„Leichtfüßig und leicht zugänglich“

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Frauenchor und Kammerorchester konzertierten am Marientag


Die Gesamtleitung des Konzerts hatte die Stadtkantorin Brita Falch-Leutert (am Dirigentenpult) inne, als Solistinnen traten Melinda Samson (links außen) und Elisa Gunesch (rechts außen) auf. Foto: Fred NUSS

Ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis gab es am vergangenen Wochenende zunächst am Samstag in der reformierten Kirche in Hermannstadt und am Sonntag danach in der evangelischen Margarethenkirche in Mediasch. Der Frauenchor, gebildet aus Sängerinnen des Hermannstädter Bachchors und des Jugendchors der evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt, brachte u. a. die Vesper für Frauenchor, Streichinstrumente, Orgel und zwei Solostimmen von Michael Haydn auf, dem jüngeren Bruder des bekannten Joseph Haydn, zu Gehör.

 

Eröffnet wurde das von dem Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt geförderte Konzert mit der Vesper-Arie zu Mariä Reinigung von Johann Sartorius d. J. (1712-1778) für Solostimme  und Streicher mit Elisa Gunesch (Mezzosopran) als Solistin.

Musikwart Jürg Leutert spielte im Anschluss das Orgelkonzert von Joseph Haydn (1732-1809) auf der Truhenorgel.

Die Vesper von Michael Haydn schloss das Konzert ab. Eine katholische Vesper, vorgetragen von Musikerinnen und Musikern verschiedener Konfessionen am katholischen Tag Mariä Empfängnis, an dem die Protestanten die Darstellung Jesu im Tempel“ feiern, in einer reformierten Kirche. Ökumenischer geht’s nicht!“ rief ein Gast aus Österreich aus.

Michael Haydn wird übrigens hierzulande auch als „Siebenbürger Haydn“ gehandelt, war er doch von 1757 Geiger und ab 1760 bis 1762 Kapellmeister beim römisch-katholischen Bischof Adam Patachich in Großwardein.

Seine Vesper bezeichnet die Hermannstädter Stadtkantorin Brita Falch-Leutert als leichtfüßige und leicht zugängliche Musik“.  Sie hat Recht.

Beatrice UNGAR

 

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