Das Poem „Luceafărul” als Rockoper

Mit Alexandra Maria Hojda und Eugen Brudaru als Protagonisten

Ausgabe Nr. 2690

Das allbekannte Gedicht „Luceafărul“ von Mihai Eminescu in eine Rockoper verwandelt wurde unter dem Titel ,,Lucifer – A Rock Opera” in englischer Fassung im Rahmen des 19. Sibiu Opera Festivals am vergangenen Freitagabend auf dem Großen Ring vorgestellt. Im Vorfeld hatte in der evangelischen Stadtpfarrkirche das erste Konzert seit Beginn der Restaurierungsarbeiten stattgefunden. Unser Bild: Alexandra Maria Hojda als Cătălina, im Hintergrund ist am Schlagzeug der Initiator des Projekts, Adrian Tăbăcaru zu sehen.  Foto: Werner FINK

Als Grundlage für die am Freitag auf dem Großen Ring aufgeführten Rockoper diente „Luceafărul“, das bekannteste Werk des rumänischen Dichters Mihai Eminescu, sowie die englische Übersetzung des Werkes von Dimitrie Cuclin Lucifer. Gesungen wird auf Englisch, was dem Werk einen internationalen Klang verleiht.

Das erste Konzert in der evangelischen Stadtpfarrkirche seit Beginn der Restaurierungsarbeiten bestritt am Freitagnachmittag das Orchester der Hermannstädter Staatsphilharmonie unter der Leitung von Tiberiu Soare mit Werken von Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach. Unser Bild: Melinda Samson (Sopran) brachte u. a. das Lied ,,Ei! wie schmeckt der Coffee süße“ zur Begleitung des Orchesters und der Oboistin Oana Cristina Avram (Oboe) aus Bachs Kaffeekantate zu Gehör.                                                                                     Foto: Beatrice UNGAR

Die Vorpremiere der Rockoper fand am 15. Januar 2019, am Geburtstag von Mihai Eminescu im Club Control in Bukarest statt, die Online- Premiere am 15. Januar d. J. zum 170. Geburtstag Eminescus. Der Initiator Adrian Tăbăcaru hatte es geschafft, 22 Musiker, Kulturtätige, Künstler dafür zu begeistern und mit ihnen zusammen auf Grund des Werks „Luceafărul“ von Eminescu eine Rockoper zu schaffen, die bei Rockliebhabern, aber nicht nur bei diesen, Aufsehen erregt. Tăbăcaru produzierte sie zwischen 2014 und 2018, wobei er auch die Musik dazu komponierte.  Das Libretto schrieb die Dichterin Ioana Ieronim.

Die meisten der von den Veranstaltern zur Verfügung gestellten Plätze schienen am vergangenen Freitag um 20 Uhr bereits schon besetzt zu sein. Das Publikum wollte die Rockoper in Hermannstadt einmal auch Live erleben. Ein Bühnenbild fehlte zwar, aber ein interessanter und wichtiger Teil der Show waren  die graphischen Darstellungen, die auf dem großen Bildschirm neben der Bühne gezeigt wurden. Produziert wurden sie von Costin Chioreanu, der bereits mit  bekannten Namen der Rockwelt zusammengearbeitet hatte.

Alexandra Maria Hojda konnte das Publikum dieses Mal als „Cătălina“ erleben. Bekannt ist Hojda u. a. durch die Teilnahmen an den Wettbewerben Megastar, X Factor und  Vocea României. Außerdem singt sie in der Temeswarer Band ,,The TM Groove“.

Als Hyperion fungierte Eugen Brudaru. Brudaru ist Mitglied der Bands ,,White Walls“ und ,,Lupu’ cel Rău“ und hat auch ein Soloprojekt namens ,,Haunted Island“. Im Rahmen der Rockoper übernimmt er aber auch einige andere sekundäre Stimmen. Der Initiator Adrian Tăbăcaru ist auch der Schlagzeuger, Produzent und Songwriter und Mitgründer der Bands ,,Taine“ und ,,Souptrip“.

Wer nicht bei der Vorstellung der Rockoper dabei sein konnte, der hat die Möglichkeit sie online unter www.lucifer-rockopera.com anzuhören und die graphischen Darstellungen dazu zu bewundern.

Werner FINK

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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