Rumänien ist weiter

Handball-EM-Qualifikation in die Hauptrunde

Ausgabe Nr. 2702

Cristina Neagu (am Ball) warf in dem Gruppenspiel gegen Norwegen ihr 250. Tor bei einer Europameisterschaft.                  Foto: kolektiffimages

Die rumänische Frauen-Nationalmannschaft im Handball hat sich trotz Niederlagen gegen Deutschland (19:22) und Norwegen (20:28)durch den Sieg gegen Polen (28:24) ein Ticket für die Hauptrunde der Europameisterschaft in Dänemark erkämpft. Rumänien hatte den Einzug in die Hauptrunde bereits vor dem Anwurf im Spiel gegen Norwegen, das am Montag, dem 7. Dezember stattfand, sicher.

Die Nordeuropäerinnen mit Stars wie Katrine Lünde und Nora Mörk waren und sind klare Favoritinnen für den EM-Titel. Nach dem 42:23 gegen Deutschland kamen sie jedoch gegen Rumänien im ersten Abschnitt nicht zu ihrem gewohnten Tempospiel – auch weil Rumänien sehr diszipliniert agierte. Der Star der rumänischen Mannschaft, Cristina Neagu, warf ihre gewohnten Raketenbälle ab, die zum Teil über 120 km/h Rekord-Geschwindigkeit erreichten, und die rumänische Abwehr machte den Norwegerinnen ebenfalls zu schaffen.

Nach dem 8:5 gelang Rumänien der Ausgleich und nach dem 12:8 meldete sich der Außenseiter Rumänien zurück, mit einem 13:13 ging es überraschenderweise in die Kabinen. Eliza Buceschi war die beste Spielerin der ersten Halbzeit, dicht gefolgt von Cristina Laslo, die als MVP (Most Valuable Player, Bestspielerin) im Match gegen Polen gefeiert wurde. Doch auch das Doppel Neagu-Ostase funktionierte wie geschmiert, Neagu gab großartige Pässe an Ostase ab, die dann Tore machte.

Nach dem Wiederbeginn staunten die Norwegerinnen nicht schlecht, als sie sogar einen Rückstand hinnehmen mussten und Rumänien ein paar Sekunden lang durch Cristina Neagu 16:17 in Führung ging. In den verbleibenden 20 Minuten ließen jedoch die Deckung und Katrine Lünde im Tor nur noch drei weitere Gegentreffer zu,  auf rumänischer Seite fielen die Treffer unterdessen nun am Fließband und das trotz großartiger Abwehrarbeit der Torhüterin Denisa Dedu. Die Tore fielen immer wieder aus dem Umschaltspiel. Der 32-Jährigen und dieses Jahr an Covid-19 erkrankten Cristina Neagu sah man die Müdigkeit an und ihre Würfe wurden immer wieder von der Veteranin Katrine Lünde erraten. Ein Hattrick von Camilla Herrem sorgte für das 19:17 und nach dem 23:20 war es dann klar, dass die Kraft der von Bogdan Burcea trainierten Spielerinnen nicht mehr vorhanden war, um die dynamischen Nordeuropäerinnen einzuholen. Das Spiel endete mit der Niederlage für Rumänien und einem Punktestand von 28:20.

Für Rumänien erzielte Cristina Neagu ihren 250. Treffer bei einer Europameisterschaft. Beste Torschützin auf rumänischer Seite war die 23-Jährige Lorena Ostase mit 6 Toren. „Wir hatten keine Angst vor Norwegen und haben bewiesen, dass wir gut spielen können. Aber, sie waren sehr gut im Gegenstoß und das war der Unterschied“, so die rumänische Torhüterin Denisa Dedu.

Dadurch, dass Rumänien nur Polen besiegte, das aus dem Rennen ausschied, qualifiziert sich unsere Mannschaft mit 0 Punkten in die Gruppe II der Hauptrunde, was das Weiterkommen nochmal erschweren wird. Deutschland und Norwegen sind nämlich auch wieder dabei.

Rumänien hat sich zusammen mit Deutschland und Norwegen aus der D-Gruppe weiterqualifiziert.  Am Donnerstag, dem 10. Dezember, nach Redaktionsschluss spielte Rumänien gegen Kroatien. Am Montag, dem 14. Dezember, 21.30 Uhr, trifft Rumänien auf Ungarn und am Dienstag, den 15. Dezember, 17 Uhr, auf die Niederlande.

Die Spiele können live auf Digisport 1 verfolgt werden. Das Halbfinale der Europameisterschaft findet am 18. Dezember, das Finale findet am 20. Dezember, beide in Herning, Dänemark, statt.

Cynthia PINTER

 

 

 

 

 

 

 

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