Ein „Gefühl der Stärke, des Zusammenhaltes”

44. Bezirksgemeindefest am Sonntag Jubilate in Mediasch gefeiert

Ausgabe Nr. 2624

Auf der Hüpfburg war der aufblasbare Gummistier der Star.
Foto: Werner FINK

Vergangenen Sonntag, dem Sonntag Jubilate, wurde in Mediasch das 44. Bezirksgemeindefest und dieses Mal zugleich auch Muttertag gefeiert. Nach der Darbietung der Kinder zum Muttertag im Rahmen des Festgottesdienstes verteilten diese Rosen an alle anwesenden Damen. Die hierfür vorbereiteten 200 rosafarbenen Rosen reichten knapp.

Der Festgottesdienst wurde außerdem durch die musikalischen Darbietungen eines Ensembles bereichert, das als Höhepunkt die Motette „Vias tuas, Domine, demonstra mihi“ von Philipp Caudella zusammen mit dem Mediascher Kirchenchor und dem Kinderchor zum Besten gab, wobei der Kinderchor den Part des Soprans übernahm.

 

Nach dem Gottesdienst folgte das Festessen mit musikalischer Untermalung seitens der Armonia-Blaskapelle aus Sankt Martin unter der Leitung von Wili Halmen. Anschließend konnte man sich im „Garagenbasar“ umschauen. Außerordentlich freuten sich die Kinder über die Spiele im Garten.

Pfarrerin Bettina Kenst.
Foto: Werner FINK

Seit rund 22 Jahren findet das Bezirksgemeindefest des Kirchenbezirks Mediasch statt.Traditionell wird es zweimal im Jahr gefeiert, einmal im Frühjahr in Mediasch und einmal im Herbst in einer der Gemeinden des Bezirks. Es sei eine sehr schöne Idee gewesen, diese Feste ins Leben zu rufen, sie bringen die Leute zusammen, geben den Leuten ein Gefühl der Stärke, des Zusammenhaltes, der Hoffnung,unterstrich Pfarrer Gerhard Servatius-Depner. Obwohl bereits das 44. Fest gefeiert wurde, habe es sich wieder erwiesen, dass es noch immer sehr Neues als auch sehr Spannendes und Schönes geben könne. „Zusammenkommen ist ein Beginn,  zusammenarbeiten ist ein Fortschritt, zusammen bleiben ist ein Erfolg” (nach Henry Ford) lautete 2013 das Motto des 12. Großen Mediascher Treffens in Dinkelsbühl. Auf dieses Motto ging Pfarrer Gerhard Servatius Depner auch in seinem Grußwort ein. „Wir sind sehr unterschiedlich, sehr zerrissen, es sind über 40 Gemeinden, die wir betreuen. Aber diese Feste zeigen nicht nur, dass wir feiern können, sondern, dass wir uns untereinander gut verstehen und uns untereinander stärken“, sagte Servatius-Depner.

Das kleine Instrumental- und Vokalensemble stand unter der musikalischen Leitung der Stadtkantorin Edith Toth (links).  
Foto: Werner FINK

Musikalisch wurde der Gottesdienst auch dieses Mal sehr reich gestaltet, u. a. durch die Musikeinlagen des kleinen Instrumentalensembles, das aus drei Musikern aus Hermannstadt, zwei Musikern aus Neumarkt und aus den beiden Organistinnen Edith Toth und Liv Müller sowie Pfarrer Gerhard Servatius-Depner bestand. Erfreut wurden die Mütter übrigens auch mit dem Lied „Det Motterhärz“ von Georg Meynd. Während der Chor das Lied sang, gingen zwei Konfirmanden mit je einem Blumenstrauß das ganze Kirchenschiff entlang bis zum Altar und setzten die zwei Blumensträuße in Vasen, als Zeichen der Ehrung der verstorbenen Mütter, wie man das in Mediasch zu diesem Anlass zu tun pflegt. Nach den Musikeinlagen durften die Kinder in den Kindergottesdienst gehen und es folgte die zweisprachige  Predigt von Bettina Kenst.

Nach dem Festgottesdienst gab es im Zelt das Festessen und anschließend Kaffee und Kuchen wobei die Armonia-Blaskapelle aus Sankt Martin für Stimmung sorgte. Kaum denkbar gewesen wäre den Muttertag in Mediasch zu feiern, ohne dass das Gedicht „Zum Muttertag“ von dem Autor selber, Kurator Dieter Scharmüller vorgetragen wird.

Wer den Hunger bereits gestillt hatte, konnte sich in der Garage den „Garagenbasar“ anschauen, wo es die Möglichkeit gab, verschiedene Gegenstände für einen kleinen Preis verhandelbar zu kaufen. Die Einnahmen des Basars dienen natürlich dafür das Fest selber zu finanzieren. Eine Riesenfreude hatten die Kinder an den vier Spielen im Garten. Vor allem den aufblasbaren Gummistier schienen sie mit großer Freude zu reiten oder diesen zu umspringen.

Veranstaltet wird das Fest gemeinsam von dem evangelischen Bezirkskonsistorium, dem Diakonieverein und dem Mediascher evangelischen Stadtpfarramt. Abgeschlossen wurde der schöne, sonnige Sonntag in Mediasch, der alle Teilnehmer  mit Frohsinn erfüllte und das „Gefühl der Stärke, des Zusammenhaltes” verlieh, mit dem „Siebenbürgenlied“.

Werner FINK

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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