Die Bilder sprechen für sich

Vasarely-Werke im Kunsthaus 7 B in Michelsberg
Ausgabe Nr. 2533

 

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Frage an Radio Jerewan: „Wie ist das Zebra gestreift? Schwarz auf weiß oder weiß auf schwarz?“ Die Antwort lautet: „Ja!“ An diesen bekannten Witz muss wohl jeder und jede denken, der/die in den drei Räumen in der ehemaligen Schule in Michelsberg die Bilder von Victor Vasarely betrachtet, der als Begründer der Op-Art gilt und mit optischen Täuschungen regelrecht gespielt hat.

 

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„Kunst ist immer Avantgarde und geht ihrer Zeit voraus. Sie spürt und benennt gesellschaftliche Tendenzen und Themen, greift sie auf, verarbeitet sie. Kunst braucht aber auch den Raum, um gezeigt und diskutiert zu werden, damit die Betrachter sich mit den Themen auseinander setzen können. Ich begrüße daher die Initaitive der evangelischen Kirchengemeinde in Michelsberg und von Thomas Emmerling, aus einem alten, nicht mehr gebrauchten Schulhaus ein Kunsthaus zu machen. Umso mehr, da es ein Raum sein soll, der sich der Kunst aus den Donauländern widmet“. Dies schreibt Herzog Franz von Bayern in seinem Brief an die Veranstalter der Vasarely-Ausstellung in Michelsberg. Den Brief las bei der Vernissage am Sonntag Thomas Emmerling vor, dessen Motto „Kunst für alle“ auch das Motto des in Fünfkirchen/Pécs geborenen Künstlers war. Vasarely, der nach seinem Kunststudium in Frankreich heimisch geworden war, hatte nämlich seine Werke in seine Heimat bringen wollen, wo sie 2006 erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind, im Janos Pannonium Museum in Pécs. Dessen Leiter ist auch der Kurator der Ausstellung im neu eröffneten „Kunsthaus 7B“ (eine Anspielung auf Siebenbürgen). Jozsef Sárkány und Co-Kuratorin Oana Ionel freuten sich gemeinsam, mit dieser Ausstellung im Geiste Vasarelys Kunst in kleine Räume und kleine Ortschaften zu bringen.

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Begeistert war auch der ungarische Honorarkonsul in Marseille, Pierre Vasarely, der Enkel des Künstlers, der bei der Pressekonferenz sagte: „Die Bilder meines Großvaters wurden bisher in Istanbul, Budapest, Paris und New York gezeigt. Und jetzt in Michelsberg.“ Thomas Emmerling dankte der OTP-Bank für die großzügige Unterstützung.

Sárkány sagte: „Die Bilder sprechen für sich“. Dem kann man nur beipflichten und die Ausstellung besuchen…

Die drei Räume in der ehemaligen Schule am Gozelinus Platz 49 sind von Dienstag bis Sonntag jeweils zwischen 12 und 18 Uhr für Besucher geöffnet.

Beatrice UNGAR

 

Foto 1: Blick in den dritten Raum, wo die Vernissage musikalisch begleitet wurde. rechts sitzt der DFDR-Ehrenvorsitzende Paul Philippi. 

 

Foto 2: József Sárkány, Kurator der Ausstellung und Leiter des Janos Pannonius-Museums aus Fünfkirchen/Pécs.

 

Foto 3: Pressekonferenz im Gemeinderaum mit Co-Kuratorin Oana Ionel, Thomas Emmerling, Pierre Vasarely und Pfarrer Stefan Cosoroabă (v. l. n. r.)

Foto: die Verfasserin

 

 

 

 

 

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