Den umweltbewussten Personen legten die Verkäuferinnen handgenähte Tragetaschen aus: „Die Plastiktüten gehören sowieso bald der Vergangenheit an“, erklärte eine Verkäuferin einer interessierten Kundin, die eine rot-blau gestreifte Einkaufstasche begutachtend in die Höhe hielt.

„Was steckt in den Säckchen drin?“, wollte eine andere Kundin wissen. Wer schon öfter bei einem Adventsbasar der Handarbeitskreise dabei war, wusste die Antwort auf diese Frage. Verschiedene gesunde Kräutertees, die ganz natürlich getrocknet und in selbstgenähte Säckchen verpackt wurden.

Die Imkerin Iulia Cornelia Bălan aus Marpod liest die Hermannstädter Zeitung, wenn sie freitags auf dem Biobauernmarkt auf Kunden für ihren Honig und ihre Honigprodukte wartet. Foto: Cynthia PINTER

Den Adventsbasar beziehungsweise Weihnachtsbasar gibt es seit 1990 fast ununterbrochen, mit Ausnahme des letzten Jahres, als er pandemiebedingt nicht organisiert wurde. Heuer fand er anders, in kleinerem Rahmen, ohne die gewohnte Kuchentheke oder die Lebkuchenkekse und im Freien statt. Dadurch verirrten sich auch Touristen hierher und die Begegnung mit Bekannten brachte allen viel Freude. Zur gleichen Zeit fand auf dem Huetplatz auch der Biobauernmarkt statt, also wurden viele nach dem Besuch des Adventsbasars ein paar Meter weiter auch in Sachen gesunde Lebensmittel fündig.

Schlussfolgernd kann man getrost sagen, es war ein gelungener Adventsbasar, von dem kaum jemand mit leeren Händen nach Hause gegangen ist.

Cynthia PINTER

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Im Jahreslauf.