Professionell und pünktlich

Mitgliederversammlung des DFDH im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2651

Während Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter (am Rednerpult) seinen Bericht vorlegte, konnten die Anwesenden auf einer Leinwand Bilder von den Bauarbeiten im Forumshaus betrachten.                           Foto: Cynthia PINTER

Die letzte Mitgliederversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) im Jahr 2019 hat am 26. November im Spiegelsaal stattgefunden. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Bericht des Vorsitzenden Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter.

 

Der erste angesprochene Punkt war die Renovierung des Spiegelsaals, die professionell und pünktlich ausgeführt worden ist und bis zum EU-Gipfeltreffen, das am 9. Mai stattgefunden hat, fertig war. Dazu sagte Prof. Dr. Pinter: „Das Ziel war, einen historisch richtig renovierten und funktionalen Saal, angepasst an die heutigen Gesetzesvorschriften, insbesondere im Bereich Brandschutz, unserer Gemeinschaft und unseren Gästen zur Verfügung zu stellen. Es war mehr als eine Renovierung, es war eine Restaurierung, die mit viel Fachkenntnis, und ich muss sagen, auch mit viel Liebe durchgeführt wurde. Nur als kleines Beispiel: Die Steckdosen und die Schalter sind von der Form her aus der Epoche der Elektrifizierung dieses Hauses, aber von der Technik her sind sie auf dem höchsten heutigen Standard.“

Als zweites sprach der Vorsitzende des Hermannstädter Forums die Folgen an, die der Erlass 26 für die Änderung des Gesetzes der Organisationen und Verbände aus dem Jahr 2000 für das Forum hatte. Wären die Änderungen angenommen worden, hätte man das Hermannstädter Forum aufgelöst und das gesamte Patrimonium konfisziert. Unterdessen ist der Gesetzesvorschlag auch dank der Unterstützung durch den DFDR-Abgeordneten Ovidiu Ganț und  den Verband der Jüdischen Gemeinschaften zurückgezogen worden.

Dieser stressige Wettlauf wurde gewonnen, es sei jedoch nur eine Schlacht gewesen in einem Krieg, der wann immer wieder ausbrechen könnte. Da das Landesforum (DFDR) mehrere Prozesse wegen Verleumdung am Laufen hat, sagte Prof. Dr. Pinter die Unterstützung des DFDH zu, sowohl finanziell als auch anderweitig.

Helmut Lerner, DFDR-Kulturreferent und Hermannstädter Stadtrat, berichtete über die kulturveranstaltungen und die Buchproduktion des DFDH. Foto: Cynthia PINTER

Kulturreferent Helmut Lerner stellte die wichtigsten Projekte des Hermannstädter Zentrumsforums vor. Die Herausgabe von Büchern werde weiterhin fortgesetzt, aber auch die bekannten Veranstaltungen wie: Urzellauf, Maifest – das am 25. April im nächsten Jahr sein 30. Jubiläum feiert -, Marienball, Katharinenball, Kronenfest, Treffen auf dem Huetplatz – das zwischen dem 26. und 28. Juli geplant ist – sind wieder im Kulturprogramm vorgesehen.

Sebastian Arion, der Leiter des Jugendforums Hermannstadt stellte kurz die Projekte des JFDH und der siebenbürgisch-sächsischen Jugendtanzgruppe von 2019 vor. Er erwähnte den großen Erfolg des Holzstock-Festivals, an dem in diesem jahr  rund 400 Gäste teilgenommen haben und das auch nächstes Jahr wieder in Holzmengen stattfinden wird.

Ifa-Kulturmanagerin Aurelia Brecht berichtete über die Aktivitäten und Projekte des Jahres, u. a. Lesereihen, die Gesprächsrunde ,,Hermannstädter Gespräche“, Filmreihen, Sommerschulen und Projekte in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kirchenburgen.

Im Anschluss an die Berichterstattungen wurde über den von Geschäftsführer Raul Rognean vorgestellten Haushaltsvoranschlag 2020 mit Einnahmen von 3.077.265 abgestimmt. Dieser wurde einstimmig angenommen. Ebenso der Vorschlag, den Mitgliedsbeitrag unverändert zu lassen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Jahr 10 Lei für Schüler, Studenten und Rentner bzw. 20 Lei für Erwerbstätige.

Von einem reich bestückten Büchertisch konnten die Forumsmitglieder sowie die Gäste der Veranstaltung einige der im Jahr 2019 publizierten Bücher sowie Kalender für 2020 mit nach Hause nehmen.

Cynthia PINTER

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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