„Wichtiges Zeichen“

Beirat zur Anerkennungsleistung konstituiert
Ausgabe Nr. 2504
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Der Deutsche Bundestag hat am 27. November 2015 beschlossen, das Schicksal der ehemaligen deutschen zivilen Zwangsarbeiter durch eine finanzielle Anerkennungsleistung zu würdigen. Dazu sagte der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB: „Der Deutsche Bundestag hat mit seiner Entscheidung deutlich gemacht, welch schweres Schicksal die ehemaligen zivilen deutschen Zwangsarbeiter erleiden mussten.“ Die Umsetzung dieses Bundestagsbeschlusses wird durch einen fachkundigen Beirat begleitet.

 

Am 20. Oktober 2016 fand die konstituierende Sitzung des Beirats im Bundesministerium des Innern statt.

Dem Beirat gehören zwei Fachhistoriker, Prof. Dr. Dr. Horst Möller und Prof. Dr. Sönke Neitzel, zwei Mitglieder des Deutschen Bundestages, Erika Steinbach MdB und Matthias Schmidt MdB, sowie zwei Vertreter des Bundes der Vertriebenen Dr. Bernd Fabritius, Präsident des BdV, und Gisela Schewell, Stellvertretende Generalsekretärin des BdV, an.

Die Beiratsmitglieder wurden im August 2016 durch Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière ernannt. Zum Beiratsvorsitzenden wählten die Mitglieder Prof. Dr. Dr. Horst Möller.

Die konstituierende Sitzung fand in Anwesenheit des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, den für die Richtlinie zuständigen Mitarbeitern im Bundesministerium des Innern unter Leitung des zuständigen Abteilungsleiters Dr. Jörg Bentmann und den für die Umsetzung zuständigen Mitarbeitern des Bundesverwaltungsamtes statt.

Hartmut Koschyk zeigte sich in seinem Grußwort froh darüber, dass es mit einer parlamentarischen Initiative endlich gelungen sei, das schwere Schicksal all jener Deutschen durch eine symbolische finanzielle Anerkennung zu würdigen, die als Zivilpersonen kriegsfolgenbedingt zur Zwangsarbeit verpflichtet waren. Wörtlich sagte er: „Das ist ein spätes, aber wichtiges Zeichen, dass uns bewusst ist, was viele Deutsche erleiden mussten, die unter meist unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit herangezogen wurden.“

Herr Koschyk dankte den Mitgliedern für ihre Bereitschaft, dem Beirat anzugehören und betonte die hohe fachliche historische Expertise, die Erfahrung mit den betroffenen Personengruppen und die politische Unterstützung der Beiratsmitglieder für eine erfolgreiche Umsetzung der Anerkennungsrichtlinie.

Das Bundesverwaltungsamt informiert ausführlich zur Richtlinie und zum Antragsverfahren mehrsprachig auf seiner Homepage unter http://www.bva.bund.de/DE/Organisation/Abteilungen/Abteilung_BT/Zwangsarbeiter/zwangsarbeiter_node.html

T. K.

Gastgeber Hartmut Koschyk (1. Reihe, 1. v. l.) mit den Beiratsmitgliedern, u. a. Prof. Dr. Dr. Horst Möller und Prof. Dr. Sönke Neitzel, MdB Erika Steinbach MdB und MdB Matthias Schmidt, sowie zwei Vertretern des Bundes der Vertriebenen, Präsident Dr. Bernd Fabritius, Präsident des BdV, und Gisela Schewell, Stellvertretende Generalsekretärin des BdV.

Foto: Büro Hartmut Koschyk MdB

 

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