Allegorie und Mythos

Der Künstler Michael Lassel stellt in Klausenburg aus

Ausgabe Nr. 2661

Michael Lassel: Die ewige Stadt.

Der Künstler Michael Lassel kehrt mit seiner persönlichen Ausstellung ,,Die Welt als Allegorie und Mythos“ nach Rumänien zurück, nachdem er 2017 anlässlich des Großen Sachsentreffens in Hermannstadt im Brukenthalpalais die Ausstellung ,,Barockkolloquium“ eröffnet hatte, die daselbst bis zum 27. September 2017 zu besichtigen war und die bis heute bestbesuchte Sonderausstellung in dieser Einrichtung war. Seine dritte Ausstellung in seinem Heimatland – 2010 hatte er in der Bukarester European Art Gallery ausgestellt – eröffnet Lassel am 25. Februar, 18 Uhr, in dem Klausenburger Kunstmuseum.

 

Der 1948 im nordsiebenbürgischen Ludwigsburg/Logic geborene Michael Lassel, seit 1986 in Fürth beheimatet, ist international für seine ,,Trompe-l´œil“-Gemälde bekannt und wird seit über drei Jahrzehnten von namhaften Galerien und Museen wie dem British Museum (,,Babylon. Myth and Reality“, 2008-2009), dem renommierten Haus der Kunst München (2006-2008, 2010) oder der berühmten Opera Gallery in Paris, New York, Singapur und Miami zu Ausstellungen eingeladen.

Die Zeitschrift Weltkunst nannte ihn ,,den wichtigsten Trompe-l’œil-Maler der Gegenwart“, die Europäische Kunstakademie Luxemburg verlieh ihm 1991 den Ersten Preis und widmete ihm eine persönliche Ausstellung, bedeutende Museen haben Werke von Lassel in ihren ständigen Sammlungen (in Rumänien das Brukenthalmuseum in Hermannstadt), seine Werke befinden sich in berühmten Privatsammlungen.

Michael Lassel.   Foto: Fred NUSS

Auf Einladung der Kulturzeitschrift Tribuna, die auch das dreisprachige Album ,,Michael Lassel – Ein Meister aus Deutschland“ herausgab (Tribuna Verlag, Klausenburg, 2019), zeigt Michael Lassel seine bislang umfangreichste Ausstellung in Rumänien (38 Werke). Mit Werken aus dem letzten Vierteljahrhundert (zwischen 1994 und 2020) ist dies eine sui generis-Retrospektive auf eine beeindruckende künstlerische Karriere.

,,Michael Lassels Kunst sagt uns, dass der Mensch sich von dem Ding, von der Welt, die er lebt, entfernt, zudem lebt er außerhalb seiner wesentlichen Beziehung zu dem Ding, und es mangelt ihm an der Welt. Der Mensch verlässt das Ding alsgleich die Welt, und die einzige Rettung liegt in der Wiederherstellung, in seiner Vorstellungskraft, in dem endlosen Streben, die Welt immer wieder neu zu erschaffen“, bemerkt Mircea Arman in der Zeitschrift Tribuna.

,,Lassel kombiniert Hyperrealismus mit Trompe l’œil und gesteht, dass er vom ‚Barockillusionismus‘ und seinen berühmten Meistern wie Bramante, Mantegna, Luca Giordano, Tiepolo, aber auch vom modernen Dali und Magritte beeinflusst ist, vollbringt dennoch eine andersartige Welt und Atmosphäre, einmalig in der Botschaft und Zusammensetzung gleichermaßen. Seine Werke sind, jedes für sich, die Antwort des Künstlers auf die Fragen der Menschheit, die unerwartete und sicherlich ungewöhnliche persönliche Geschichten mit einer tiefgreifenden Symbolik verknüpfen, die ihre Wurzeln in den früher von den Künstlern der Renaissance so geliebten Rätseln hat“, stellt Cristina Simion, Kuratorin der Ausstellung, fest.

Die Ausstellung ,, Die Welt als Allegorie und Mythos“ mit Werken des Künstlers ist vom 25. Februar bis 15. März 2020 im Klausenburger Kunstmuseum zu besichtigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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