Donnerstags gibt es Musik

Neues aus dem Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2678

Der deutsche Jazzmusiker Florian Wehse stellte sich und seine Bands vergangenen Donnerstag vor und bewies ganz sympathisch, dass er zur Not  selber ein ganzes Orchester sein kann.                                       Foto: DKH

Seit dem 21. Mai stellt das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt (DKH) „Das Lied am Donnerstag” ins Netz und macht dadurch das Leben der Online-Besucher schöner und deutsche Musiker besser bekannt. Diese Aktion ist nicht die einzige Neuigkeit beim DKH und in den vergangenen Monaten wurde das Angebot an die jetzigen Zeiten angepasst.

„Wir finden, es ist ein super Projekt und es tanzt ein bisschen aus der Reihe aller anderen Projekte”, sagt Ada Tănase, die Direktorin des Deutschen Kuturzentrums Hermannstadt. Begeistert sind nicht nur die Mitarbeiter und Zuschauer, sondern auch  die Musiker, erklärt die Kulturreferentin Elisabeth Köber: „Die Musiker freuen sich auch, wieder in die Proberäume zu gehen, und auch wieder fürs Publikum  zu spielen, auch wenn es nur online ist.”

Lydia Maria Bader (Piano, klassische Musik), Elisa Herbig (Pop, Jazz), XTR Human (Post Punk), Florian Wehse (Jazz) und AussenBoder (Deutschrock) haben bis jetzt kurze Musikeinlagen aufgenommen und sind auf die Facebook-Seite und die Internet-Seite des Zentrums zu sehen und zu hören, aber auch auf YouTube, wobei der letzte Kanal die meisten Zuschauer hat, weil Facebook auf YouTube die Videos weiter leitet.

Das Plakat der Reihe „Das Lied am Donnerstag”.

„Das Lied am Donnerstag” ist aber nicht nur ein einfaches vorgespieltes oder vorgesungenes  Lied, die meisten Musiker stellen sich und ihre Bands auch ein bisschen vor. „Wir haben auch bemerkt, dass die meisten Musiker ihre Aufnahme an die Corona-Zeit gebunden haben”, so Ada Tănase.

„Das Lied am Donnerstag” wird über Mittel des Auswertigen Amtes mitfinanziert und ist ein Projekt ausschließlich des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt. Es soll auch noch eine ganze Weile weiter gehen, „zumindest, dass wir den Sommer überbrücken”, so die Direktorin. Es könnte aber auch  bis gegen Ende des Jahres weiter gehen, dass zumindest teilweise die fehlenden Live-Aktionen des Zentrums ersetzt werden, die verschoben wurden.

Geplant wird vorerst nur für den Sommer, denn es besteht die Hoffnung, dass man die auf den Herbst verlegten und organisierten Events doch halten kann. Erwartet werden die Autoren Dana von Suffrin im September und Ingo Schulze im Oktober. Auch Musik soll es weiterhin live geben, mit Marcus Schinkel Trio und HATTLER in Oktober. Dabei hoffen die MitarbeiterInnen, dass die Situation so schnell wie mögloch klarer wird, dass man die Events richtig organsieren kann.

Auch während der Notstandzeit haben die Mitarbeiter des Zentrums fleißig gearbeitet und freuen sich über die sehr guten Ergebnisse.

Das Zentrum hat nämlich einen neuen Internetauftritt, modern und interaktiv, ein Muss für diese Zeiten.

Auch die Kurse haben online stattgefunden, problemlos sind LehrerInnen und KursanInnen zu dieser Mehthode über gegangen. Das hatte auch einen sehr guten Nebeneffekt, denn die Kursanten kommen inzwischen aus ganz Rumänien, und nicht nur. „Wir haben zum Beispiel einen Kinderkurs mit Kindern aus Brăila“, sagt Ada Tănase, die sich auch auf den neu eingeführten Rumänischkurs freut: „Mehrere Personen aus Österreich haben bei uns einen Schnupperkurs gebucht und waren so begeistert, dass sie weiter machen wollen.”

Für Kinder gibt es auch ein schönes neues Angebot, neben dem Bilderbuchkino, welches auch über diese Zeit gelaufen ist und zwei Mal im Monat stattfinden soll: Ein Online-Leseklub, bei dem die Kinder sich über tolle Büche austauschen können – deutsch und rumänisch – und diese auch behalten dürfen. Und übrigens, die Bibliothek ist auch wieder geöffnet, wobei die Leser gebeten werden, die neuen Regeln zu beachten.

Ideen gab es in dieser Zeit viele, jetzt wird fleißig gearbeitet, dass diese auch umgesetzt werden und die MitarbeiterInnnen des Kulturzentrums versprechen, dass das Publikum auf der Internetseite (https://kulturzentrum-her mannstadt.ro) und auf Facebook (https://www.facebook.com/Cen trulCulturalGermanSibiu) auf dem Laufenden gehalten wird.

Ruxandra STĂNESCU

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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