Benefizlauf macht Spaß

7. Hermannstädter Internationaler Marathon

Ausgabe Nr. 2580

Benefizlauf der Hermannstädter Gemeinschaftsstiftung (Fundaţia Comunitară Sibiu) 2018: 26 Projekte, knapp 4.000 Läufer, bisher rund 600.000 Lei versprochen. Der Lauf hat am 26. Mai stattgefunden, spenden kann man noch bis zum 1. Juli d. J., unter maratonsibiu.ro sind die Projekte zu finden.  Unser Bild: Start im 10-km-Lauf auf dem Großen Ring.                   
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Benefizlauf der Hermannstädter Gemeinschaftsstiftung (Fundaţia Comunitară Sibiu) 2018: 26 Projekte, knapp 4.000 Läufer, bisher rund 600.000 Lei versprochen. Der Lauf hat am 26. Mai stattgefunden, spenden kann man noch bis zum 1. Juli d. J., unter maratonsibiu.ro sind die Projekte zu finden.

 

Anfang Mai spürt man in Hermannstadt seit einigen Jahren ein gesteigertes sportliches Interesse: In den Parks joggen insbesondere abends mehr Menschen, im Jungen Wald sind kleine Gruppen am Wochenende unterwegs und in den Laufabteilungen der Sportgeschäfte fehlt der eine oder andere Artikel. Das ist ein Zeichen, dass der größte Benefizlauf Rumäniens naht, der Ende Mai stattfindet.

Auch dieses Jahr haben sich knapp 4.000 Personen am 26. Mai am Großen Ring getroffen, um für eines der 26 eingereichten Projekte zu laufen. Seit zwei Jahren ist die längste Strecke ein Marathonlauf, in den ersten fünf Jahren konnte man maximal einen Halbmarathon laufen. Sowohl die Anzahl der Projekte als auch der Läufer ist von Jahr zu Jahr gestiegen, Anmeldungen und Spenden kamen dieses Jahr aus der ganzen Welt.

Die ersten, die am sonnigen Samstag losliefen – und eigentlich die kleinste Gruppe – waren die Marathonläufer. Ganz schön professionell sahen die Läufer aus, mit Wasserflaschen, Sonnenschutz und oft mit Kopfhörer. Bis Răşinari und Poplaca und zurück hatten die meisten recht viel Zeit, nicht nur, um die schöne Landschaft zu genießen – das soll auch einer der schönsten Marathonläufe Rumäniens sein, so die Organisatoren – sondern auch die passende Musik zu hören. Im Viertelstundentakt ging es dann am Großen Ring weiter, je kürzer die Strecken wurden, desto größer waren die Menschenmassen, die hier starteten, denn bei diesem Lauf geht es letztendlich nicht nur um Sport, sondern um Hilfeleistung, Gemeinschaft und viel Spaß. So machen jedes Jahr immer mehr Menschen mit, die vielleicht nicht in ihrer Höchstform sind, doch sich mindestens fünf Kilometer anstrengen und durchs Ziel laufen.

Mancher hatte noch Energie, um spontan für die vielen Zuschauer und Fotografen zu springen und zu jubeln.           
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Ein besonders bewegender Moment gab es dieses Jahr am Start, als eine Frau mit einer Gehbehinderung unter dem Beifall der Zuschauer ihren eigenen Lauf startete und somit auch aktiv ein Projekt unterstützte.

Keine 20 Minuten nach dem letzten Start kamen die ersten Teilnehmer an, begrüßt wurden alle mit einer Medaille, die auch dieses Jahr vom Hermannstädter Verein Tonalin genauer Handarbeit angefertigt worden war. Tatsächlich trugen viele Teilnehmer auch Stunden später die Medaille um den Hals, mit kleinem fast unbemerkbarem Kopfnicken begrüßten sie sich gegenseitig, nachdem sie sich als aktive Teilnehmer dieses Laufes erkannten.

Die gleichen Medaillen erhielten auch die Kinder am Nachmittag, denn ihre Wettkämpfe finden getrennt von den Läufen der Erwachsenen statt. Für die Sicherheit der Kinder war es auch dieses Jahr besser, auch für die Familien, in denen auch die Eltern mitlaufen. Ein bisschen Pech hatten die Kleinsten allerdings, denn pünktlich zum Start gab es einen Platzregen. Die meisten Kinder ließen sich nicht stören und hatten Spaß nicht nur am Laufen, sondern auch an den Pfützen.

Die Preisverleihung fand nach den Kinderwettbewerben statt, das Event ging allerdings damit nicht zu Ende, denn sowohl am Samstag als auch am Sonntag fanden mehrere Events im Rahmen dieser Benefizaktion statt, alle unter dem Motto „Freie Plätze”. Die Befreiung von Autos der Plätze im Zentrum Hermannstadts könnte die Hermannstädter dazu bringen, ihre eigene Stadt wieder zu entdecken und zu erobern, erklärte Ciprian Ciocan, der Vorsitzende der Gemeinschaftstiftung.  Somit organisierte die Stiftung dieses Jahr zeitgleich die erste Auflage des Festivals „Street Delivery”, das hauptsächlich am Schillerplatz stattfand.

Ruxandra STĂNESCU

 

Gewinner 2018

Cross Visma: M: 1. Francisc Sarosi (00:17:49),2. Florin-Cătălin Bertescu (00:18:32), 3. Robert Călin (00:18:55). F: 1. Tabita Teuşan (00:19:22), 2. Silvia Teodora Obrejan (00:19:48), 2. Francisca Ienei (00:23:02).

Zacaria 10K: M: 1. Daniel Scrob (00:35:36),2. Alexandru Alungulesă (00:37:36), 3. Alexandru Istrate (00:38:38).F: 1. Diana Panţa (00:41:48), 2. Adriana Ploşniță (00:42:26), 2. Andreea Echim (00:46:34).

Halbmarathon Joyson Safety Systems: M: 1. Liviu Croitoru (01:14:00), 2.Luca Bedetti (01:21:36), 3. Ion-Cosmin Dochiu (01:22:18).F: 1. Diana Chinceş (01:38:28),2. Gabriela Drăgoiu (01:48:49), 3. Victoria Trofimova (01:50:32).

Marathon Continental: M: 1. Raphael Igrişianu (02:53:50),  2. Constantin Folescu (02:59:36), 3. Vasile Adrian Ştefan (03:14:49). F: 1. Mirela Luciana Albu (03:25:14),2. Gabriela Rus (03:48:44), 3. Daniela Mocanu (03:53:40).

Team Run: 1. Invictus Romania 100(01:19:03),2. Arbitri Sibiu (01:24:29), 3. Salvamont Sibiu(01:29:19).

 

 

 

 

 

 

 

 

Posted in Aktuelle Ausgabe, Soziales, Sport.