Im Zeichen der Freundschaft

Eurorando 2021 findet in Rumänien statt

Ausgabe Nr. 2652

Der SKV-Vorsitzende Marcel Șofariu bei seiner Präsentation im Sitzungssaal des Hermannstädter Kreisrates. Auf dem Bildschirm zu sehen ist die in desolatem Zustand befindliche Prejba-Hütte.         Foto: Werner FINK

Unter dem Titel „Sibiul și civilizația muntelui – trecut, prezent si viitor“ (Hermannstadt und die Zivilisation der Berge – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) fand am Donnerstag der Vorwoche im Sitzungssaal des Hermannstädter Kreisrates eine Konferenz statt, in deren Rahmen Marcel Șofariu, Vorsitzender des Siebenbürgischen Karpatenvereins (SKV) bekanntgab, dass das Eurorando 2021 in Rumänien stattfinden wird, wobei der SKV als Mitglied der Europäischen Wandervereinigung (EWV) der Gastgeber sein wird.

 

Das Eurorando  ist bereits ein zur Tradition gewordenes pan-europäisches Ereignis, das vorher schon  2001, 2006, 2011 und 2016 veranstaltet wurde.

Das Hauptthema ist ,,Freundschaft“. Im Rahmen des  Eurorando 2021 wird es zwei Etappen geben. Von Oktober  2020 bis August 2021 wird es von Mitgliedsorganisationen veranstaltete Eurorando-Wanderungen unter dem Zeichen der „Freundschaft“, das Thema der Veranstaltung, geben. So war es übrigens auch beim Eurorando 2011 und  Eurorando 2016 gewesen.

Alle diese Aktionen sollen nun von dem Team aus Hermannstadt koordiniert und auf der Seite der Veranstalter gefördert werden.

In einer zweiten Etappe wird das Eurorando 2021 mit einer großen internationalen Veranstaltung abgeschlossen, für die sich laut Șofariu etwa 3.000 Teilnehmer angemeldet haben. Im September 2021 werden die aktivsten Wanderer nach Hermannstadt kommen, um hier Kultur- und Bergwanderungen zu erleben. Zur gleichen Zeit wird hier auch der 52. Kongress der EWV veranstaltet, zu dem an die  100 Vertreter der wichtigsten Wandervereine aus Europa erwartet werden.

Neben den Förderaktionen finden im Vorfeld  auch Vorbereitungen statt, die die Wandermöglichkeiten in der Gegend von Hermannstadt verbessern sollen. Bei dem  Projekt in diesem Jahr ging es um die Erfassung des Potentials und des Zustandes der Infrastruktur. Angeprochen wurde auch das Problem der Markierungen von Wanderwegen in der Umgebung von Städten und in der Hügellandschaft.

Der wiedergewählte SKV-Vorsitzende Marcel Șofariu. Foto: Werner FINK

„Was Hermannstadt dadurch gewinnt, ist, dass die Vorbereitungen, die für diese Veranstaltung getroffen werden, in Zukunft den wanderlustigen Hermannstädter zur Verfügung stehen werden“, sagte Șofariu.

Die Mitfinanzierung seitens des Siebenbürgischen Karpatenvereins wurde durch die Firmen WK Group und Sobis Solutions gewährleistet.

Der 1880 gegründete und 1996 wiedergegründete Siebenbürgische Karpatenverein (SKV)  ist der älteste Bergsteigerverein im heutigen Rumänien. Die Europäische Wandervereinigung (EWV) wurde im Jahr 1969 in Deutschland ursprünglich durch 14 Wanderklubs aus sechs Ländern gegründet. Heute vereinigt diese Dachorganisation 63 Wandervereine in 35 europäischen Staaten und zählt insgesamt  über drei Millionen Mitglieder.

Einer der Gründer, Dr. h.c. Georg Fahrbach war der Überzeugung: ,,Wir Wanderer, für die die Natur und Landschaft weder an Ländergrenzen noch an Erdteilen aufhört, müssen überzeugte Vertreter der Auffassung sein, dass alle Menschen gleich welcher Nationalität, Rasse, Farbe, Religion, oder politischer Richtung, gleichwertige und gleichberechtigte Mitbürger einer die Menschheit umfassenden Gemeinde sind“. Diese nun schon 50 Jahre alte Aussage ist immer noch gültig.

Werner FINK

 

Anmerkung der Redaktion: Bei der SKV-Mitgliederversammlung am Samstag in Hermannstadt wurde Marcel Șofariu in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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