FunkForum-Treffen in Busiasch

Weinkostprobe, Workshop und Spaziergänge

Ausgabe Nr. 2641

Gruppenbild der Teilnehmer vor dem Restaurant ,,La Aeroport“.
Foto: Privat

Die Mitglieder des FunkForums, das deutschsprachige Medienforum in Rumänien, haben sich am vergangenen Wochenende in Busiasch getroffen. An dem Treffen nahmen diesmal sowohl deutschsprachige Journalisten aus Rumänien und Ungarn teil, als auch Studenten und Lyzeaner aus Temeswar und Sathmar, die in ihrer Freizeit bei Radiosendungen mitmachen.

 

Für die Mitglieder gab es schon bei der Ankunft eine gute Nachricht: Der Zusammenschluss von Redakteuren deutschsprachiger Medien aus Mittel- und Südosteuropa, der 2001 ins Leben gerufen wurde, ist ab jetzt ein Verein, ein Prozess, der jahrelang gedauert hat, so der Vorsitzende Siegfried Thiel. Das bringt viel mehr Möglichkeiten für die Mitglieder, eigene Projekte zu entwickeln und auch Finanzierungen zu suchen.

Das Programm war reichhaltig und sehr interessant, für die meisten Teilnehmer auch sehr entspannt, bis auf ifa-Kulturmanager in Temeswar, Florian Kerzel, der die ganzen Abrechnungen übernahm und dementsprechend beschäftigt war.

Am ersten Tag des Treffens war nach der Begrüßung und dem Mittagessen ein Besuch auf dem Weingut ,,Thesaurus“  eingeplant, der besonders für die Erwachsenen sehr interessant war, denn im Abschluss gab es eine Weinverköstigung. Abendessen nach einem kleinen Spaziergang gab es in einem originellen Restaurant: „La Aeroport“. Hier befinden sich drei Flugzeuge, unter denen die Tische für die Kunden aufgestellt sind.

Am zweiten Tag gab es am Vormittag einen kurzweiligen Vortrag von Ştefana Ciortea-Neamţiu über Ethik und Deontologie im Journalismus, besonders spannend für die jungen Teilnehmer, aber immer wieder eine Herausforderung auch für Profijournalisten, denn die Frage „Wie weit darf man gehen?“ bleibt für alle Presseleute immer offen. Der Nachmittag wurde der Stadt Busiasch gewidmet, Josef Molnar machte eine kleine Führung durch den Mittelpunkt der Stadt: Der schöne Park und die bedeckte Promenade, „Colonade“ genannt, wo die Kaiserin Sissi doch keinen Ball organisiert hat, wie man so gerne erzählt. Da der Kaiser Franz Joseph weniger bekannt war, erzählen die Landsleute gerne, dass hier Sissi spazieren gegangen sei. Tatsächlich war die Kaiserin im 150 km entfernten Kurort Herkulesbad, ist aber nie nach Busiasch gekommen.

Wie die meisten Kurorte in Rumänien, die im Kommunismus floriert sind, wurde auch Busiasch vernachlässigt und ist weit vom ehemaligen Ruhm entfernt. Dabei waren die positiven Effekte des Mineralwassers bereits Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt, inzwischen ist die Vernachlässigung des Kurortes überall sichtbar.

Der ehemalige Sportlehrer Herbert Zirk und großer Hundertwasser-Fan zeigte den Teilnehmern seinen hiesigen Hof – er lebt in Deutschland – wo er hunderte Objekte aus Busiasch gesammelt hat.

Nach dem Abendessen gab es in der Pension harte Tischtennis-Kämpfe, das Team Zirk-Kerzel schaffte es, sich durchzusetzen. Der Abend zog sich besonders für die jüngsten Teilnehmer in die Länge, denn am letzten Tag stand nach dem ausgiebigem Frühstück nur noch die Verabschiedung im Programm.

Die Beiträge des FunkForums sind online abrufbar, sowie auch Informationen zum Verein und zu den Mitgliedern, unter http://www.funkforum.net.

Ruxandra STĂNESCU

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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