3 in 1 klang und schmeckte

„Focus in the Park“ erfolgreich mit neuem Konzept

Ausgabe Nr. 2592

Bogdan Mezovi von der Band „Grimus“ im Dialog mit dem Publikum.
Foto: Dragoș DUMITRU

3 in 1, wie der berühmte Kaffee, nur viel gesünder, schmeckte das neue Konzept des Focus-Festivals, das ab diesem Jahr „Focus in the Park“ heißt und am Wochenende vom 31. August bis 2. September im Erlenpark stattgefunden hat. Die „3“ steht für Konzerte, Street Food und Craft Bier. Praktisch gab es bei der ersten Auflage des „Focus in the Park“-Festivals, das vom Verein „Focus Sibiu“, mit finanzieller Unterstützung des Bürgermeisteramts und des Stadtrats von Hermannstadt, sowie des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt organisiert wurde, drei Festivals in einem.

 

„Cel mai fresh festival din Sibiu“ (Das frischeste Festival Hermannstadts) lautete das Motto und das war auf keinen Fall übertrieben. Im Schatten der alten Eichen konnte man es sich tagsüber in Hängematten oder auf Strohballen gemütlich machen oder auf mitgebrachten Decken picknicken. Abends ging die Party los. Auf der Hauptbühne war die Créme de la Créme der alternativen Musikszene zu sehen. Die ersten Stimmungsmacher waren die Jungs von „Coma“ aus Bukarest, die es schon seit 1999 gibt und die rumänische Rockmusik spielen. Und, dass „der Klang über die Lautsprecher ins Blut gelangt“, wie es so schön im Lied „Despre inimi“ heißt, bewiesen „Șuie Paparude“ am Freitagabend vor etlichen begeisterten Fans. Auf einer zweiten, kleineren Bühne, die den Namen „DSCNT“ (von „disconnect“, deutsch „abschalten“), konnte man den Klängen von Elektromusik, Jazz und Funk lauschen und wie der Name sagt, „abschalten“ vom täglichen Stress. Auf dieser Bühne legten auf und musizierten: adub und Toygun, JazzyBIT, Mihai Popoviciu, Via Dacă (Republik Moldova), Dubase & VRT, Dandies.

Der Samstagabend war der Rockmusik gewidmet. Den Anfang machten „Final Stair“ aus Deutschland. Das Trio aus Berlin, das zum ersten Mal in Rumänien zu Gast war und vom Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt eingeladen wurde, begeisterte mit inspirierenden Songtexten und guter, ansteckender Rockmusik.

„Grimus“, eine der ersten Indie-Rock-Gruppe aus Rumänien überhaupt, schafften eine super Atmosphäre. Frontmann Bogdan Mezofi ist bekannt dafür, sich unter die Leute zu mischen. Auch dieses Mal sang er inmitten des Publikums, kletterte u.a. auf eine Serviertheke und umarmte seine Fans während er sang. Der Höhepunkt am Samstagabend war allerdings der Auftritt der alternativen Rocker von „Omul cu Șobolani“. Die Band, die 1997 in Konstanza gegründet wurde, heizte die Stimmung ordentlich an. Spätestens beim Hit „Odă (în Piața Romană)“ sangen alle im Publikum mit. Der letzte Abend war den Bands „byron“ und „The Mono Jacks“ gewidmet.

Für das leibliche Wohlbefinden waren bei „Focus in the Park“ die Besitzer der Imbisswagen zuständig, die mit allerlei Gerichten aus der internationalen Küche den Gaumen verwöhnten. Von „Fisch und Chips“, die es in verbesserter Variante mit leckerem Erbsenpüree und Tartare Sauce unter dem Namen „Don Codleone“ beim Imbisswagen „The Codfather“ zu probieren gab, bis zu „Cubano Sandwiches“ mit Schinken, Käse und geräuchertem Schweinefleisch, beim „Cubano Food Truck“ oder leckere glutenfreie „Arepas“, runde Maisfladen, gefüllt mit Hähnchenfleisch, Gemüse und Guacamolesoße  von „Arepas Colombianas“ schmeckte alles lecker. Als Dessert hatte man sizilianische „Cannollis“, französische „Eclairs“ oder „Crepes“ zur Auswahl. Durstlöscher gab es auch in Form von Craft Beer, vertreten von Ständen der Brauereien „Csiki Sör“, „1717“ oder „Just Beer“. Nebst unzähligen Stehtischen, gab es auch Bierbänke und Tische unter einem schattenspendenden Zelt, wo man gemütlich essen und trinken konnte.

„Focus in the Park“ ist die vergrößerte und, man kann getrost sagen, verbesserte Variante des „Focus Festivals“. Die unzähligen Besucher bestätigen den Erfolg.

Cynthia PINTER

 

 

 

 

 

 

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