Die Polen räumten wieder ab

40. Auflage des Internationalen Jazzwettbewerbs für Nachwuchsmusiker

Ausgabe Nr. 2601

Das Marcin Pater Trio aus Polen (v. l. n.r.): Marcin Pater (Vibraphon), Mateusz Szewczyk (Kontrabass) und Adam Wazdjik (Schlagzeug).                    
Foto: Fred NUSS

Die polnische Band Marcin Pater Trio räumte regelrecht ab bei der 40. Auflage der Sibiu Jazz Competition, dem Jazzwettbewerb für Nachwuchsmusiker, der am 3. und 4. November im Thaliasaal über die Bühne gegangen ist. Die drei Absolventen der Musikakademie Katowice hatten schon beim Soundcheck Aufsehen erregt. Die Jury kürte sie dann auch erwartungsgemäß zur besten Band und Marcin Paters Stück „Take Down“ zur besten Komposition.

 

Die Band Vittorio Esposito Trio feat. Gabriel Marciano – Gabriele Pagliano (Kontrabass), Matteo De Vito (Schlagzeug), Vittorio Esposito (Klavier), Gabriel Marciano (Saxophon) -, Moderator Ștefan Naftanailăund der Pianist Stefano Proietti (v. l. n. r.).
Foto: Fred NUSS

Bei der 39. Auflage im Vorjahr hatte der Kontrabassist Mateusz Szewczyk, als Mitglied des Vibe-Quartetts, den Jurypreis zugesprochen bekommen. Also hatten auch damals die Polen die Nase vorn. Zur besten Band erklärte die Jury Pol Belardi’s Force aus Luxemburg aber der Kompositionspreis und der Preis der Sibiu Jazz Festival“-Stiftung gingen nach Polen.

Drei von ineffable (v. l. n. r.): Lukács Márton-Örs (Keyboards), Szereceán Tihamér (SynthBass), Regián Réka Kata (Gesang/Querflöte)
Foto: Fred NUSS

Auch in diesem Jahr vergab die Jury keinen Preis für den besten Sänger. Die drei Gesangsolistinnen – Regián Réka Kata (Szeklerburg/Miercurea Ciuc), Ioana-Teodora Spînu und Marta Popovici (beide Bukarest) – hatten sich zwar richtig ins Zeug gelegt, konnten aber nicht überzeugen. Allerdings erwies sich die Zwölftklässlerin aus Szeklerburg als vielversprechende Flötenvirtuosin. Im Gespräch mit der HermannstädterZeitungerzählte sie begeistert von ihrer Teilnahme an einem Jazzcamp im Szeklerland, wo sie u. a. die Gelegenheit hatte, mit dem ungarischen Jazzpianisten Peter Sárik zu konzertieren. Die Szeklerburger Band nennt sich ineffable“ und will laut Bandmanager Bodo István im Januar 2019 die Studioaufnahmen für ihre erste CD in Angriff nehmen.

Ein vielversprechender Nachwuchsgitarrist: Lucas Yosid Contreras aus Kolumbien. Foto: Fred NUSS

Vielversprechend waren auch die beiden Auftritte des improvisationsfreudigen kolumbianischen Nachwuchsgitarristen Lucas Yosid Contreras, am Samstag mit Ioana-Teodora  Spînu (Doi de Jazz“) und am Sonntag mit der Bukarester Band On the fly“. Er hätte den Preis für den besten Instrumentalsolisten verdient, doch die Jury entschied sich für den Pianisten Stefano Proietti der italienischen Band Blewitt“. Den Sonderpreis des Wettbewerbs durften ebenfalls Italiener entgegennehmen. Die Band Vittorio Esposito Trio feat. Gabriel Marciano hatte am Samstag mit gutem Jazz überzeugt.

Das Trio Sol Jang International Projektmit der Südkoreanerin Sol Jang (Klavier), dem Polen Elias Staszewski (Kontrabass) und dem Deutschen Hendrik Eichler (Schlagzeug) kam aus den Niederlanden angereist (v. l. n. r.). Foto: Fred NUSS

Bei der 49. Auflage des Internationalen Hermannstädter Jazzfestivals 2019 werden die Hermannstädter Jazzliebhaber und ihre Gäste das Marcin Pater Trio erneut erleben dürfen, versprach im Namen der Veranstalter – der Sibiu Jazz Festival“-Stiftung und das Hermannstädter Studentenkulturhaus – der Moderator der beiden Abende, Ștefan Naftanailă, Rundfunkjournalist bei Radio România Cultural.

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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