Ohren- und Gaumenschmaus für alle

Tag der Offenen Türen im Bischofspalais der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien

Ausgabe Nr. 2644

Die Neppendorfer Blaskapelle eröffnete den musikalischen Teil der Veranstaltung im Innenhof des Brukenthalpalais.
Foto: Beatrice UNGAR

Das Bischofspalais der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) war schon mal für Besucher geöffnet, 2017 zum Großen Sachsentreffen. Damals war die Veranstaltung ein Erfolg. Am Samstag lud das Landeskonsistorium der EKR   erneut zu einem Tag der Offenen Türen ein. Zum Auftakt um 11 Uhr konzertierte die Neppendorfer Blaskapelle, es gab Führungen durch das Bischofspalais, dazu traditionelle Gaumenfreuden aus der Region und ,,Sachsenwein” vom Weingut Cramele Jidveiaus Seiden, gespendet von dem Inhaber Claudiu Necșulescu.

Claudiu Necșulescu, der nach eigener Aussage am liebsten jeden einzelnen Siebenbürger Sachsen persönlich nach Siebenbürgen zurückholen und verwöhnen würde, hatte übrigens auch den so genannten ,,Reformationswein“ zum 500. Reformationsjubiläum hergestellt.

Das Platzkonzert war zugleich auch ein Ständchen für die fleißigen Köchinnen von der Kantine des Landeskonsistoriums, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgten. Foto: Beatrice UNGAR

Das schöne Wetter und das reiche Angebot lockte zahlreiche Besucher aller Altersklassen an, die sich schon bald an den Ständen tummelten. Besonders gefragt waren die ,,personalisierten“ Lebkuchen, die Bischofsgattin Henriette Guib gemeinsam mit Lehrerinnen-Kolleginnen gebacken hatte. Man konnte einen Spruch seiner Wahl auf ein Lebkuchenkeks spritzen lassen. Es gab Sprüche wie ,,net loss di“ oder ,,Mir Soxen“ aber auch ,,#rezist“ auf einigen von den Besuchern erstandenen Keksen zu lesen.

Mit Ständen vertreten waren auch die Stiftung Kirchenburgen, das Jugendwerk und die Frauenarbeit der EKR (u. a. mit leckeren Aufstrichen, Szeklerkuchen), das Evangelische Schülerheim in der Fleischergasse (mit einem interessanten Banner auf dem zu lesen war: ,,#Highlifeistheimlife“), das Friedrich Teusch-Kultur- und Begegnungszentrum.

Stefanie Dengel verzierte oder beschriftete Lebkuchen nach Wunsch mit Zuckerguß.
Foto: Beatrice UNGAR

Für das leibliche Wohl sorgten die Köchinnen von der Kantine des Landeskonsistoriums, die Apfel- und Käsekuchen gebacken und zum Abschluss für alle Mitarbeiter eine traditionelle siebenbürgisch-sächsische Suppe – Brodelawend (Bratensuppe) – gekocht hatten.

Eine Überraschung erlebten die späten Gäste und der Bischof am frühen Nachmittag, als der Limburger Domchor eintraf und ein spontanes Konzert bot. Konzertiert hatten schon im Vorfeld der Kinderchor und der Bachchor der Hermannstädter evangelischen Kirchengemeinde, bei deren Proben im Festsaal einige Neugierige dabei gewesen sind, die bei dem Rundgang durch das Haus auf den Gesang aufmerksam geworden waren.

Zum Abschluss wurde der englischsprachige Bildband ,,The Evangelical Church of the Augsburg Confession in Romania – History, Spirituality and Heritage” vorgestellt, der von dem Landeskonsistorium der EKR mit finanzieller Unterstützung seitens des Staatssekretariats für Kulte herausgegen wurde.

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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