Musik im Mittelpunkt

Reformationsgottesdienst in der Mundart in Michelsberg
Ausgabe Nr. 2601

Der „Chor aus Siebenbürgen“ bot nach einem Konzept von Brita Falch Leutert und Jürg Leutert vor allem Kirchenmusik aus Siebenbürgen.
Foto: Beatrice UNGAR

Siebenbürger Sachsen, Reformation und Musik gehören zusammen und überschneiden sich“, stellte Ortspfarrer Stefan Cosoroabă in seinem einleitenden Grußwort zum Reformationsgottesdienst am Reformationstag, dem 31. Oktober, in der Dorfkirche von Michelsberg fest und sagte: Willkommen zum 501. Jubiläum der Reformation“.

 

Die siebenbürgische Kirchenmusik stand auch im Mittelpunkt des Vortrags von Cosoroabă im Anschluss an die Predigt, die der Kerzer Pfarrer Michael Reger in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart aus Rothberg hielt. Pfarrer Reger zeigte dabei bildlich, was es bedeutet, um den heißen Brei herum zu reden, indem er einige Male um das Lesepult herum ging, was bei den Gottesdienstteilnehmern gute Laune bewirkte.

Die evangelische Kirchengemeinde erwartete die Gäste im Gemeinderaum mit „Evangelischem Speck“ (einem typisch siebenbürgisch-sächsischen Aufstrich), Obst und Kuchen.                              
Foto: Beatrice UNGAR

Gute Stimmung bewirkten auch die ausgezeichnet interpretierte Kirchenmusik. Angefangen mit dem Choral Lass mich, o Herr“ aus dem Kronstädter Kantionale aus dem 17. Jahrhundert über Johann Pachelbels Vertonung des 93. Psalms bis hin zu dem passenderweise in siebenbürgisch-sächsischer Mundart vorgetragenen Abendlied aus Siebenbürgen“ von Grete Lienert-Zultner verwöhnten die 13 Sängerinnen und Sänger die Anwesenden. Besonders hervorzuheben ist aber die Interpretation der Seligpreisungen nach Matthäus 5, bei denen der Hermannstädter Stadtpfarrer Kilian Dörr, die Rezitation übernommen hatte.

Die vor geraumer Zeit in Michelsberg aufgekommene Idee, am Reformationstag einen Gottesdienst in der Mundart zu feiern, ist schon Tradition geworden, ebenso der an den Gottesdienst anschließende Abendempfang der evangelischen Kirchengemeinde Michelsberg, bei dem auch in diesem Jahr alle auf ihre Rechnung kamen.

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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