Zurück in die Gemeinschaft

Bewohner des Dr. Carl-Wolff-Altenheimes erhielten erste Dosis Impfstoff

Ausgabe Nr. 2706

Die Bewohner des Dr. Carl Wolff-Altenheimes wurden am Freitag gegen das Corona-Virus geimpft.                         Foto: Dr. Carl Wolff-Altenheim

Den Start zur zweiten Etappe der Impfkampagne in Rumänien stahlen die Bewohnerinnen und Bewohner des Dr. Carl Wolff-Alten- und Pflegeheimes in Hermannstadt: Bereits Freitagvormittag, dem 15. Januar, wurde die Mehrzahl von ihnen gegen das Sars-Cov2-Virus geimpft.

 

Keinen Piekser kriegten jene in den Arm, wo ärztliche Kontraindikationen bestanden. Wie Heimleiterin Ortrun Rhein am Samstag feststellte, waren alle wohlauf und es wurden keine Nebenwirkungen verzeichnet. Desgleichen geimpft wurden die Bewohner des Maria-Theresia-Altenheimes in Kleinscheuern.

Bereits in der ersten Etappe der Impfkampagne waren die beiden Ärzte, der Großteil des Pflegepersonals und die Heimleitung des Dr. Carl Wolff-Altenheimes geimpft worden. In einer Woche erhalten sie die zweite Dosis Impfstoff und in einer weiteren werden sie genügend Antikörper entwickelt haben, um eine Infektion abwehren zu können. Dasselbe wird im Fall der rund hundert Heimbewohner eine Woche nach der zweiten Impfung zutreffen. Seit der Erklärung des Notzustandes im März 2020 durften sie keinen Besuch mehr erhalten und ausgehen, waren – je nach Infektionslage in Hermannstadt – das gemeinsame Einnehmen der Mahlzeiten im Speisesaal, die Teilnahme an den Gottesdiensten und Aufenthalte im Gemeinschaftsraum begrenzt oder ganz aufgehoben und zuletzt trugen auch die Bewohnerinnen und Bewohner zwecks besserem Schutz eine Maske, wenn sie ihr Zimmer verließen. Den von manchen als zu streng betrachteten Vorkehrungen jedoch ist zu verdanken, dass niemand ernsthaft erkrankte, so wie das in vielen Seniorenheimen geschah.

Für das Dr. Carl Wolff-Altenheim wird in Kürze eine sehr schwere und komplizierte Zeit nach und nach enden. Bei Beibehaltung bestimmter Sicherheitsvorkehrungen werden die Bewohnerinnen und Bewohner einander wieder ohne Maske begegnen und in Gemeinschaft sein dürfen. Was sie und ihre Verwandten und Bekannten jedoch am ehesten wünschen, sind die Besuche, die bald möglich sein werden.

Hannelore BAIER

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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