Ausgewogene musikalische Palette

Jubiläumsausgabe der Rumänisch-amerikanischen Musiktage

Ausgabe Nr. 2584

 

Die 25. Auflage der Rumänisch-amerikanischen Musiktagefand vom 22. bis 28. Juni in Hermannstadt statt. Unser Bild: Classics meet Jazz (Klassik trifft Jazz) lautete das Motto des ersten Konzerts im Thaliasaal am Freitag, den 22. Juni, bei dem Sabin Păutza (Bildmitte) das Sinfonische Orchester der Hermannstädter Staatsphilharmonie dirigierte und u. a. Elena Mândru Turunen  als Gesangsolistin auftrat.                                                                       
Foto: Fred NUSS

Eine ausgewogene Palette europäischer und US-amerikanischer Musik, dargeboten von Ausnahmemusikern aus Rumänien und den USA, durften die Hermannstädter Musikliebhaber bei den „Rumänisch-amerikanischen Musiktagen“ erleben, die in diesem Jahr vom 22. bis 28. Juni stattgefunden haben. Auch zum 25. Jubiläum dieses Festivals gab es am Donnerstag als Höhepunkt ein Konzert des sinfonischen Orchesters der Hermannstädter Staatsphilharmonie auf dem Großen Ring. Dieses stand im Zeichen „Rumänisch-amerikanische musikalische Schnittpunkte“. Dirigent war Scott Speck (USA), Solisten Irina Baianț (Sopran) und Daniel Szasz (Geige).

 

Sehr gut besucht war das Konzert am Donnerstag auf dem Großen Ring.                                   
Foto: Art Grafica

Gewöhnungsbedürftig mag wohl die Aufführung des Quatuor pour la fin du temps“ (deutsch: Quartett für/auf das Ende der Zeit) des französischen Komponisten Olivier Messiaen am Dienstag, den 26. Juni, auf der Bühne des Thaliasaals gewesen sein. Auf jeden Fall erklang das achtsätzige kammermusikalische Werk, dessen Titel auf die Offenbarung des Johannes verweist, zum ersten Mal in Hermannstadt. Wunderbar gespielt von dem gebürtigen Hermannstädter Geiger und Konzertmeister des sinfonischen Orchesters in Alabama (USA) Daniel Szasz, dem Initiator des Festivals Rumänisch-amerikanische Musiktage“, dem Pianisten Yakov Kasman (USA) und den beiden Musikern von der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Makcim Fernandez Samodaiev (Cello) und Ciprian Dancu (Klarinette). Sowohl bei diesem Konzert als auch bei dem ersten Konzert am 22. Juni mit Sabin Păutza am Dirigentenpult sowie dem Abschlusskonzert am 28. Juni gab es Stehapplaus.

Der Cellist Makcim Fernandez Samodaiev (stehend) stellte Messiaens „Quartett für das Ende der Zeit“ vor, das er am Dienstag, den 26. Juni, gemeinsam mit Daniel Szasz (Geige), Yakov Kasman (Klavier) und Ciprian Dancu (Klarinette) aufführte.                                
Foto: Beatrice UNGAR

Messiaen hat das Quartett als Insasse eines deutschen Kriegsgefangenenlagers in Görlitz 1940/1941 vollendet. Die ungewöhnliche Besetzung – Klavier, Cello, Klarinette und Geige – ist den im Lager verfügbaren Musikern zu verdanken, dem Klarinettisten Henri Akoka, dem Geiger Jean Le Boulaire und dem Cellisten Étienne Pasquier. Die Uraufführung des kompletten Werkes fand im Lager in Görlitz am 15. Januar 1941 statt, der Komponist selbst übernahm den Klavierpart.

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

 

 

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