Unter dem Motto Kontinuität

Zeno-Karl Pinter leitet erstmals DFDH-Versammlung

Ausgabe Nr. 2604

Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter.
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Die letzte Mitgliederversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) im Jahr hat am 27. November im Spiegelsaal stattgefunden. Eröffnet wurde die Versammlung mit einem Bericht des Vorsitzenden Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter.

„Es fällt mir eigentlich nicht leicht, nach sieben Monaten einen Bericht vorzutragen”, eröffnete Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter seine Rede, „da ich eigentlich in diesem Jahr eine gut funktionierende Organisation übernommen habe. Wie ein Trittbrettfahrer bin ich aufgesprungen und habe versucht, die Maschine weiter laufen zu lassen.” Erst bedankte sich der Vorsitzende bei dem Team des Forums und erklärte, dass er weiterhin mit dessen Unterstützung rechne. Sein Dank ging auch an die Unterstützer des Forums und an den gesamten Vorstand des Forums.

„Ich will das erste halbe Jahr unter das Motto Kontinuitätsetzen, denn ich finde, dass abrupte Änderungen zu Turbulenzen führen und das bringt oft nichts Gutes. Als Historiker weiß ich, dass nichts aus Nichts entsteht und nichts ohne Folgen bleibt”, so Pinter.

Nach dem Bericht, der mit Applaus von den Teilnehmern belohnt wurde, stellte Geschäftsführer Raul Rognean den Haushaltsvoranschlag vor, der von allen Mitgliedern angenommen wurde.

2019 sollen die Einnahmen voraussichtlich 2.383.600 Lei betragen, mit 697.600 Lei mehr als 2018. Dieser Unterschied kommt u. a. dadurch zustande, dass das Astra-Museum ab 2019 100.000 Lei pro Jahr Miete für das Franz Binder-Völkerkundemuseum zahlen wird. Um 320.100 Lei sollen die Einnahmen des Forumskindergartens steigen. Die Förderung vom DFDR soll auch verdoppelt werden, von 30.000 auf 60.000 Lei, mehr Einnahmen rechnet man auch von den Mieten und der Vermietung des Spiegelsaals. Dafür fallen die Einnahmen für den Bücherverkauf völlig weg, dieses Jahr waren es 18.000 Lei. Nicht nur die Einnahmen, auch die Ausgaben steigen nächstes Jahr, u. a. sollen für Häuserreparaturen 350.000 Lei ausgegeben weden (2018: 140.000 Lei), für den Kindergarten 774.100 Lei (2018: 445.000) und die Eigenleistung für die Kulturprogramme wird auf 24.000 Lei verdoppelt, neu ist dieses Jahr auch die Einkommenssteuer von 25.000 Lei.

Kulturreferent Helmut Lerner stellte danach die wichtigsten Projekte des DFDH vor, hauptsächlich diejenigen, die auch von anderen Organisationen und Institutionen finanziert werden. „Für eine vollständige Liste der Veranstaltungen kann ich Ihnen nur empfehlen, die Hermannstädter Zeitung zu lesen”, erklärte Lerner. Im nächsten Jahr sollen viele Veranstaltungen weiter geführt werden, wie Urzellauf, Marienball, Lesereihen, Workshops und Camps, Kindertag und Kronenfest. Geplant ist auch die Herausgabe von mindestens siebzehn Büchern,  aus Zuwendungen sollen diese mit 315.000 Lei finanziert werden. Ab März sind die ersten zu erwarten. Die Herausgabe wird zu 90 Prozent vom Departement für Interethnische Beziehungen der Rumänischen Regierung finanziert, die Differenz übernimmt das DFDH.

Mit einem kurzen Gespräch mit den Mitgliedern, bei dem es hauptsächlich um die anhaltende Diffamierungskampagne ging, gab es für die Teilnehmer eine Stärkungspause.

Emöke Boldizsár (am Rednerpult) trug die Texte vor.
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Im Anschluss wurde das Musikdrama „Romeo und Julia für Kinder” nach William Shakespeare, mit Kompositionen von Peter Francesco Marino aufgeführt. Die Schauspielerin Emöke Boldizsár las den Text, die musikalische Untermalung bestritten die Musiker Ciprian Dancu, Cosmin Fidileș, Makcim Fernandez Samodaiev und Monica Florescu.

Ruxandra STĂNESCU

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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