Privilegierte Beziehungen

Ausgabe Nr. 2725

Israels zehnter Staatspräsident besuchte vor Amtsübergabe Rumänien

Staatspräsident Reuven Rivlin (links) und sein Amtskollege Klaus Johannis beim offiziellen Empfang vor dem Cotroceni-Schloss.    Foto: presidency.ro

 

Im Zeichen der seit 73 Jahren ununterbrochen bestehenden diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und Israel stattete Israels Staatschef Reuven Rivlin auf Einladung von Staatspräsident Klaus Johannis vom 8. bis 10. Juni d. J. Rumänien einen Staatsbesuch ab. Mit dabei war eine 60köpfige Wirtschaftsdelegation aus Israel, die an dem rumänisch-israelischen Wirtschaftsforum am 9. Juni teilgenommen hat. Der Staatsbesuch erfolgte kurz nachdem das Parlament Israels den Politiker und Jurist Izchak Herzog zum neuen Präsidenten Israels gewählt hatte. Herzog hatte sich bei der am 2. Juni d. J. erfolgten Abstimmung im Parlament mit 87 zu 26 Stimmen gegen seine Gegenkandidatin Miriam Peretz durchgesetzt.

Die Amtsübergabe erfolgt am 9. Juli d. J.

Die Beziehungen zwischen Rumänien und Israel seien privilegiert und haben strategischen Charakter, unterstrich Staatspräsident Klaus Johannis bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Cotroceni-Schloss. Sie basieren auf ,,soliden historischen, kulturellen und menschlichen Verbindungen“, die vor allem von den beiden Gemeinschaften – der aus Rumänien nach Israel ausgewanderten Juden und dem Verband der jüdischen Gemeinschaften in Rumänien – getragen werden. Diese spielten, so Johannis, eine wesentliche Rolle, wofür er ihnen dankte.

Staatspräsident Reuven Rivlin hielt am Mittwoch eine denkwürdige Rede im Plenum der beiden Kammern des Rumänischen Parlaments, wobei er unterstrich, dass Rumänien ,,ein echter Freund des jüdischen Volkes und Israels, ein jüdischer und demokratischer Staat, in dem sich alle Bürgerinnen und Bürger der gleichen Rechte erfreuen“, im Kampf gegen den Antisemitismus sei.

Beatrice UNGAR

 

 

 

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